Aus der aktuellen Ausgabe

Einfluss von L-Arginin auf die Pathogenese des Sicca-Syndroms

In einer aktuellen Studie am Institut für Anatomie und Zellbiologie an der Universität Halle-Wittenberg wird der Einfluss von L-Arginin auf die Produktion von Beta-Defensinen und deren Auswirkung auf das Trockene Auge untersucht. Dr. rer. nat. Kristin Jäger stellt das Forschungsprojekt vor, das mit dem Sicca-Förderpreis 2009 des Ressorts Trockenes Auge im BVA ausgezeichnet wurde.

Lesevermögen nach bilateraler Katarakt-OP

Vergleich der Lesefähigkeit von monofokalen zu multifokalen IOL
Im Rahmen einer prospektiven, randomisierten Multizenterstudie (ESCRS-Grant) wird an der Universitäts-Augenklinik Salzburg sowie am Instituto Oftalmológico de Alicante (VISSUM) eine vierarmige klinische Prüfung durchgeführt, die das postoperative Lesevermögen nach bilateraler Kataraktoperation evaluiert. Zur Arbeitsgruppe gehören Dr. Gerhard Nix, Dr. Alois Dexl, Dr. Wolfgang Hitzl, Dr. Wolfgang Riha, Dr. Melchior Hohensinn, Dr. Orang Seyeddain, Prof. Dr. Günther Grabner sowie Dr. Max Rasp, der die Ergebnisse zusammenfasst.

Zur jährlichen Tagung des Berliner Immunologie Seminars (BIS)

Zur jährlichen Tagung des Berliner Immunologie Seminars (BIS)

Autoimmunerkrankungen des Auges
Mit den Autoimmunerkrankungen des Auges stand ein weitgespanntes Thema im Mittelpunkt des inzwischen gut etablierten „Berliner Immunologie Seminars“. Wie in den Jahren zuvor fand die Veranstaltung im Zentrum Berlins statt und vermittelte den interessierten Teilnehmern im bis auf den letzten Platz besetzten Hörsaal des Kaiserin-Friedrich-Hauses praxisrelevante Kenntnisse und Empfehlungen zu Autoimmunerkrankungen. Prof. Dr. Uwe Pleyer fasst einige ausgewählte Themenaspekte zusammen.

Differenzialdiagnose dicke Augenmuskeln

Verdickte Augenmuskeln sind Kennzeichen verschiedener Krankheitsbilder wie der okulären Myositis, der endokrinen Orbitopathie oder von Tumoren. Bildmorphologisch ist eine Abgrenzung häufig nicht möglich. Die Beurteilung der Symptomatik und des Krankheitsverlaufes spielt deswegen bei der Diagnosestellung eine erhebliche Rolle. Dr. Viktoria Bau und Prof. Dr. Sabrina Kösling stellen vier Fallbeispiele vor.

Kammerwasseranalyse bei entzündlichen Sekundärglaukomen

Die Pathogenese von entzündungsassoziierten Glaukomen ist komplex und geht über die bekannten Mechanismen der sekundären Offen- und Engwinkelglaukome hinaus. Für die Einleitung einer angemessenen Therapie ist die korrekte Zuordnung zu einer Ätiologie von elementarer Wichtigkeit. Insbesondere im Falle der infektassoziierten Drucksteigerung folgen unmittelbar auf einen erfolgreichen Erregernachweis therapeutische Konsequenzen. Dr. Peter Ruokonen erläutert Pathogenese und diagnostische Möglichkeiten der infektassoziierten Uveitis anterior.

Wie sinnvoll ist Neuroprotektion?

Die medikamentöse oder chirurgische Senkung des intraokulären Drucks (IOD) ist derzeit die einzige durch wissenschaftliche Studien belegte Therapie beim Glaukom. Dennoch kommt es bei einer Gruppe von Patienten trotz niedriger gut regulierter Druckwerte zu einem Fortschreiten der Gesichtsfeldausfälle. Auch der Umstand, dass etwa 20 Prozent der Glaukompatienten keinen erhöhten Augeninnendruck haben, zeigt, dass neue, über die Drucksenkung hinausgehende Therapiekonzepte in der Glaukomtherapie erforderlich sind. Der Bedarf an neuroprotektiven Substanzen ist somit begründet. Prof. Dr. Dr. Solon Thanos erörtert den möglichen Einsatz von Neuroprotektiva.

Stellenwert und Grenzen unterschiedlicher Lasertherapien

Unterschiedliche Lasertherapien haben sich zur Behandlung verschiedenster Glaukomformen etabliert. Die Laserenergie kann in einer Vielfalt von Wellenlängen und Zeitexpositionen appliziert werden. Der Effekt auf das Gewebe hängt von der Stärke und Dauer der absorbierten Laserenergie ab, die wiederum vom Grad der Pigmentierung, der Wellenlänge, der applizierten Energie, der Expositionszeit und der Größe des Laserspots abhängt. Dr. Karin Hornykewycz gibt einen Überblick über die Möglichkeiten unterschiedlicher Lasertherapien.

Augenstern e.V. feiert 10-jähriges Jubiläum

Seit mittlerweile zehn Jahren informiert der gemeinnützige Verein „Augenstern e.V. – helfen zu sehen“ über kindliche Augenerkrankungen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, vermeidbare Schwachsichtigkeit (Amblyopie) bei Kindern zu verhindern. Zielgruppen der Aufklärungsarbeit sind Eltern, Angehörige, Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, aber auch Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte, Augenärzte, medizinische Therapeuten, Gesundheitsämter und Augenoptiker.

Differenzialdiagnostische Aspekte des Kontaktlinsenschadens: Hornhaut (Teil 1)

Kontaktlinsen sind eine wichtige Sehhilfe in der Behandlung der Refraktionsanomalie und finden in der Therapie zahlreicher Augenerkrankungen Anwendung. Andererseits können sie als Fremdkörperreiz auch Komplikationen im Bereich der vorderen Augenabschnitte auslösen. Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Alice Nietgen und Dr. Gregor Nietgen zeigen differenzialdiagnostische Aspekte des Kontaktlinsenschadens an der Hornhaut auf.

Augenprothesen aus Glas

Bei anophthalmischen Patienten ist die Kombination von bewährten Orbitaimplantaten und individuell designten Augenprothesen nach einer speziellen Formengeometrie eine optimale Therapie, um Form und Ästhetik wiederherzustellen. Entsprechend neuer Operationstechniken hat sich auch die Formengebung bei Kunstaugen verändert. Ein Beitrag von Stefan Birke.