Aus der aktuellen Ausgabe

Kammerwasseranalyse bei entzündlichen Sekundärglaukomen

Die Pathogenese von entzündungsassoziierten Glaukomen ist komplex und geht über die bekannten Mechanismen der sekundären Offen- und Engwinkelglaukome hinaus. Für die Einleitung einer angemessenen Therapie ist die korrekte Zuordnung zu einer Ätiologie von elementarer Wichtigkeit. Insbesondere im Falle der infektassoziierten Drucksteigerung folgen unmittelbar auf einen erfolgreichen Erregernachweis therapeutische Konsequenzen. Dr. Peter Ruokonen erläutert Pathogenese und diagnostische Möglichkeiten der infektassoziierten Uveitis anterior.

Wie sinnvoll ist Neuroprotektion?

Die medikamentöse oder chirurgische Senkung des intraokulären Drucks (IOD) ist derzeit die einzige durch wissenschaftliche Studien belegte Therapie beim Glaukom. Dennoch kommt es bei einer Gruppe von Patienten trotz niedriger gut regulierter Druckwerte zu einem Fortschreiten der Gesichtsfeldausfälle. Auch der Umstand, dass etwa 20 Prozent der Glaukompatienten keinen erhöhten Augeninnendruck haben, zeigt, dass neue, über die Drucksenkung hinausgehende Therapiekonzepte in der Glaukomtherapie erforderlich sind. Der Bedarf an neuroprotektiven Substanzen ist somit begründet. Prof. Dr. Dr. Solon Thanos erörtert den möglichen Einsatz von Neuroprotektiva.

Stellenwert und Grenzen unterschiedlicher Lasertherapien

Unterschiedliche Lasertherapien haben sich zur Behandlung verschiedenster Glaukomformen etabliert. Die Laserenergie kann in einer Vielfalt von Wellenlängen und Zeitexpositionen appliziert werden. Der Effekt auf das Gewebe hängt von der Stärke und Dauer der absorbierten Laserenergie ab, die wiederum vom Grad der Pigmentierung, der Wellenlänge, der applizierten Energie, der Expositionszeit und der Größe des Laserspots abhängt. Dr. Karin Hornykewycz gibt einen Überblick über die Möglichkeiten unterschiedlicher Lasertherapien.

Augenstern e.V. feiert 10-jähriges Jubiläum

Seit mittlerweile zehn Jahren informiert der gemeinnützige Verein „Augenstern e.V. – helfen zu sehen“ über kindliche Augenerkrankungen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, vermeidbare Schwachsichtigkeit (Amblyopie) bei Kindern zu verhindern. Zielgruppen der Aufklärungsarbeit sind Eltern, Angehörige, Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, aber auch Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte, Augenärzte, medizinische Therapeuten, Gesundheitsämter und Augenoptiker.

Differenzialdiagnostische Aspekte des Kontaktlinsenschadens: Hornhaut (Teil 1)

Kontaktlinsen sind eine wichtige Sehhilfe in der Behandlung der Refraktionsanomalie und finden in der Therapie zahlreicher Augenerkrankungen Anwendung. Andererseits können sie als Fremdkörperreiz auch Komplikationen im Bereich der vorderen Augenabschnitte auslösen. Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Alice Nietgen und Dr. Gregor Nietgen zeigen differenzialdiagnostische Aspekte des Kontaktlinsenschadens an der Hornhaut auf.

Augenprothesen aus Glas

Bei anophthalmischen Patienten ist die Kombination von bewährten Orbitaimplantaten und individuell designten Augenprothesen nach einer speziellen Formengeometrie eine optimale Therapie, um Form und Ästhetik wiederherzustellen. Entsprechend neuer Operationstechniken hat sich auch die Formengebung bei Kunstaugen verändert. Ein Beitrag von Stefan Birke.

Ergebnisdatenbank für ein Qualitätscontrolling

Durch eine Datenerhebung in einer Ergebnisdatenbank können Operationszentren die Basis für ein vergleichendes Qualitätscontrolling schaffen. Die in der OcuNet-Gruppe zusammengeschlossenen Einrichtungen haben bereits in 2004 eine Ergebnisdatenbank zu vorab identifizierten Ergebnisindikatoren der Kataraktchirurgie etabliert. Dr. Stefanie Schmickler und Dipl.-Volkswirtin Ursula Hahn fassen Eckdaten und Anwendungserfahrungen zusammen.

Kongress DOG 2009

Kongress DOG 2009

Interview mit Prof. Dr. Peter Wiedemann
Zum 107. DOG-Kongress wird in diesem Jahr vom 24. bis 27. September ausnahmsweise nicht nach Berlin, sondern nach Leipzig geladen. Unter dem Schwerpunktthema „Lebenslang gut sehen – weil Augenärzte forschen, lehren, heilen und helfen“ sollen diagnostische Strategien und therapeutische Konzepte diskutiert werden, die für möglichst viele Menschen ein lebenslanges gutes Sehen ermöglichen. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem diesjährigen DOG-Präsidenten Prof. Dr. Peter Wiedemann.