Aus der aktuellen Ausgabe

Multifokale IOL als IGeL

Patienten mit Multifokallinsen überzeugen
Multifokale Intraokularlinsen zählen zu den modernen IOL, die zunehmenden Einsatz finden. Ein Trend, der sich fortsetzen wird, da der Anspruch, ohne Brille den Alltag zu meistern, für eine wachsende Anzahl Presbyoper an Bedeutung gewinnt. Wichtig für die Zufriedenheit des Patienten ist eine realistische Erwartungshaltung bezüglich des späteren Seheindruckes. Daher kommt dem Aufklärungsgespräch eine besondere Bedeutung zu. Da sie als Sonderlinsen zu den Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) gehören, bedarf es zudem eines gezielten Marketings, um Patienten die erforderlichen Information zu bieten. Ein Beitrag von Dr. Kaweh Schayan-Araghi.

Kapselrupturen bei Kataraktoperation

Wie vermeiden, wie beheben?
Kapselrupturen stellen immer noch mit Abstand die häufigste Komplikation in der Kataraktchirurgie dar. Ihre Beherrschung ist daher ein essentieller Bestandteil im Repertoire jedes Vorderabschnittschirurgen. Hintere Kapsulorhexis, bimanuelle Vitrektomie und die Prävention des Kernverlustes durch moderne mikroinzinionale Operationstechniken bilden dabei die operative Grundlage. Ein Beitrag von Dr. Peter Brauweiler.

IOL-Stärkenprofile in Deutschland

Die Dioptrinstärke von implantierten Intraokularlinsen hat ein breites Spektrum, das sich etwa zwischen minus 10 und plus 40 Dioptrin bewegt. Anhand einer Studie sollte die Verteilung der Dioptrinstärke von Intraokularlinsen an einem Universitätskrankenhaus, in diesem Fall der Universitäts-Augenklinik Köln, wo in den Jahren 2001 und 2002 3.885 Hinterkammerlinsen implantiert wurden, mit denen für ganz Deutschland verglichen werden. Zur Arbeitsgruppe gehörten Priv.-Doz. Dr. Arno Hueber, Prof. Dr. Walter Konen, Priv.-Doz. Dr. Christian P. Jonescu-Cuypers und Prof. Dr. Günter K. Krieglstein. Priv.-Doz. Dr. Arno Hueber fasst die Ergebnisse zusammen, die in weiteren Studien mit Daten für die Verteilung von Refraktionsfehlern, Achsenlängen, Keratometriewerten und anderen Parametern verglichen werden könnten.

Makula-Update in Köln

Makula-Update in Köln

Verleihung der Junius-Kuhnt-Medaille an Prof. Dr. Reginald Birngruber
Trotz verlängertem Pfingstwochenende und frühsommerlichen Temperaturen fanden sich über 600 Teilnehmer zum Makula-Update im Kölner Expoo XXI ein. Einer der Höhepunkte der zweitägigen Veranstaltung war die Verleihung der diesjährigen Junius-Kuhnt-Medaille an Prof. Dr. Reginald Birngruber. Von Katica Djakovic.

Kontaktlinsen und Trockenes Auge

Kontaktlinsen und Trockenes Auge

Zum BVA-Kontaktlinsenkongress im Kurhaus zu Wiesbaden
Erstmals nach 2006 veranstaltete der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) in diesem Jahr erneut einen Kontaktlinsenkongress im Kurhaus zu Wiesbaden. Die vom BVA-Ressorts „Trockenes Auge“ und „Kontaktlinsen“ organisierte Tagung bot den rund 300 Teilnehmern in 30 Vorträgen und 21 Kontaktlinsenkursen den aktuellen Stand zu Neuentwicklungen von Kontaktlinsen, ihrer Reinigungs- und Desinfektionsmöglichkeiten sowie Forschungsergebnisse und Therapieansätze des Trockenen Auges, das in der Kontaktologie eine große Rolle spielt. Ein Bericht von Dr. Dieter Schnell.

Selektive Lasertrabekuloplastik

Die nicht-thermische Technik der Selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) gilt als praktisch nebenwirkungsfrei und vermeidet die Komplikationen einer medikamentösen Behandlung. Für die frühen Glaukomformen stellt die SLT eine Alternative zur Tropfentherapie dar, für fortgeschrittene Glaukome bietet die SLT eine Option zur zusätzlichen Druckreduktion. Ein Beitrag von Dr. Ulrich-Peter Best, Dr. Harry Domack, Dr. Hans-Joachim Hofstetter und Viktor Schmidt.

Schwere Endotamponaden

Vergleich zur konventionellen Silikonöl-Endotamponade und eigene klinische Erfahrungen
Im Gegensatz zur Verwendung von Polydimethylsiloxan (PDMS) bei der Netzhautchirurgie, auch als „konventionelles Silikonöl“ bezeichnet, hat sich die Endotamponade mit schwerem Silikonöl bisher nur zögernd durchgesetzt. Prof. Dr. Katrin Engelmann diskutiert die Vor- und Nachteil dieser Tamponade im Vergleich zur konventionellen Silikonöl-Endotamponade und stellt eigene klinische Erfahrung mit einem Gemisch von PDMS mit Perfluorhexyloktan (F6H8) vor.

1. Deutsches ICL-Anwender-Meeting

Erfahrungen und Richtlinien
Zehn Jahre nach Einführung der torischen implantierbaren Kontaktlinse ICL (Implantable Collamer Lens) hatte die ICL-Study-Group, bestehend aus Prof. Dr. Burkhard Dick, Prof. Dr. Gernot Duncker, Dr. Ludger Hanneken, Dr. Detlef Breyer und Dr. Tobias Neuhann, zum ersten Deutschen ICL-Anwender-Meeting nach Düsseldorf geladen, um den gegenwärtigen State of the Art zu diskutieren sowie eine aktuelle Implantationsrichtlinie zu erarbeiten. Ein Bericht von Dr. Ullrich Weißmantel.

Interdisziplinäre Therapie der ­Endokrinen Orbitopathie

Was kann der Endokrinologe beitragen?
Bei nahezu 80 Prozent der Patienten mit immunogener Hyperthyreose findet man mehr oder weniger ausgeprägte klinische Zeichen der Endokrinen Orbitopathie (EO). Diese verläuft in den meisten Fällen milde und heilt spontan aus. Nur in etwa drei bis fünf Prozent der Fälle entwickelt sich eine schwere Endokrine Orbitopathie mit Beeinträchtigung des Sehnerven. Da die Behandlung der immunogenen Hyperthyreose auch den Verlauf der Endokrinen Orbitopathie mit beeinflusst, sollten alle Patienten mit moderater bis schwerer Endokriner Orbitopathie gemeinsam von Endokrinologen und Ophthalmologen behandelt werden, bevorzugt in einer gemeinsamen Sprechstunde. Ein Beitrag von Prof. Dr. Roland Gärtner.

Rezidivierender Winkelblock

Bei der Hämodialyse werden Flüssigkeit und harnpflichtige Substanzen aus dem Körper entfernt. Die resultierende veränderte Osmolarität beziehungsweise Osmolarität von Serum und Plasma bewirkt Flüssigkeitsverschiebungen, die auch den intraokularen Druck beeinflussen. Im folgenden Fallbeispiel berichten Dr. Nicole Zimmermann, Katja Göbel und Prof. Dr. Carl Erb über einen rezidivierenden Winkelblock bei einem Patienten mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz.