Aus der aktuellen Ausgabe

Selektive Lasertrabekuloplastik

Die nicht-thermische Technik der Selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) gilt als praktisch nebenwirkungsfrei und vermeidet die Komplikationen einer medikamentösen Behandlung. Für die frühen Glaukomformen stellt die SLT eine Alternative zur Tropfentherapie dar, für fortgeschrittene Glaukome bietet die SLT eine Option zur zusätzlichen Druckreduktion. Ein Beitrag von Dr. Ulrich-Peter Best, Dr. Harry Domack, Dr. Hans-Joachim Hofstetter und Viktor Schmidt.

Schwere Endotamponaden

Vergleich zur konventionellen Silikonöl-Endotamponade und eigene klinische Erfahrungen
Im Gegensatz zur Verwendung von Polydimethylsiloxan (PDMS) bei der Netzhautchirurgie, auch als „konventionelles Silikonöl“ bezeichnet, hat sich die Endotamponade mit schwerem Silikonöl bisher nur zögernd durchgesetzt. Prof. Dr. Katrin Engelmann diskutiert die Vor- und Nachteil dieser Tamponade im Vergleich zur konventionellen Silikonöl-Endotamponade und stellt eigene klinische Erfahrung mit einem Gemisch von PDMS mit Perfluorhexyloktan (F6H8) vor.

Kongress DOC 2009

Kongress DOC 2009

Interview mit Dr. Armin Scharrer
Vom 18. bis 21. Juni tagt der 22. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) im Messezentrum in Nürnberg. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DOC-Präsidenten Dr. Armin Scharrer über die diesjährige Tagung.

„Wir leben in turbulenten Zeiten“

„Wir leben in turbulenten Zeiten“

Auch im Mai haben Augenärzte erneut gegen die Honorarreform protestiert, zuletzt bei der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im Vorfeld des Deutschen Ärztetags in Mainz. Derweil wird die Honorarreform stetig weiterentwickelt. Ab Juli kommen wieder Neuerungen. Und wie es im nächsten Jahr weitergeht, weiß derzeit noch keiner so genau. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Augenarzt Dr. Uwe Kraffel, der als KV-Vertreter an den Verhandlungen des Bewertungsausschusses beteiligt ist, über die Neuordnung der Honorarverteilung, ihre Fallstricke und Chancen für die Augenärzte.

Die lichtadjustierbare Linse (LAL)

Klinische Erfahrungen und erste Studienergebnisse
Die lichtadjustierbare Linse (LAL) kann postoperativ durch Beleuchtung mit UV-Licht der Wellenlänge 365 nm ihre Form und ihren Brechwert modifizieren. Sie ermöglicht eine nichtinvasive und präzise postoperative Anpassung der Linsenstärke. Damit können nach Kataraktchirurgie verbleibende sphärische und astigmatische Refraktionsfehler korrigiert werden, um Emmetropie oder eine bestimmte Refraktion zu erreichen. Dr. Fritz Hengerer und Prof. Dr. Burkhard Dick  berichten über ihre klinischen Erfahrungen und stellen erste Studienergebnisse der Universitäts-Augenklinik Bochum vor.

Ablationsprofil – Mythos und Realität

Die Wellenfront-Technologie ermöglicht eine sehr präzise Messung der Brechkraft des Auges: An mehr als 250 verschiedenen Punkten werden die individuellen Merkmale des Auges gemessen und erlauben damit eine personenbezogene individualisierte Behandlung. Inzwischen stehen verschiedene Ablationsprofile zur Verfügung und machen umfassende präoperative Untersuchungen durch den refraktiven Chirurgen erforderlich. Die Bestimmung des angemessenen Ablationsprofils erörtert Prof. Dr. Dr. Theo Seiler.

UV-Riboflavin Crosslinking und ­korneale Ringsegmente

Eine neue Perspektive für Keratokonuspatienten?
Bei etwa 20 Prozent aller Keratokonuspatienten schreitet die Erkrankung soweit fort, dass aufgrund von Vernarbungen und zunehmender Irregularität die optische Korrektur mit Brille oder Kontaktlinse nicht mehr möglich ist und eine Keratoplastik durchgeführt werden muss. Theoretisch ergibt sich durch die Kombination zweier Verfahren – des Vernetzungsverfahrens Corneal Collagen Crosslinking (CXL) mit kornealen Ringsegmenten – die Möglichkeit, sowohl die Progression des Keratokonus zu stoppen als auch den Astigmatismus zu korrigieren. So kann nicht nur die Keratoplastik verschoben oder sogar vermieden werden, sondern auch die Sehleistung der betroffenen Patienten verbessert werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Thomas Kohnen und Oliver K. Klaproth.

Zum 23. DGII-Kongress in München

Zum 23. DGII-Kongress in München

Ergebnisse und Trends in der Chirurgie
Der 23. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII) fand in diesem Jahr im M,O,C, München statt und bot den Tagungsteilnehmern in den wissenschaftlichen Sitzungen einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Diskussionen zu einem breit gefächerten Themenspektrum. Ein Bericht von Angela Ehmer und Annett Mannsfeld.

Von Aphakie bis Zonulopathie

Herausforderungen in der IOL-Chirurgie
Sowohl bei Patienten mit Aphakie als auch bei Patienten mit einer Schwäche des zonulären Halteapparates (Zonulopathie) müssen bei der Wahl der geeigneten Operationstechnik und des besten Implantates viele Faktoren berücksichtigt werden. Um eine optimale Vorgangsweise zu erarbeiten, soll im Folgenden auf die große Vielfalt der chirurgischen Möglichkeiten bei der Wahl der Operationstechnik und des Implantates systematisch eingegangen werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Michael Amon.

Interdisziplinäre Therapie der ­Endokrinen Orbitopathie

Was kann der Endokrinologe beitragen?
Bei nahezu 80 Prozent der Patienten mit immunogener Hyperthyreose findet man mehr oder weniger ausgeprägte klinische Zeichen der Endokrinen Orbitopathie (EO). Diese verläuft in den meisten Fällen milde und heilt spontan aus. Nur in etwa drei bis fünf Prozent der Fälle entwickelt sich eine schwere Endokrine Orbitopathie mit Beeinträchtigung des Sehnerven. Da die Behandlung der immunogenen Hyperthyreose auch den Verlauf der Endokrinen Orbitopathie mit beeinflusst, sollten alle Patienten mit moderater bis schwerer Endokriner Orbitopathie gemeinsam von Endokrinologen und Ophthalmologen behandelt werden, bevorzugt in einer gemeinsamen Sprechstunde. Ein Beitrag von Prof. Dr. Roland Gärtner.