Aus der aktuellen Ausgabe

„Mehr Druck auf lokale Politiker“

„Mehr Druck auf lokale Politiker“

Die Honorarreform, die zu weiteren Honorarverlusten in vielen Augenarztpraxen geführt hat, ruft massiven Ärger und auch Existenszängste hervor. Ärzte gehen zu Tausenden auf die Straße, im Norden sollen reduzierte Sprechstundenzeiten oder auch zum Teil Praxisschließungen auf die Misere aufmerksam machen, öffentlichkeitswirksame Einzelaktionen in Praxen sorgen für Aufmerksamkeit. Was können diese Maßnahmen bewirken? DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Ludger Wollring, niedergelassener Augenarzt in Essen und BVA-Landesvorsitzender Nordrhein, über mögliche und notwendige Protestaktionen.

Steuern auf das Erbe ab 2009

Wesentliche Änderungen durch das Erbschaftsteuerreformgesetz
In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Erbschaftsteueraufkommen verdoppelt und betrug zuletzt über vier Milliarden Euro, Tendenz steigend. Wenn der Erblasser sich nicht frühzeitig Gedanken über die Gestaltungsmöglichkeiten zur Minimierung der steuerlichen Folgen gemacht hat, müssen seine Erben eventuell mit erheblichen finanziellen Einbußen rechnen. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans-L. Dornbusch erläutert wesentliche Änderungen durch das Erbschaft­steuerreformgesetz und gibt einige Beispiele samt Verweisen auf Rechtsgrundlagen.

OCT-gestützte Indikationen zur ­Pars-plana-Vitrektomie

Die optische Kohärenztomographie (OCT) eignet sich zur Verlaufskontrolle von Netzhauterkrankungen, zur Indikationsstellung für Operationen und zur Beurteilung von Therapieerfolgen. Auch für die Indikationsstellung der Pars-plana-Vitrektomie und für die postoperative Verlaufskontrolle ist die OCT von besonderer Bedeutung. Priv.-Doz. Dr. Regine Augsten und Prof. Dr. Ekkehart Königsdörffer erläutern die wichtigsten Indikationen für die OCT.

Makuladiagnostik mit dem EYECUBE

Zur Darstellung dreidimensionaler OCT-Scans
Der EYECUBE stellt eine Weiterentwicklung der digitalen Integrationsmethode (DIM) dar und dient der übersichtlichen Darstellung dreidimensionaler OCT-Scans. Bisher wurden die verschiedenen diagnostischen Verfahren separat und zum Teil durch viele Einzelscans bewertet. Mit dem EYECUBE können automatisch alle bildgebenden Verfahren der Makula auf einen Blick dargestellt werden. Priv.-Doz. Dr. Andrea Hassenstein und Frank Scholz stellen das neue Verfahren vor.

Das maligne Melanom der Bindehaut

Es gibt drei verschiedene Manifestationsbereiche von okulären Melanomen: Melanome der Lidhaut, der Bindehaut sowie intraokuläre Melanome. Das maligne Melanom der Bindehaut gehört zu den seltenen ophthalmologischen Tumoren, die meistens im Rahmen einer so genannten primär erworbenen Melanose der Bindehaut und seltener aus Naevi der Bindehaut entstehen. Ihre Therapie hängt von der Ausdehnung des Tumors ab. Dr. Lothar Krause erläutert die Besonderheiten der Therapie.

Toxic anterior segment syndrome (TASS)

Zum postoperativen Auftreten einer sterilen, nicht-infektiösen Entzündung
Das „toxic anterior segment syndrome“ (TASS) ist eine in der Regel wenige Stunden nach einer intraokularen Operation akut eintretende intraokulare Entzündung. Wegweisende Symptome sind eine akute Sehverschlechterung, ein ausgeprägter Reizzustand in der Vorderkammer sowie ein ausgeprägtes Hornhautödem. Ursache ist eine sterile, nicht-infektiöse Entzündungsreaktion, die zu einem toxischen Schaden von Strukturen des vorderen Augensegmentes führt und eine lange bestehende Hornhautendotheldekompensation verursachen kann. Prof. Dr. Burkhard Wiechens erläutert ätiologische Faktoren, Abgrenzung zur Endophthalmitis und Therapie.

Der Wert des Sehens

Sehfähigkeit und Lebensqualität
Die patientenseitige Beurteilung von Befindlichkeiten und Therapieeffekten durch standardisierte Instrumente erhält in der Medizin eine zunehmende Bedeutung. So genannte „Patient reported outcomes“ (PRO) werden bereits bei der Zulassung und Evaluierung neuer Medikamente verwendet. Die per PROs erfasste Lebensqualität wird inzwischen als klinischer Endpunkt (durch FDA und EMEA) anerkannt, auch wenn es vor dem routinemäßigen Einsatz von PROs noch einige methodische Probleme zu beseitigen gilt. Für ophthalmologische Erkrankungen gibt es derzeit kaum geeignete Instrumente zur Erfassung der Lebensqualität, dabei ist ihr Einfluss in der evidenzbasierten Medizin und in der Gesundheitsökonomie unverkennbar. Auch durch den Patienten selbst wird die Berücksichtigung seiner Lebensqualität in der klinischen Entscheidungsfindung immer deutlicher eingefordert. Ein Beitrag von Dr. Christian Wolfram und Prof. Dr. Norbert Pfeiffer.

Erfahrungsbericht

Eine wahrheitsgemäße Aussage und ihr juristisches Nachspiel…
Nach aktuellen Umfragen in der Bevölkerung genießen Ärzte das höchste Ansehen im Berufsranking. Damit verbunden sind hohe Erwartungen seitens der Patienten in Bezug auf Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit des behandelnden Arztes. Nicht so im Fall der Mutter, die mit ihrem brilletragenden Kind in die Augenarztpraxis kam und anschließend eine Falschaussage einforderte. Ein Bericht von Dr. Georg Eckert.