Aus der aktuellen Ausgabe

Kongress DOG 2009

Kongress DOG 2009

Interview mit Prof. Dr. Peter Wiedemann
Zum 107. DOG-Kongress wird in diesem Jahr vom 24. bis 27. September ausnahmsweise nicht nach Berlin, sondern nach Leipzig geladen. Unter dem Schwerpunktthema „Lebenslang gut sehen – weil Augenärzte forschen, lehren, heilen und helfen“ sollen diagnostische Strategien und therapeutische Konzepte diskutiert werden, die für möglichst viele Menschen ein lebenslanges gutes Sehen ermöglichen. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem diesjährigen DOG-Präsidenten Prof. Dr. Peter Wiedemann.

„Die versprochene Planungssicherheit fehlt weiterhin“

„Die versprochene Planungssicherheit fehlt weiterhin“

Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Die ersten Ergebnisse der Honorarreform stehen fest. Und die Verhandlungen zwischen Ärzten und Krankenkassen über das Honorar und seine Verteilung im Jahr 2010 haben bereits begonnen. Drei gute Gründe für den AUGENSPIEGEL, den Vorsitzenden des Berufsverbands der Augenärzte (BVA) Prof. Dr. Bernd Bertram um ein Interview zu bitten. Der BVA-Chef spricht über eine dürftige Datengrundlage, dringende Not­wendig­­keiten in der Selbstverwaltung und vage politische Aussichten für die zukünftige Entwicklung der Augenheilkunde.

IGeL: Gewinn für alle?

Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung bei Selbstzahlerleistungen
Trägt die zusätzliche Erfolgsvergütung von Mitarbeitern bei Selbstzahler- und IGeL-Leistungen zum Gewinn der Praxis und zum Benefit des Patienten bei oder drohen hierbei auch Fallstricke? Dr. Johannes Bräuning und Dr. Peter Heinz erläutern Umsetzungsmöglichkeiten in der Praxis.

FANCY-Studie: HLA-Matching in der Hornhauttransplantation

Zur Primärprävention von Abstoßungsreaktionen
Nach einer Hornhauttransplantation stellen Abstoßungsreaktionen das postoperative Hauptproblem dar. Eine Vielzahl aussagekräftiger Pilotstudien deutet darauf hin, dass HLA-Matching prinzipiell zur Primärprävention von Abstoßungsreaktionen geeignet ist. Um wissenschaftlich fundierte Antworten auf zentrale Fragen zu erhalten, wurde an der Universitäts-Augenklinik Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Klinische Studien die FANCY-Studie konzipiert. Priv.-Doz. Dr. Daniel Böhringer und Prof. Dr. Thomas Reinhard stellen die Studie vor.

Änderungen der extrazellulären ­Matrix der Kornea bei Diabetes

Eine Reihe von Untersuchungen geben Hinweise auf einen protektiven Einfluss des Diabetes mellitus auf ophthalmologische Erkrankungen wie Keratokonus und Glaukom. An der Asklepios Klinik Nord-Heidberg in Hamburg wurde überprüft, von welchen Diabetes-Parametern die Veränderungen der biomechanischen Hornhauteigenschaften abhängen. Dr. Wiebke Niemeyer, K. Loge, Dr. A. C. Haller, Dr. K. Olivier, Prof. Dr. Dr. Wolfgang Wiegand undDr. Annette Hager fassen die Ergebnisse zusammen.

Interdisziplinäre Netzhautforschung und Gentherapie

Die interdisziplinäre Diskussion gentherapeutischer und molekularbiologischer Ansätze bei retinalen Degenerationen stehen im Mittelpunkt des jährlichen Pro Retina-Forschungskolloquiums, zu dem sich in diesem Jahr mehr als 150 Grundlagenforscher und Kliniker aus ganz Europa und den USA erneut in Potsdam trafen. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Weber, Leiter des Instituts für Humangenetik der Universität Regensburg, und Mitorganisator des 5. Potsdamer Meetings.

Zum 22. Internationalen Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC)

Zum 22. Internationalen Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC)

International und vielfältig
Rund 4.800 Teilnehmer verzeichnete der diesjährige Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) in Nürnberg, darunter Besucher aus rund 50 Ländern und fünf Kontinenten. Damit bestätige sich die zunehmend internationale Bedeutung des deutschen Kongresses, so die zufriedene Bilanz des DOC-Präsidenten Dr. Armin Scharrer zum Auftakt der Tagung, die – neben einem breit gefächterten Angebot an Kursen, Wetlabs und Vorträgen – wie bereits schon im Vorjahr erneut ein gemeinsames Symposium mit dem weltweit größten Augenärzteverband, der American Academy of Ophthalmology (AAO), und der International Society of refractive Surgery (ISRS) als Programmschwerpunkt bot. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Multifokale IOL als IGeL

Patienten mit Multifokallinsen überzeugen
Multifokale Intraokularlinsen zählen zu den modernen IOL, die zunehmenden Einsatz finden. Ein Trend, der sich fortsetzen wird, da der Anspruch, ohne Brille den Alltag zu meistern, für eine wachsende Anzahl Presbyoper an Bedeutung gewinnt. Wichtig für die Zufriedenheit des Patienten ist eine realistische Erwartungshaltung bezüglich des späteren Seheindruckes. Daher kommt dem Aufklärungsgespräch eine besondere Bedeutung zu. Da sie als Sonderlinsen zu den Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) gehören, bedarf es zudem eines gezielten Marketings, um Patienten die erforderlichen Information zu bieten. Ein Beitrag von Dr. Kaweh Schayan-Araghi.

Kapselrupturen bei Kataraktoperation

Wie vermeiden, wie beheben?
Kapselrupturen stellen immer noch mit Abstand die häufigste Komplikation in der Kataraktchirurgie dar. Ihre Beherrschung ist daher ein essentieller Bestandteil im Repertoire jedes Vorderabschnittschirurgen. Hintere Kapsulorhexis, bimanuelle Vitrektomie und die Prävention des Kernverlustes durch moderne mikroinzinionale Operationstechniken bilden dabei die operative Grundlage. Ein Beitrag von Dr. Peter Brauweiler.

IOL-Stärkenprofile in Deutschland

Die Dioptrinstärke von implantierten Intraokularlinsen hat ein breites Spektrum, das sich etwa zwischen minus 10 und plus 40 Dioptrin bewegt. Anhand einer Studie sollte die Verteilung der Dioptrinstärke von Intraokularlinsen an einem Universitätskrankenhaus, in diesem Fall der Universitäts-Augenklinik Köln, wo in den Jahren 2001 und 2002 3.885 Hinterkammerlinsen implantiert wurden, mit denen für ganz Deutschland verglichen werden. Zur Arbeitsgruppe gehörten Priv.-Doz. Dr. Arno Hueber, Prof. Dr. Walter Konen, Priv.-Doz. Dr. Christian P. Jonescu-Cuypers und Prof. Dr. Günter K. Krieglstein. Priv.-Doz. Dr. Arno Hueber fasst die Ergebnisse zusammen, die in weiteren Studien mit Daten für die Verteilung von Refraktionsfehlern, Achsenlängen, Keratometriewerten und anderen Parametern verglichen werden könnten.