Aus der aktuellen Ausgabe

IOL-Stärkenprofile in Deutschland

Die Dioptrinstärke von implantierten Intraokularlinsen hat ein breites Spektrum, das sich etwa zwischen minus 10 und plus 40 Dioptrin bewegt. Anhand einer Studie sollte die Verteilung der Dioptrinstärke von Intraokularlinsen an einem Universitätskrankenhaus, in diesem Fall der Universitäts-Augenklinik Köln, wo in den Jahren 2001 und 2002 3.885 Hinterkammerlinsen implantiert wurden, mit denen für ganz Deutschland verglichen werden. Zur Arbeitsgruppe gehörten Priv.-Doz. Dr. Arno Hueber, Prof. Dr. Walter Konen, Priv.-Doz. Dr. Christian P. Jonescu-Cuypers und Prof. Dr. Günter K. Krieglstein. Priv.-Doz. Dr. Arno Hueber fasst die Ergebnisse zusammen, die in weiteren Studien mit Daten für die Verteilung von Refraktionsfehlern, Achsenlängen, Keratometriewerten und anderen Parametern verglichen werden könnten.

Makula-Update in Köln

Makula-Update in Köln

Verleihung der Junius-Kuhnt-Medaille an Prof. Dr. Reginald Birngruber
Trotz verlängertem Pfingstwochenende und frühsommerlichen Temperaturen fanden sich über 600 Teilnehmer zum Makula-Update im Kölner Expoo XXI ein. Einer der Höhepunkte der zweitägigen Veranstaltung war die Verleihung der diesjährigen Junius-Kuhnt-Medaille an Prof. Dr. Reginald Birngruber. Von Katica Djakovic.

Kontaktlinsen und Trockenes Auge

Kontaktlinsen und Trockenes Auge

Zum BVA-Kontaktlinsenkongress im Kurhaus zu Wiesbaden
Erstmals nach 2006 veranstaltete der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) in diesem Jahr erneut einen Kontaktlinsenkongress im Kurhaus zu Wiesbaden. Die vom BVA-Ressorts „Trockenes Auge“ und „Kontaktlinsen“ organisierte Tagung bot den rund 300 Teilnehmern in 30 Vorträgen und 21 Kontaktlinsenkursen den aktuellen Stand zu Neuentwicklungen von Kontaktlinsen, ihrer Reinigungs- und Desinfektionsmöglichkeiten sowie Forschungsergebnisse und Therapieansätze des Trockenen Auges, das in der Kontaktologie eine große Rolle spielt. Ein Bericht von Dr. Dieter Schnell.

Selektive Lasertrabekuloplastik

Die nicht-thermische Technik der Selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) gilt als praktisch nebenwirkungsfrei und vermeidet die Komplikationen einer medikamentösen Behandlung. Für die frühen Glaukomformen stellt die SLT eine Alternative zur Tropfentherapie dar, für fortgeschrittene Glaukome bietet die SLT eine Option zur zusätzlichen Druckreduktion. Ein Beitrag von Dr. Ulrich-Peter Best, Dr. Harry Domack, Dr. Hans-Joachim Hofstetter und Viktor Schmidt.

Schwere Endotamponaden

Vergleich zur konventionellen Silikonöl-Endotamponade und eigene klinische Erfahrungen
Im Gegensatz zur Verwendung von Polydimethylsiloxan (PDMS) bei der Netzhautchirurgie, auch als „konventionelles Silikonöl“ bezeichnet, hat sich die Endotamponade mit schwerem Silikonöl bisher nur zögernd durchgesetzt. Prof. Dr. Katrin Engelmann diskutiert die Vor- und Nachteil dieser Tamponade im Vergleich zur konventionellen Silikonöl-Endotamponade und stellt eigene klinische Erfahrung mit einem Gemisch von PDMS mit Perfluorhexyloktan (F6H8) vor.

Kongress DOC 2009

Kongress DOC 2009

Interview mit Dr. Armin Scharrer
Vom 18. bis 21. Juni tagt der 22. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) im Messezentrum in Nürnberg. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DOC-Präsidenten Dr. Armin Scharrer über die diesjährige Tagung.

„Wir leben in turbulenten Zeiten“

„Wir leben in turbulenten Zeiten“

Auch im Mai haben Augenärzte erneut gegen die Honorarreform protestiert, zuletzt bei der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im Vorfeld des Deutschen Ärztetags in Mainz. Derweil wird die Honorarreform stetig weiterentwickelt. Ab Juli kommen wieder Neuerungen. Und wie es im nächsten Jahr weitergeht, weiß derzeit noch keiner so genau. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Augenarzt Dr. Uwe Kraffel, der als KV-Vertreter an den Verhandlungen des Bewertungsausschusses beteiligt ist, über die Neuordnung der Honorarverteilung, ihre Fallstricke und Chancen für die Augenärzte.

Die lichtadjustierbare Linse (LAL)

Klinische Erfahrungen und erste Studienergebnisse
Die lichtadjustierbare Linse (LAL) kann postoperativ durch Beleuchtung mit UV-Licht der Wellenlänge 365 nm ihre Form und ihren Brechwert modifizieren. Sie ermöglicht eine nichtinvasive und präzise postoperative Anpassung der Linsenstärke. Damit können nach Kataraktchirurgie verbleibende sphärische und astigmatische Refraktionsfehler korrigiert werden, um Emmetropie oder eine bestimmte Refraktion zu erreichen. Dr. Fritz Hengerer und Prof. Dr. Burkhard Dick  berichten über ihre klinischen Erfahrungen und stellen erste Studienergebnisse der Universitäts-Augenklinik Bochum vor.

Ablationsprofil – Mythos und Realität

Die Wellenfront-Technologie ermöglicht eine sehr präzise Messung der Brechkraft des Auges: An mehr als 250 verschiedenen Punkten werden die individuellen Merkmale des Auges gemessen und erlauben damit eine personenbezogene individualisierte Behandlung. Inzwischen stehen verschiedene Ablationsprofile zur Verfügung und machen umfassende präoperative Untersuchungen durch den refraktiven Chirurgen erforderlich. Die Bestimmung des angemessenen Ablationsprofils erörtert Prof. Dr. Dr. Theo Seiler.

UV-Riboflavin Crosslinking und ­korneale Ringsegmente

Eine neue Perspektive für Keratokonuspatienten?
Bei etwa 20 Prozent aller Keratokonuspatienten schreitet die Erkrankung soweit fort, dass aufgrund von Vernarbungen und zunehmender Irregularität die optische Korrektur mit Brille oder Kontaktlinse nicht mehr möglich ist und eine Keratoplastik durchgeführt werden muss. Theoretisch ergibt sich durch die Kombination zweier Verfahren – des Vernetzungsverfahrens Corneal Collagen Crosslinking (CXL) mit kornealen Ringsegmenten – die Möglichkeit, sowohl die Progression des Keratokonus zu stoppen als auch den Astigmatismus zu korrigieren. So kann nicht nur die Keratoplastik verschoben oder sogar vermieden werden, sondern auch die Sehleistung der betroffenen Patienten verbessert werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Thomas Kohnen und Oliver K. Klaproth.