Aus der aktuellen Ausgabe

DOC: Zum 21. Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen

DOC: Zum 21. Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen

Trends und Perspektiven in der Augenchirurgie
EM-Fieber und Sonnenschein begleiteten die 21. Tagung der Deutschen Ophthalmochirurgen, zu der sich im Juni rund 4.800 Teilnehmer in Nürnberg eingefunden hatten. Die zweisprachigen Hauptvorträge zu allen Bereichen der Ophthalmochirurgie sowie das gemeinsame Symposium mit den internationalen Gesellschaften AAO und ISRS stellten den Schwerpunkt des vielfältigen Programms, das Trends in der Kataraktchirurgie, Innovationen in der Glaukom- und Netzhautchirurgie, aber auch Aspekte der Anti-VEGF-Therapie zur kritischen Erörterung anbot. Auch in diesem Jahr fand der Austausch zu den gegenwärtigen Entwicklungen und die kontroverse Diskussion von Bewährtem und Innovativen in den großzügigen und lichtdurchfluteten Räumlichkeiten des CCN statt. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Effizienzoptimierte Mikrophakoemulsifikation

Theoretische Betrachtungen und jüngste Entwicklungen
Das Bestreben zur weiteren Reduktion der für die Kataraktentfernung benötigten Inzisionweite hat zur Entwicklung von Phakospitzen geführt, die trotz des verringerten Kalibers eine mit den Standardspitzen vergleichbare Emulsifikationsleistung liefern sollen. Prof. Dr. Rupert M. Menapace erläutert die jüngsten Entwicklungen der koaxialen Mikrophakoemulsifikation und ihre Auswirkung auf Inzisionsweite, Emulsifikationseffizienz und Kammerstabilität.

Iterative Berechnung von Ablationsprofilen in der Refraktiven Chirurgie

Optische Kalkulationen zeigen, dass selbst nach wellenfrontgeführten Behandlungen und nach IOL-Implantationen Restaberrationen zurückbleiben oder gar zusätzliche Aberrationen erzeugt werden. Diese entstehen durch die Tatsache, dass das Auge ein Mehrlinsensystem darstellt, welches bei der Berechnung des Ablationsprofils oder der Linsenberechnung nicht berücksichtigt wird. Am Institut für Refraktive- und Ophthalmo-Chirurgie (IROC) in Zürich wurde die Bedeutung individualisierter Augenmodelle für die Berechnung von Ablationsprofilen und von Intraokularlinsen analysiert. Dr. Hans Peter Iseli, Dr. Michael Bueeler, Prof. Dr. Dr. Theo Seiler und Prof. Dr. Michael Mrochen stellen diese neue Methode vor.

Genetische Faktoren und degenerative Netzhauterkrankungen

Genetische Faktoren und degenerative Netzhauterkrankungen

AMD: Variationen in zwei Genen erklären mehr als die Hälfte aller Fälle
Die hereditären Makuladegenerationen stellen eine heterogene Gruppe von Erkrankungen des zentralen Netzhautbereiches dar. Die molekulare Basis der degenerativen Veränderungen der zentralen Netzhaut sind jedoch weitgehend unbekannt. Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Weber vom Institut für Humangenetik der Universität Regensburg, forscht seit Jahren zu den genetischen Ursachen hereditärer Netzhauterkrankungen. Barabra Ritzert sprach mit ihm über neue Erkenntnisse zu genetischen Faktoren im Bereich der degenerativen Netzhauterkrankungen.

Aktuelle Therapie des Trockenen Auges in der Praxis

Die Grundlage in der Siccatherapie ist die Substitution, durch die mit einer Verbesserung der Benetzung auch eine Verbesserung des Epithels und damit indirekt eine Reduktion der Entzündung erreicht wird. Es gibt nicht ein Präparat, dass das Beste für alle Patienten ist, sondern das optimale Präparat muss individuell ausgetestet werden. Prof. Dr. Hans H. Stolze stellt verschiedene Tränenersatzmedikamente vor, die sich durch ihr Verdickungsmittel, Konservierungsmittel und eventuelle Zusatzstoffe und Lipide unterscheiden.

Spontanheilung bei fovealer Pseudozyste nach hinterer Glaskörperabhebung

Bei der Entstehung eines Makulaforamens spielt die Bildung einer fovealen Pseudozyste eine wichtige Rolle. Dr. Ansgar Neußer stellt einen Fall aus der Helios-Augenklinik Wuppertal vor, bei dem sich sechs Monate nach Erstvorstellung keine Pseudozyste mehr nachweisen ließ und somit eine chirurgische Intervention nicht mehr erforderlich war.

Kongress DOC 2008

Kongress DOC 2008

Interview mit Dr. Armin Scharrer
Vom 12. Juni bis 15. Juni 2008 findet der 21. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) im Messezentrum Nürnberg statt. Rund 4.700 Teilnehmer aus 56 Ländern konnte die Tagung der Ophthalmochirurgen im letzten Jahr zu ihrer 20. Jubiläumsveranstaltung begrüßen und versteht sich damit als inzwischen größter augenchirurgischer Kongress in Europa. Innovative Entwicklungen und Fachaustauch stehen auch in diesem Jahr wieder im Mittelpunkt des umfassenden Programmangebotes, das nicht nur zu Vorträgen, Kursen und Wetlabs lädt, sondern auch kontroverse Diskussionen anstoßen möchte. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DOC-Präsidenten Dr. Armin Scharrer über die diesjährige Tagung.

Zum 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium

Zum 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium

Neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie von Netzhauterkrankungen
Beim 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium trafen sich rund 150 führende Wissenschaftler und Mediziner aus Deutschland, Europa und den USA Ende März im Templiner Seehotel bei Potsdam. Ziel des Kolloquiums ist vor allem der Austausch zwischen Klinikern und Grundlagenforschern, um bei bislang oft gar nicht oder nur schwer behandelbaren Netzhauterkrankungen neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Priv.-Doz. Dr. Hendrik P.N. Scholl, Dr. Steffen Schmitz-Valckenberg, Dr. Peter Charbel Issa und Prof. Dr. Frank G. Holz berichten über das diesjährige Treffen.

MVZ – Fluch oder Segen?

MVZ – Fluch oder Segen?

Vier Jahre nach ihrer Einführung im Gesundheitsmodernisierungsgesetz sorgen Medizinische Versorgungszentren (MVZ) für immer heftigere Debatten. Augenärzte sind geteilter Meinung über Nutzen und Gefahr von MVZ. Angela Mißlbeck gibt einen Überblick über die Entwicklung der MVZ und befragte jeweils einen Befürworter und einen Gegner zu ihren persönlichen Erfahrungen.