Aus der aktuellen Ausgabe

IntraCOR: Intrastromale Presbyopiekorrektur mit Femtosekundenlaser

Erste Studienergebnisse der neuen intraCOR-Methode
Mit der so genannten intraCOR-Methode liegt ein neues Verfahren zur Presbyopiebehandlung vor, das seit Juli 2008 erstmals in Europa in einer multizentrischen, prospektiven Studie angewandt und detailliert untersucht wird. Die ersten Behandlungen erfolgten im Rahmen der Studie an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg. Priv. Doz. Dr. Mike P. Holzer, Dipl.-Ing. (FH) Annett Mannsfeld, Dipl.-Ing. (FH) Angela Ehmer und Prof. Dr. Gerd U. Auffarth erläutern das Verfahren und die Studienergebnisse.

FLEx: Neues Laserverfahren zur Myopiekorrektur

Erste Anwendungsergebnisse der Femtosekunden-Lentikel-Extraktion (FLEx)
Die so genannte Femtosekunden-Lentikel-Extraktion (FLEx) ist ein neues Verfahren, bei dem der refraktive Eingriff ausschließlich mit dem Femtosekundenlaser durchgeführt wird. Nach einer ganzen Reihe von Versuchen sowohl im Labor als auch an Tieren sowie Erstbehandlungen an blinden Augen liegen mittlerweile von über 100 Augen die Sechsmonatsergebnisse des neuen Verfahrens vor. Priv.-Doz. Dr. Marcus Blum und Prof. Dr. Walter Sekundo stellen die Ergebnisse der klinischen Studie vor.

Die Julius-Hirschberg-Gesellschaft tagte in Salzburg (Teil 1)

Die Julius-Hirschberg-Gesellschaft tagte in Salzburg (Teil 1)

Von Mozart über Paracelsus
Für die XXII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft im Oktober hatte man sich einen besonders geschichtsträchtigen Ort ausgesucht. Salzburg ist mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Berühmtheiten auf der ganzen Welt bekannt: es ist die Geburtstadt von Mozart, die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und die Salzburger Festspiele genießen internationales Ansehen. Doch auch medizinhistorisch hat Salzburg einiges zu bieten: Paracelsus lebte zeitweise hier und ist auf dem Salzburger Sebastiansfriedhof begraben, der Augenarzt Hubert Sattler wurde in Salzburg geboren und auch das Augenärzteehepaar Kerschbaumer praktizierte eine Zeit lang in der Stadt. Ein Bericht von Dr. Sibylle Scholtz.

Nanophthalmisches uveales Effusionssyndrom

Neue Therapiealternative mit intravitrealem Triamcinolon
Das uveale Effusionssyndrom bei Nanophthalmus ist eine seltene Erkrankung, führt aber bei den betroffenen Patienten zu einer hochgradigen Visusminderung. Auslösend können sowohl entzündliche Prozesse als auch vaskuläre Erkrankungen wie arteriovenöse Fisteln oder anormal verdickte Skleren sein. Neben der Behandlung mit Steroiden stehen bisher verschiedene aufwändige experimentelle operative Verfahren zur Verfügung. Über eine neue Therapiealternative mit intravitrealem Triamcinolon berichten Dr. Florian Rüfer und Prof. Dr. Johann Roider.

Non-Hodgkin-Lymphom mit Augenbeteiligung

Das okulozerebrale Non-Hodgkin-Lymphom befällt primär Gehirn, Leptomeningen, Rückenmark und Auge. Die Manifestation am Auge ist anfangs vielfältig und kann uncharakteristisch sein, weshalb eine Diagnosestellung oft erst spät erfolgt oder als Uveitis verkannt wird. Eva Glaser, Dr. Claudia Zorn, Prof. Dr. Ines Lanzl, Dr. Mathias Maier, Dr. Christian Mayer und Prof. Dr. Dr. Chris Patrick Lohmann berichten über drei Patientenfälle, die mit unterschiedlichen Symptomen an der Augenklinik rechts der Isar vorstellig wurden.

Neue Studienergebnisse zu Blaulichtfilter-IOL

Diskussion und aktuelle Ergebnisse einer neuen Untersuchung
Die Implantation von Blaulichtfilterlinsen wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Die Frage, ob die natürliche Linse so wesentlich am Schutz der Netzhaut vor UV-Strahlung beteiligt ist beziehungsweise ob irreversible retinale Schäden, die angeblich durch Sonnenlicht induziert werden, durch die Implantation von so genannten Blaulichtfilter-Intraokularlinsen verhindert werden können, kann bislang nicht eindeutig beantwortet werden. Dr. Andreas F. Borkenstein und Prof. Dr. David J. Apple haben aus der weltweit größten Datenbank von „Augenbulbi-Sammlungen“ (mit mehr als 16.000 Augen) über 4.000 Autopsieaugen, die Standard-IOLs ohne Blaufilter enthielten, in Bezug auf AMD-Entstehung sowie Melanominzidenz untersucht und fassen ihre Studienergebnisse zusammen.

Glaukom-Frühdiagnose mit neuen elektrophysiologischen Ansätzen

Verbesserte Früherkennung durch Biomarker
Das Ziel neuer diagnostischer Verfahren zur Früherkennung von Glaukomen ist mit der Perspektive verbunden, bei Patienten mit präperimetrischem Glaukom noch vor der Manifestation eines glaukomatösen Schadens therapeutisch eingreifen zu können. Das Pattern-ERG (ERG – Elektroretinogramm) ist aufgrund der direkten Stimulation retinaler Ganglienzellen eine vielversprechende Methode zur Früherkennung. Dr. Charlotte M. Poloschek und Prof. Dr. Michael Bach erläutern die neuen elektrophysiologischen Methoden und zeigen Perspektiven in der Anwendung auf.

Mykotische KL-assoziierte Keratitis

Mykotische KL-assoziierte Keratitis

Ein 23-jähriger Kontaktlinsenträger stellte sich mit einem Hornhautulkus beim Augenarzt vor. Trotz lokaler und systemischer Antibiotikatherapie breitet sich das Ulkus aus und führt schließlich zur Ulkusperforation, mit der er an die Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf überwiesen wurde. Dr. Riad Khaireddin, Prof. Dr. Gisbert Richard und Dr. Thomas Lischka berichten über den Fall.

Zur Tandem-Tour 2008 der Pro Retina e.V. nach Rom

Zur Tandem-Tour 2008 der Pro Retina e.V. nach Rom

„Benedetto, wir kommen!“
Um europaweit auf die Problemstellungen für sehbehinderte und blinde Menschen aufmerksam zu machen, veranstaltete die Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegeneration Pro Retina Deutschland e.V. bereits zum zehnten Mal eine Tandem-Tour: Mit Tandem-Rädern begaben sich rund 60 blinde, sehbehinderte und sehende Fahrer Mitte September in Mainz gemeinsam auf die Reise und erreichten zehn Tage und 1.500 Kilometer später Rom. Die diesjährige Jubiläumsfahrt endete mit einer Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI., bei der Vertreter der Pro Retina eine AMD-Patientencharta überreichten. Ute Palm fasst die Eindrücke zusammen.

Brillenglasberatung und -bestimmung als Selbstzahlerleistung

Ein Erfahrungsbericht zu Kosten und Nutzen für Patient und Arzt
Für GKV-Versicherte ab dem Alter von 18 Jahren ist – von wenigen definierten Ausnahmen abgesehen – durch das am 1. Januar 2004 in Kraft getretene Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) sowohl die Brillenglasbestimmung als auch die gefertigte Brille keine Leistung der GKV mehr. Die Bestimmungen zu diesem Thema widersprechen zum Teil inhaltlich einander und werden darüber hinaus auch nicht einheitlich ausgelegt, so dass die Brillenglasbestimmung unterschiedlich gehandhabt wird. Dr. Udo Hennighausen berichtet über seine Erfahrung mit der Brillenglasbestimmung als Selbstzahlerleistung und erläutert Kosten und Nutzen sowohl für den Patienten als auch den Arzt.