Aus der aktuellen Ausgabe

Femto-Lentotomie: die Zukunft der Presbyopiekorrektur?

Veränderungen der Linsenelastizität durch Behandlung mit hochrepetierendem Femtosekundenlaser
Als einer der Gründe für Presbyopieentwicklung gilt die fortschreitende Sklerosierung der Linse. Ein mögliches Konzept zur Wiederherstellung beziehungsweise Erhöhung der Linsenelastizität ist die Behandlung des Linsenmaterials mit dem Femtosekundenlaser zur Erzeugung von Schnittebenen, die so genannte Femto-Lentotomie. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe um Dr. Georg Gerten, Silvia Schumacher, Michael Fromm, Prof. Dr. Holger Lubatschowski, Dr. Uwe Oberheide und Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Alfred Wegener stellt ihr Forschungsprojekt und die ersten Untersuchungsergebnisse vor.

IntraCOR: Intrastromale Presbyopiekorrektur mit Femtosekundenlaser

Erste Studienergebnisse der neuen intraCOR-Methode
Mit der so genannten intraCOR-Methode liegt ein neues Verfahren zur Presbyopiebehandlung vor, das seit Juli 2008 erstmals in Europa in einer multizentrischen, prospektiven Studie angewandt und detailliert untersucht wird. Die ersten Behandlungen erfolgten im Rahmen der Studie an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg. Priv. Doz. Dr. Mike P. Holzer, Dipl.-Ing. (FH) Annett Mannsfeld, Dipl.-Ing. (FH) Angela Ehmer und Prof. Dr. Gerd U. Auffarth erläutern das Verfahren und die Studienergebnisse.

FLEx: Neues Laserverfahren zur Myopiekorrektur

Erste Anwendungsergebnisse der Femtosekunden-Lentikel-Extraktion (FLEx)
Die so genannte Femtosekunden-Lentikel-Extraktion (FLEx) ist ein neues Verfahren, bei dem der refraktive Eingriff ausschließlich mit dem Femtosekundenlaser durchgeführt wird. Nach einer ganzen Reihe von Versuchen sowohl im Labor als auch an Tieren sowie Erstbehandlungen an blinden Augen liegen mittlerweile von über 100 Augen die Sechsmonatsergebnisse des neuen Verfahrens vor. Priv.-Doz. Dr. Marcus Blum und Prof. Dr. Walter Sekundo stellen die Ergebnisse der klinischen Studie vor.

Die Julius-Hirschberg-Gesellschaft tagte in Salzburg (Teil 1)

Die Julius-Hirschberg-Gesellschaft tagte in Salzburg (Teil 1)

Von Mozart über Paracelsus
Für die XXII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft im Oktober hatte man sich einen besonders geschichtsträchtigen Ort ausgesucht. Salzburg ist mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Berühmtheiten auf der ganzen Welt bekannt: es ist die Geburtstadt von Mozart, die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und die Salzburger Festspiele genießen internationales Ansehen. Doch auch medizinhistorisch hat Salzburg einiges zu bieten: Paracelsus lebte zeitweise hier und ist auf dem Salzburger Sebastiansfriedhof begraben, der Augenarzt Hubert Sattler wurde in Salzburg geboren und auch das Augenärzteehepaar Kerschbaumer praktizierte eine Zeit lang in der Stadt. Ein Bericht von Dr. Sibylle Scholtz.

Nanophthalmisches uveales Effusionssyndrom

Neue Therapiealternative mit intravitrealem Triamcinolon
Das uveale Effusionssyndrom bei Nanophthalmus ist eine seltene Erkrankung, führt aber bei den betroffenen Patienten zu einer hochgradigen Visusminderung. Auslösend können sowohl entzündliche Prozesse als auch vaskuläre Erkrankungen wie arteriovenöse Fisteln oder anormal verdickte Skleren sein. Neben der Behandlung mit Steroiden stehen bisher verschiedene aufwändige experimentelle operative Verfahren zur Verfügung. Über eine neue Therapiealternative mit intravitrealem Triamcinolon berichten Dr. Florian Rüfer und Prof. Dr. Johann Roider.

Non-Hodgkin-Lymphom mit Augenbeteiligung

Das okulozerebrale Non-Hodgkin-Lymphom befällt primär Gehirn, Leptomeningen, Rückenmark und Auge. Die Manifestation am Auge ist anfangs vielfältig und kann uncharakteristisch sein, weshalb eine Diagnosestellung oft erst spät erfolgt oder als Uveitis verkannt wird. Eva Glaser, Dr. Claudia Zorn, Prof. Dr. Ines Lanzl, Dr. Mathias Maier, Dr. Christian Mayer und Prof. Dr. Dr. Chris Patrick Lohmann berichten über drei Patientenfälle, die mit unterschiedlichen Symptomen an der Augenklinik rechts der Isar vorstellig wurden.

DOG: Zum 106. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft

DOG: Zum 106. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft

Forschen, fördern, fordern
Das Thema des diesjährigen DOG-Kongresses lautete „Perspektiven der Augenheilkunde – Innovationen für mehr Lebensqualität“ und in der Tat wurden vielfältige Perspektiven aufgegriffen und diskutiert: Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs durch mögliche Karriereaussichten in der Hochschulmedizin, für weibliche Lebensentwürfe durch die Vereinbarkeit von Forschung und Familie, für Patienten durch die Verbesserung von Lebensqualität bei bestehender Erkrankung sowie Perspektiven durch die vielfältigen Entwicklungen und Fortschritte in Diagnostik und Therapie. Deutlich gemacht wurde aber auch: Es bedarf einer verstärkten Forschungsförderung, der Forderung nach zusätzlichen Mitteln für die Augenheilkunde und der Einbindung des Patienten, der in seiner Eigenverantwortlichkeit gefordert ist. Überraschend neu: die DOG regte nicht nur zur Diskussion an, sondern wartete mit vielen ersten Umsetzungsschritten auf. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Pseudoexfoliations-Glaukom (PEX)

Genetische Risikofaktoren, Diagnostik und therapeutische Aspekte
Das Pseudoexfoliations-Glaukom (PEX) ist die mit Abstand wichtigste und häufigste Form der Sekundärglaukome, die etwa 25 Prozent aller Offenwinkelglaukome weltweit ausmacht, etwa 40 bis 50 Prozent der operativ behandelten Glaukompatienten betrifft und die gegenwärtig die häufigste erkennbare Glaukomursache überhaupt darstellt. Prof. Dr. Ursula Schlötzer-Schrehardt und Prof. Dr. Gottfried O. H. Naumann erläutern genetische Risikofaktoren, Diagnostik und therapeutische Aspekte.

Glaukom-Frühdiagnose mit neuen elektrophysiologischen Ansätzen

Verbesserte Früherkennung durch Biomarker
Das Ziel neuer diagnostischer Verfahren zur Früherkennung von Glaukomen ist mit der Perspektive verbunden, bei Patienten mit präperimetrischem Glaukom noch vor der Manifestation eines glaukomatösen Schadens therapeutisch eingreifen zu können. Das Pattern-ERG (ERG – Elektroretinogramm) ist aufgrund der direkten Stimulation retinaler Ganglienzellen eine vielversprechende Methode zur Früherkennung. Dr. Charlotte M. Poloschek und Prof. Dr. Michael Bach erläutern die neuen elektrophysiologischen Methoden und zeigen Perspektiven in der Anwendung auf.