Aus der aktuellen Ausgabe

Weiche hydrophile Kontaktlinsen als Therapeutikum

Kontaktlinsen dienen nicht nur als Sehhilfe zum Ausgleich einer Fehlsichtigkeit, sie sind auch ein wertvolles Therapeutikum bei der Behandlung zahlreicher akuter und chronischer Erkrankungen des Auges. Gerade weiche hydrophile Austauschlinsen haben sich als durchsichtiger Verband, Korsage und zugleich als Medikamentenspeicher bewährt. Dr. Hans-Walter Roth und Dr. Alice Nietgen geben einen Überblick zu therapeutischen Indikationen und Anpassungskriterien.

Kontaktlinsen für die Generation 42plus

Zur Anpassung von Multifokallinsen
Im Gegensatz zu herkömmlichen Kontaktlinsen, mit denen nur das Sehen in der Ferne oder Nähe korrigiert werden kann, bieten Multifokallinsen die Möglichkeit des Sehens in unterschiedlichen Entfernungen. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung werden diese Linsen für die so genannten jungen Alten zunehmend zum Einsatz kommen. Dr. Dorothea Kuhn erläutert die Multifokallinsenanpassung für die Generation 42plus.

Antiangiogene Therapie beim Neovaskularisationsglaukom

Ergebnisse nach intrakameraler und intravitrealer Bevacizumabinjektion
In der Pathogenese des Neovaskularisationsglaukoms spielen angiogene Wachstumsfaktoren eine wesentliche Rolle. Nach dem erfolgreichen Einsatz von Anti-VEGF-Wirkstoffen zur Therapie der AMD wurde deren Einsatz auch bei anderen Erkrankungen vorgeschlagen wie etwa dem Neovaskularisationsglaukom. Dr. Thomas F. Büchner, Dr. Christine Schulze und Prof. Dr. Burkhard Wiechens stellen Ergebnisse einer Therapie mit intrakameralen und intravitrealen Bevacizumabinjektionen vor.

Patientenzufriedenheit nach Mix & Match

Multifokale Intraokularlinsen (MIOL) stellen die einzige Option für diejenigen Patienten dar, die nach einer Kataraktoperation von jedweder Brille unabhängig sein wollen. Beim Mix & Match wird eine Linse mit guten Eigenschaften für die Ferne und in das ferndominante Auge implantiert und eine Linse mit optimalen Leseeigenschaften in das andere. Priv.-Doz. Dr. Werner W. Hütz erläutert die Bedeutung der Patientenaufklärung für die Zufriedenheit mit dem neuen Seheindruck.

Tauchen mit Schwimmbrillen

Aktuelle Untersuchungsergebnisse zur möglichen Gefährdung der Augen
Zur Verhinderung eines Barotraumas warnte die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im Jahre 2005 davor, mit Schwimmbrille nicht tiefer als 60 cm zu tauchen. In der Folge konnten viele Kinder und Jugendliche nicht am Schwimmunterricht im Schulsport und in Schwimmvereinen teilnehmen, wenn Strecken- oder Tieftauchen auf zwei bis drei Meter auf dem Plan standen. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe beschloss nach Absprache mit der DLRG, durch Tauchversuche die Gefährdungsgrenze für die Augen beim Tauchen mit Schwimmbrillen auszuloten. Dr. Dieter Schnell stellt die Untersuchungsergebnisse vor.

Interferon-assoziierte Retinopathie

Ein 57-jähriger Patient stellte sich an der Univ.-Augenklinik Hannover mit einer seit drei Wochen bestehenden Sehverschlechterung an beiden Augen vor. Funduskopisch zeigte sich an beiden Augen das klinische Bild einer Retinopathie mit ischämischen Charakter. Dr. Sebastian Weiß, Dr. Inez Brunotte, Prof. Dr. Rolf Winter und Dr. Michael Meyer erläutern den Fall, bei dem sich eine Interferon-assoziierte Retinopathie vorfand.

Einkommensteuerliche Vergünstigungen

Bei Veräußerung oder Aufgabe einer Augenarzt-Praxis 2008
Der bei Veräußerung oder Aufgabe einer Augenarzt-Praxis entstehende Buchgewinn unterliegt der Einkommensbesteuerung (§ 16 EStG). Das ist für den Praxisinhaber, insbesondere wenn er seine Praxis aus Altersgründen nicht mehr weiterführen kann oder will, ein Kostenfaktor, den er häufig nicht in Rechnung stellt und der ihn insofern unvorbereitet trifft. Mangelnde Vorsorge für diesen Fall bringt nicht selten erhebliche Probleme für die Betroffenen mit sich. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans-L. Dornbusch gibt einige Beispiele samt Verweisen auf Rechtsgrundlagen zur einkommensteuerlichen Vergünstigungen bei Veräußerung oder Aufgabe einer Augenarzt-Praxis.

Zur ambulanten Intraokularchirurgie

Umfrageergebnisse von BDOC, BVA und DGII veröffentlicht
Jedes Jahr werden von der DGII in Zusammenarbeit mit dem BVA und BDOC Fragebögen an alle deutschsprachigen Ophthalmochirurgen zum Operationsverhalten versandt und von der Autorengruppe Prof. Dr. M. Wenzel, Prof. Dr. D. Pham, Dr. A. Scharrer, Dr. K. Schayan, Dr. J. Klasen ausgewertet und vorgestellt. Die Umfrageergebnisse des letzten Jahres sind nun auf der DGII-Homepage abrufbar. Einige Ergebnisse werden hier vorgestellt.

Aderhautmelanom

Verdachtsdiagnose: Glaukomanfall – Befund: Aderhautmelanom
Die Diagnose eines Glaukomanfalls ist meistens eindeutig. Allerdings gibt es ein paar Kriterien, die man bei der klinischen Untersuchung unbedingt beachten sollte, um nicht zu falschen therapeutischen Schlussfolgerungen zu gelangen. Prof. Dr. Karin U. Löffler beschreibt den Fall eines 81-jährigen Patienten, der mit der Verdachtsdiagnose Glaukomanfall vorsprach, bei dem sich in der Ultraschalluntersuchung jedoch ein großer intraokularer Tumor vorfand.

Neue Methode zur Präzisionsbestrahlung uvealer Melanome

Zur bildgeführten, computergesteuerten Cyber-Knife-Radiochirurgie
Zur Behandlung von Aderhautmelanomen haben sich in den letzten Jahren Verfahren etabliert, die die primäre Enukleation in den meisten Fällen ersetzen können. Die Bestrahlung mit dem so genannten Cyber-Knife ist eine neue, rahmenlose radiochirurgische Methode, die ambulant an der Augenklinik der Ludwig-Maximilians Universität in München zusammen mit dem europäischen Cyber-Knife-Zentrum München-Großhadern durchgeführt wird. Priv. Doz. Dr. Ulrich C. Schaller, Martin M. Nentwich, Priv.-Doz. Dr. Alexander Muacevic, Priv.-Doz. Dr. Berndt Wowra, Dipl.-Phys. Sibylle Staerk und Prof. Dr. Anselm Kampik stellen das neue Therapieverfahren vor.