Aus der aktuellen Ausgabe

Neue Multifokallinse zur kombinierten Refraktionskorrektur

Zur Korrektur einer hohen Myopie, Hyperopie oder Presbyopie in Verbindung mit einem Hornhautastigmatismus stand bisher eine Kombination aus Linsen- und Hornhautchirurgie im Sinne von Bioptics zur Verfügung. Erstmalig ist nun seit Sommer 2007 eine diffraktive Multifokallinse als torisches Modell zur Korrektur der kombiniert vorliegenden Refraktionsfehler erhältlich. Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld, Leonie Friederici und Dr. Necip Torun stellen die ersten Ergebnisse vor.

LASIK und NASA

Femto-LASIK erstmals für Astronauten zugelassen
Bisher führte eine Fehlsichtigkeit von Piloten der US Navy und der US Airforce als auch von Astronauten nahezu immer zur Untauglichkeit. Unter der Leitung des Ophthalmochirurgen Dr. Steve Schallhorn, selbst ehemaliger Jetpilot, wurden zahlreiche Studien über PRK und LASIK durchgeführt. Diese Studien bildeten unter anderem die Grundlage für die Entscheidung der NASA im September 2007, die moderne LASIK auch für Astronauten zuzulassen. Prof. Dr. Michael C. Knorz beschreibt einige der maßgeblichen Studien, die zu einer Anerkennung führten.

Zur 9. gemeinsamen AAD-Tagung von BVA und DOG in Düsseldorf

Zur 9. gemeinsamen AAD-Tagung von BVA und DOG in Düsseldorf

Aktuelle Entwicklungen – zukünftige Strukturen
Aktuelle Entwicklungen in der Augenheilkunde – so lautete das diesjährige Hauptthema unter dem die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) zu einem gefühlten Frühlingsbeginn Anfang März in Düsseldorf tagte. Zum gewohnt breit gefächerten fünftägigen Fortbildungsprogramm in Form von Vorlesungen, Seminaren und Symposien fanden sich auch Kursangebote, die aktuelle berufspolitische Aspekte aufgriffen und gegenwärtig drängende Fragen niedergelassener Augenärzte widerspiegelten: So standen Möglichkeiten von Kooperationsformen ebenso auf dem Programm wie Fragen zur Zulassungsrückgabe und eine Diskussion mit KBV-Chef Dr. Andreas Köhler zur zukünftigen Struktur augenärztlicher Versorgung. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Patientenveranstaltungen zur AAD

Auch in diesem Jahr fanden zwei Patientenveranstaltungen vom BVA in Zusammenarbeit mit dem Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung sowie der Pro Retina statt. Namhafte Referenten boten Patienten und Angehörigen fundierte Aufklärung zu den entsprechenden Krankheitsbildern. Ute Palm und Dr. Ronald D. Gerste, Vertreter der beiden Patientenorganisationen, geben einen kurzen Bericht zur jeweiligen Veranstaltung.

Vom Taunus in den Vorharz

Vom Taunus in den Vorharz

Bis Ende Januar dieses Jahres gab es im 28.000 Einwohner zählenden Aschersleben lediglich eine einzige Augenärztin für Kassenpatienten. Der Augenarzt Dr. Detlev Hoffmann aus Frankfurt wurde auf eine bundesweite Ausschreibung der KV Sachsen-Anhalt aufmerksam und entschloss sich zu einem Wechsel in den Osten.

Benetzungsprobleme bei endokriner Orbitopathie

Das klinische Bild der endokrinen Orbitopathie ist geprägt von einem typischen Symptomenkomplex, bei dem die Oberlidretraktion und der Exophthalmus im Vordergrund stehen. Bei mehr als der Hälfte der Patienten mit aktiver endokriner Orbitopathie bestehen Hornhautbenetzungsstörungen. Dr. Ina Sterker zeigt Ursachen für die Benetzungsstörungen auf und gibt einen Überblick über Behandlungsoptionen.

Das okuläre Surfactantsystem

Bedeutung von Surfactantproteinen in der Pathogenese des Sicca-Syndroms
Zu den derzeit bekannten Bestandteilen der Tränenflüssigkeit konnte erstmals in verschiedenen Geweben des Auges und des Nasolakrimalen Systems die Existenz von Surfactant assoziierten Proteinen nachgewiesen werden. Störungen in der Regulation und Expression dieser Surfactantproteine könnten zu erheblichen Beeinträchtigungen des komplexen Abwehr- und Schutzmechanismus des Auges führen und unter anderem einen Auslöser der Keratoconjunctivitis sicca darstellen. Dr. Lars Bräuer stellt Indizien für die Bedeutung der Surfactantproteine in der Pathogenese des Sicca-Syndroms vor.

Epiphora: Diagnostik und Behandlung

Zur Behandlung der Erkrankungen im Bereich der ableitenden Tränenwege gibt es seit vielen Jahren viel versprechende Ansätze und neue Erkenntnisse. Dem Epiphora (Tränenträufeln) geplagten Patienten steht eine umfassende Palette teils etablierter, teils neu entwickelter Therapieoptionen zur Auswahl. Dr. Marc Lüchtenberg und Prof. Dr. Joachim Berkefeld beschreiben diagnostische Verfahren und geben einen Überblick über Therapiekonzepte der Epiphora.

Makulatranslokation im Zeitalter von Anti-VEGF

Die therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung der feuchten Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) haben sich durch die Einführung der intravitrealen Anti-VEGF-Therapie entscheidend verbessert. Sowohl die photodynamische Therapie (PDT) als auch die Makulatranslokation sind seither in den Hintergrund getreten. Dr. Gabor B. Scharioth führt weiterhin geltende Kriterien für eine Indikation zur Makulatranslokation auf.