Aus der aktuellen Ausgabe

Vitalfarbstoffe in der Augenheilkunde

Pathologische Veränderungen der unsichtbaren oder semitransparenten Strukturen am Auge sind oft schwer mit bloßem Auge an der Spaltlampe oder unter dem OP-Mikroskop zu beurteilen. Aus diesem Grund hat es sich bewährt, ihre Oberfläche in-vivo mit Vitalfarbstoffen anzufärben, wodurch die Strukturen sichtbar und operativ leichter beurteilt werden können. Prof. Dr. Carsten H. Meyer bewertet verschiedene alte und neue Vitalfarbstoffe mit ihren Anwendungsmöglichkeiten.

Keratographie bei Hornhautleukom

Kosmetische Rekonstruktion von Iris und Pupille
Die Keratographie ist eine Behandlungsmethode, bei der farbechte Pigmente mit einer speziellen Tätowiernadel manuell in die Kornea eingebracht werden. Bei Leukoma Corneae oder Aniridie lassen sich so Iris und Pupille kosmetisch rekonstruieren. An der Augenklinik der Ludwig-Maximillians-Universität München wurden zwischen November 1997 und September 2007 mehr als 100 Patienten keratographiert. Eddy M. van der Velden, Dr. Ulrich C. Schaller, Martin Mentwich und Prof. Dr. Volker Klauß beschreiben das Verfahren, das vom Erstautor entwickelt wurde, und stellen Behandlungsergebnisse vor.

Abstoßungsprävention nach Keratoplastik

LUCIDA-Multizenterstudie zum Cyclosporin A abgebenden Implantat
Von einer Immunreaktion nach Keratoplastik sind insbesondere Patienten mit erhöhtem beziehungsweise hohem Abstoßungsrisiko betroffen. Um insbesondere diesen Patienten zu helfen, wird eine Abstoßungsprävention dringend benötigt. Im Rahmen einer Multizenterstudie führt die Universitäts-Augenklinik Düsseldorf zwei klinische Studien der Phase II und III durch, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit von LX201, einem Cyclosporin A abgebenden Implantat, zu überprüfen. Dr. Klaudia Huber, Elena Galvagni, Dr. Yevgeniya Sokolovska, Lutz Alswede und Priv.-Doz. Dr. Klaus Schmitz stellen das LUCIDA-Studienprogramm vor, in dem weltweit über 400 Patienten behandelt werden sollen.

Augenärztliche Untersuchungen auf Cabo Verde

Augenärztliche Untersuchungen auf Cabo Verde

Die Inselwelt Cabo Verde ist erst seit dem 15. Jahrhundert von Menschen bewohnt. Was aber gibt es mitten im Atlantik an Augenkrankheiten? Wenig findet man darüber in der Fachliteratur. Auf Initiative und mit Unterstützung der drei Hilfsorganisationen „Freunde helfen Freunden“, ADEVIC und AMIPAUL reiste Augenarzt Dr. Hannsjürgen Trojan auf die Kapverdischen Inseln, um einen Eindruck der ophthalmologischen Versorgungssituation zu gewinnen, auf deren Grundlage eine mögliche dauerhafte Hilfestellung geschaffen werden soll. Im nachfolgenden Bericht schildert er seine Erfahrungen.

Kongress DOC 2008

Kongress DOC 2008

Interview mit Dr. Armin Scharrer
Vom 12. Juni bis 15. Juni 2008 findet der 21. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) im Messezentrum Nürnberg statt. Rund 4.700 Teilnehmer aus 56 Ländern konnte die Tagung der Ophthalmochirurgen im letzten Jahr zu ihrer 20. Jubiläumsveranstaltung begrüßen und versteht sich damit als inzwischen größter augenchirurgischer Kongress in Europa. Innovative Entwicklungen und Fachaustauch stehen auch in diesem Jahr wieder im Mittelpunkt des umfassenden Programmangebotes, das nicht nur zu Vorträgen, Kursen und Wetlabs lädt, sondern auch kontroverse Diskussionen anstoßen möchte. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DOC-Präsidenten Dr. Armin Scharrer über die diesjährige Tagung.

Zum 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium

Zum 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium

Neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie von Netzhauterkrankungen
Beim 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium trafen sich rund 150 führende Wissenschaftler und Mediziner aus Deutschland, Europa und den USA Ende März im Templiner Seehotel bei Potsdam. Ziel des Kolloquiums ist vor allem der Austausch zwischen Klinikern und Grundlagenforschern, um bei bislang oft gar nicht oder nur schwer behandelbaren Netzhauterkrankungen neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Priv.-Doz. Dr. Hendrik P.N. Scholl, Dr. Steffen Schmitz-Valckenberg, Dr. Peter Charbel Issa und Prof. Dr. Frank G. Holz berichten über das diesjährige Treffen.

MVZ – Fluch oder Segen?

MVZ – Fluch oder Segen?

Vier Jahre nach ihrer Einführung im Gesundheitsmodernisierungsgesetz sorgen Medizinische Versorgungszentren (MVZ) für immer heftigere Debatten. Augenärzte sind geteilter Meinung über Nutzen und Gefahr von MVZ. Angela Mißlbeck gibt einen Überblick über die Entwicklung der MVZ und befragte jeweils einen Befürworter und einen Gegner zu ihren persönlichen Erfahrungen.

Zur 9. gemeinsamen AAD-Tagung von BVA und DOG in Düsseldorf

Zur 9. gemeinsamen AAD-Tagung von BVA und DOG in Düsseldorf

Aktuelle Entwicklungen – zukünftige Strukturen
Aktuelle Entwicklungen in der Augenheilkunde – so lautete das diesjährige Hauptthema unter dem die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) zu einem gefühlten Frühlingsbeginn Anfang März in Düsseldorf tagte. Zum gewohnt breit gefächerten fünftägigen Fortbildungsprogramm in Form von Vorlesungen, Seminaren und Symposien fanden sich auch Kursangebote, die aktuelle berufspolitische Aspekte aufgriffen und gegenwärtig drängende Fragen niedergelassener Augenärzte widerspiegelten: So standen Möglichkeiten von Kooperationsformen ebenso auf dem Programm wie Fragen zur Zulassungsrückgabe und eine Diskussion mit KBV-Chef Dr. Andreas Köhler zur zukünftigen Struktur augenärztlicher Versorgung. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Patientenveranstaltungen zur AAD

Auch in diesem Jahr fanden zwei Patientenveranstaltungen vom BVA in Zusammenarbeit mit dem Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung sowie der Pro Retina statt. Namhafte Referenten boten Patienten und Angehörigen fundierte Aufklärung zu den entsprechenden Krankheitsbildern. Ute Palm und Dr. Ronald D. Gerste, Vertreter der beiden Patientenorganisationen, geben einen kurzen Bericht zur jeweiligen Veranstaltung.

Vom Taunus in den Vorharz

Vom Taunus in den Vorharz

Bis Ende Januar dieses Jahres gab es im 28.000 Einwohner zählenden Aschersleben lediglich eine einzige Augenärztin für Kassenpatienten. Der Augenarzt Dr. Detlev Hoffmann aus Frankfurt wurde auf eine bundesweite Ausschreibung der KV Sachsen-Anhalt aufmerksam und entschloss sich zu einem Wechsel in den Osten.