Aus der aktuellen Ausgabe

Funktionstraining nach MIOL-Implantation

Beschleunigung der Sehfunktion durch computergestütztes Training
Nach Implantation von Multifokallinsen verbessert sich der Visus oft über mehrere Monate. Diese Beobachtung, die durch einige Studien unterstützt wird, legt die Vermutung nahe, dass postoperativ ein protrahierter Lernprozess stattfindet. Am Knappschaftskrankenhaus in Sulzbach wurde nach einer geeigneten Trainingsmethode gesucht, um diesen Vorgang zu beschleunigen und auch messbar zu machen. Ein Beitrag von Gregor Ott, Dr. Hakan Kaymak und Prof. Dr. Ulrich Mester.

Glaukombehandlung – ambulant oder stationär?

Glaukombehandlung – ambulant oder stationär?

Das Therapieprinzip eines behandlungsbedürftigen Glaukoms ist die Absenkung des Augendruckes auf den so genannten Zieldruck. Bei Versagen medikamentöser Therapie oder bei zwingenden Kontraindikationen kann eine Laserchirurgie oder ein operativer Eingriff notwendig sein. Sowohl Diagnostik als auch Verlaufskontrolle werden in der Regel ambulant durchgeführt, können aber gegebenenfalls auch stationär erfolgen. Auch die operative Therapie ist sowohl ambulant oder stationär möglich. Prof. Dr. Carl Erb und Prof. Dr. Holger Mietz erörtern jeweils die Argumente für eine ambulante beziehungsweise stationäre Betreuung des Glaukompatienten.

Kongress ÖOG 2007

Kongress ÖOG 2007

Vom 9. bis 12. Juni findet dieses Jahr die 48. Jahrestagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG) gemeinsam mit der Jubiläumstagung zum 50. Geburtstag der Societas Ophthalmologica Europaea (SOE) und der American Academy of Ophthalmology (AAO) im Austria Center in Wien statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit der ÖOG-Präsidentin Prof. Dr. Susanne Binder über die Herausforderung, einen internationalen Kongress auszurichten, und über die inhaltlichen Schwerpunkte des diesjährigen Programms.

Nicht-invasive Bildgebung der Riesenzellarteriitis

Die Riesenzellarteriitis (Morbus Horton) ist die häufigste systemische Vaskulitis bei Patienten über 50 Jahren, wobei die Häufigkeit der Augenbeteiligung zwischen 14 und 70 Prozent angegeben wird. Priv.-Doz. Dr. Thorsten Alexander Bley erörtert die Möglichkeiten verschiedener nicht-invasiver bildgebender Verfahren, wie die farbkodierte Duplexsonographie, die Positronenemissionstomographie sowie die Magnetresonanztomographie, die bei der zum Teil sehr schwierigen Diagnose einer Riesenzellarteriitis hilfreich sind.

Autofluoreszenz bei trockener AMD

Die Autofluoreszenz bietet neue Darstellungsmöglichkeiten hinsichtlich Ausmaß und Fortschreitens der trockenen Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Ziel einer Untersuchung an der Univ.-Augenklinik München war der Vergleich verschiedener Methoden, wie der zweidimensionalen Linien-Darstellung der optischen Dichte, der topographischen sowie der 3D-Darstellung, zur graphischen Auswertung der erhaltenen Autofluoreszenzbilder. Dr. Rupert W. Strauß, Prof. Dr. Anselm Kampik und Priv. Doz. Dr. Aljoscha S. Neubauer fassen die Ergebnisse zusammen.

Methoden zum Monitoring einer arteriell antihypertensiven Therapie durch Netzhautgefäßuntersuchungen

Erste telemedizinische Fundusuntersuchungen in Deutschland
Longitudinalstudien mit hohem Evidenzgrad zeigen, dass retinale Mikroangiopathien die Entwicklung einer arteriellen Hypertonie bei Personen vorhersagen, die initial als Nicht-Hypertoniker definiert worden sind. Auch können sie die Auftretenswahrscheinlichkeit von cerebro-kardiovaskulären Ereignissen, wie beispielsweise Schlaganfall, unabhängig von traditionellen Risikofaktoren prognostizieren. Eine genaue Dokumentation der mikroangio_pathischen Befunde und eine quantitative Beschreibung der Verengung der retinalen Arteriolen stellt damit eine wichtige medizinische Information für die derzeitige oder zukünftige Blutdrucksituation und für die Gefäßrisikoeinschätzung dar. Ein Beitrag von Prof. Dr. Georg Michelson.

Kombi-Laser für den vorderen und hinteren Augenabschnitt

Anwenderbericht nach einer Probestellung in der Praxis
Zur Laserbehandlung des vorderen und hinteren Augenabschnittes bieten sich verschiedenen Lasersysteme an. Anlässlich der erforderlichen Neuanschaffung eines Kombinationslaser für disruptive Vorderabschnittsanwendungen (YAG-Laser) und Netzhautkoagulation (kontinuierlicher Grünlaser) testete Dr. Edgar Nagel nach Probestellung in seiner Praxis zwei verschiedene Gerätesysteme und stellt die Ergebnisse seines subjektiven Vergleichs im folgenden Erfahrungsbericht vor.

Eine gutachterliche Erfahrung

Die palpatorische Druckmessung am eigenen Auge
Ein niedergelassener Augenarzt wurde von einem Glaukompatienten, nachdem er ihn zwei Jahre zuvor vorübergehend behandelt und an eine Universitäts-Augenklinik überwiesen hatte, auf Schmerzensgeld aus Arzthaftung verklagt: Der Augenarzt habe es versäumt, ihn über die Selbstpalpation zur Kontrolle des eigenen Augendruckes zu informieren, mit der die spätere Erblindung seines Auges hätte verhindert werden können, so der Kläger und berief sich dabei auf die vermeintliche Aussage eines anderen Augenarztes, bei dem er nachfolgend in Behandlung gewesen war. Über eine ganz eigenwillige gutachterliche Einschätzung berichtet Dr. Felix Brandt in seinem Erfahrungsbericht.