Aus der aktuellen Ausgabe

Zur 171. RWA-Versammlung in Köln

Zur 171. RWA-Versammlung in Köln

Gemeinsame Wege in die ­ophthalmologische Zukunft
Unter dem Hauptthema „Gemeinsame Wege in die ophthalmologische Zukunft – Kooperation und Loyalität“ fand Ende Januar die 171. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) in Köln statt. Ganz im Zeichen dieses Mottos war das diesjährige Programm nicht nur auf das Vermitteln neuesten, evidenz-basierten Fachwissens ausgerichtet, sondern stellte sich auch den aktuellen gesundheitspolitischen Fragen: Der Arzt im Spagat zwischen knappen finanziellen Ressourcen und der Loyalität seinem Patienten gegenüber. Von Katica Djakovic.

Okuläre Allergien

Allergische Bindehauterkrankungen umfassen ein weites Spektrum unterschiedlicher Krankheitsbilder, das von der saisonalen (Rhino-) Konjunktivitis bis zur problematisch verlaufenden Keratokonjunktivitis vernalis und atopischen Keratokonjunktivitis reicht. Da letztgenannte Krankheitsbilder eine schwerwiegende Hornhautbeteiligung mit dauerhaften Schäden aufweisen können, sind prompte Diagnose und adäquate Betreuung notwendig. Prof. Dr. Uwe Pleyer erläutert verschiedene allergische Krankheitsformen und zeigt diagnostische Verfahren und Therapiemöglichkeiten auf.

Augenmanifestationen bei PSV

Primäre systemische Vaskulitiden (PSV) können in den letzten Jahren besser erkannt und behandelt werden, auch wenn ihre Pathogenese bisher nur teilweise aufgeschlüsselt werden konnte. Der Augenarzt kann mit dem ersten Symptom einer PSV konfrontiert werden, wenn er zum Beispiel eine Skleritis, Keratitis, Pseudotumor orbitae oder Optikusneuropathie diagnostiziert. Ihm kommt eine wichtige Lotsenfunktion zu, denn die okuläre Manifestation einer PSV kann sinnvoll und kompetent nur interdisziplinär betreut werden. Ein Beitrag von Dr. Bernhard Nölle.

Komplikation nach intravitrealer Injektion

Die Zahl der intravitrealen Injektionen hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Wie bei allen invasiven Maßnahmen am Auge existiert auch bei diesen Eingriffen ein Risiko für intravitreale Entzündungen. So sind nach intravitrealen Injektionen sterile Entzündungen beschrieben worden, die als toxische Vitritis (ToVi) mit toxischen anterioren Segment Syndrom (TASS) bezeichnet werden können. Dr. Thomas Neß beschreibt Fälle toxischer Reaktion nach intravitrealer Injektion.

Neuronale Ceroid Lipofuszinosen

Zur frühzeitigen Diagnosestellung beim Augenarzt
Die Neuronalen Ceroid Lipofuszinosen (NCL) stellen die häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen des Kindesalters dar. Sie gehen mit schwerem körperlichem und geistigem Abbau einher und führen zu Erblindung und frühem Tod. Therapeutische Möglichkeiten fehlen. Dennoch ist eine frühe Diagnosestellung für den weiteren Verlauf der Erkrankung von wesentlicher Bedeutung. Häufige Vertreterin der Gruppe ist die CLN 3 (Spielmeyer-Vogt-Krankheit, Batten disease, juvenile NCL). Initialsymptom ist oft ein rascher Visusverlust im Schulalter, weshalb dem Augenarzt als Erstdiagnostiker eine Schlüsselfunktion zukommt. Ein Beitrag von Dr. Isabel Lindemann.

Kongress DGII 2009

Kongress DGII 2009

Interview mit Prof. Dr. Ekkehard Fabian
Vom 26. bis 28. Februar tagt in München die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII). Die jährlichen Kongresse der DGII stellen jeweils zu Beginn des Jahres das erste Forum dar, auf dem wissenschaftlich fundiert die neuesten Forschungsergebnisse und Trends in der Katarakt- und Refraktiven Chirurgie wiedergegeben werden. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem diesjährigen Tagungspräsidenten Prof. Dr. Ekkehard Fabian (Rosenheim) über die 23. Jahrestagung.

8. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

8. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

Neue Technologien, refraktive Intraokularchirurgie und Presbyopiemanagement
Zum 8. Mal fand Ende November des vergangenen Jahres der Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie statt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Kohnen trafen sich namhafte Ophthalmochirurgen, Wissenschaftler, niedergelassene Kollegen, Assistenzärzte sowie Vertreter der Industrie in der Augenklinik der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Besondere Schwerpunkte der Veranstaltung waren wie immer Neuerungen auf den Gebieten der refraktiven Hornhaut- und Linsenchirurgie sowie die zunehmend nachgefragten Methoden zur Presbyopiekorrektur. Ein Bericht von Dipl. -Ing. (FH) Oliver K. Klaproth.

Linsenposition und optische Abbildungsqualität

Ein neues Messverfahren mittels Purkinje-Reflexbilder
Verkippung und Dezentrierung von Intraokularlinsen (IOL) können die Abbildungsqualität des Auges erheblich beeinträchtigen. Dies gilt im Besonderen für asphärische IOL. In einer prospektiven Untersuchung wurde zunächst die Linsenposition jugendlicher Augen ermittelt und mit Abbildungsfehlern höherer Ordnung korreliert. Diese Ergebnisse wurden mit den entsprechenden Werten verschiedener asphärischer IOL verglichen. Bestimmt wurde die IOL-Position mit Hilfe eines neu konstruierten Purkinjemeters. Ein Beitrag von Prof. Dr. Ulrich Mester, Bastian Junker, Dr. Thomas Sauer und Dr. Hakan Kaymak.