Aus der aktuellen Ausgabe

Fortbildung in Leipzig

Fortbildung in Leipzig

Zur Jahrestagung der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft (Teil 1)
Zur Jahrestagung der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft hatte Prof. Dr. Peter Wiedemann, Ordinarius für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig, im vergangenen November ins Congress Center Leipzig geladen. Rund 600 Teilnehmer folgten der Einladung zur Tagung, die ein umfassendes Programm in acht wissenschaftlichen Sitzungen mit 56 Beiträgen von Referenten aus dem Bundesgebiet sowie Nachbarländern bot. Ein Bericht von Dr. Udo Hennighausen.

„Mehr Druck auf lokale Politiker“

„Mehr Druck auf lokale Politiker“

Die Honorarreform, die zu weiteren Honorarverlusten in vielen Augenarztpraxen geführt hat, ruft massiven Ärger und auch Existenszängste hervor. Ärzte gehen zu Tausenden auf die Straße, im Norden sollen reduzierte Sprechstundenzeiten oder auch zum Teil Praxisschließungen auf die Misere aufmerksam machen, öffentlichkeitswirksame Einzelaktionen in Praxen sorgen für Aufmerksamkeit. Was können diese Maßnahmen bewirken? DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Ludger Wollring, niedergelassener Augenarzt in Essen und BVA-Landesvorsitzender Nordrhein, über mögliche und notwendige Protestaktionen.

Kontaktlinsen-assoziierte Akanthamöbenkeratitis

Die Akanthamöbenkeratitis ist eine insgesamt seltene Form der infektiösen Keratitis, die jedoch zunehmend häufiger bei Kontaktlinsenträgern beobachtet wird. Der wichtigste Risikofaktor für den Kontaktlinsenträger besteht im Umgang mit der Kontaktlinse nach Kontakt mit Wasser, da jeder Wasserkontakt eine potenzielle Kontamination mit dem Erreger darstellt. Auch die anschließende Reinigung der Kontaktlinsen mit entsprechenden Reinigungslösungen bietet keinen sicheren Schutz, da Akanthamöben gegenüber vielen Reinigungslösungen resistent sind. Infektionen werden nicht selten nicht oder nur sehr spät diagnostiziert, da das Anfangstadium ähnlich einer Konjunktivitis verlaufen kann und sogar ein vorübergehende Besserung auf lokale Antibiotika eintreten kann. Dr. Riad Khaireddin und Prof. Dr. Gisbert Richard stellen einen Fall vor.

Epiretinale Bestrahlung der CNV bei AMD

Betabestrahlung zur Reduzierung der Anti-VEGF-Injektionen
In der derzeit laufenden Cabernet-Studie (CNV Secondary to AMD Treated with BEta RadiatioN Epiretinal Therapy) wird prospektiv die Wirksamkeit und Sicherheit einer epiretinalen 24 Gy-Bestrahlung im Rahmen einer Vitrektomie in Kombination mit Ranibizumab (Lucentis®) untersucht. Ziel ist, die Anzahl der erforderlichen Anti-VEGF-Injektionen bei AMD zu verringern. Dr. Rainer Guthoff erläutert die Therapiestrategie dieser Studie

Meningeome mit Orbitabezug

Tumorkontrolle und Funktionserhalt als interdisziplinäre Herausforderung
Meningeome der Orbita und des periorbitalen Raumes stellen für alle behandelnden Disziplinen (Ophthalmologe, Neurochirurg, Radiochirurg und Radiotherapeut) eine besondere Herausforderung dar. Diese immer im interdisziplinären Ansatz zu therapierenden Tumore können zum einen aufgrund ihrer Lokalisation und Ausdehnung als auch hinsichtlich potentieller Funktionsstörungen und durch die therapeutische Intervention besondere Probleme aufweisen. Prof. Dr. Jörg-Christian Tonn von der Neurochirurgischen Klinik der Ludwig Maximilians Universität München und Priv.-Doz. Dr. Berndt Wowra vom Europäischen Cyberknife Zentrum München stellen unterschiedliche Manifestationen und jeweilige Behandlungsoptionen vor.

Kongress AAD 2009

Kongress AAD 2009

Interview mit Prof. Dr. Bernd Bertram
„Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen notwendiger und optimaler Versorgung“ lautet das Thema der diesjährigen Augenärztlichen Akademie (AAD), die als gemeinsame Fortbildungsveranstaltung von BVA und DOG vom 10. bis 14. März ihr zehnjähriges Jubiläum im Congress Center Düsseldorf feiert. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem 1. BVA-Vorsitzenden Prof. Dr. Bernd Bertram über Themen und Herausforderungen.

Zur 171. RWA-Versammlung in Köln

Zur 171. RWA-Versammlung in Köln

Gemeinsame Wege in die ­ophthalmologische Zukunft
Unter dem Hauptthema „Gemeinsame Wege in die ophthalmologische Zukunft – Kooperation und Loyalität“ fand Ende Januar die 171. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) in Köln statt. Ganz im Zeichen dieses Mottos war das diesjährige Programm nicht nur auf das Vermitteln neuesten, evidenz-basierten Fachwissens ausgerichtet, sondern stellte sich auch den aktuellen gesundheitspolitischen Fragen: Der Arzt im Spagat zwischen knappen finanziellen Ressourcen und der Loyalität seinem Patienten gegenüber. Von Katica Djakovic.

Okuläre Allergien

Allergische Bindehauterkrankungen umfassen ein weites Spektrum unterschiedlicher Krankheitsbilder, das von der saisonalen (Rhino-) Konjunktivitis bis zur problematisch verlaufenden Keratokonjunktivitis vernalis und atopischen Keratokonjunktivitis reicht. Da letztgenannte Krankheitsbilder eine schwerwiegende Hornhautbeteiligung mit dauerhaften Schäden aufweisen können, sind prompte Diagnose und adäquate Betreuung notwendig. Prof. Dr. Uwe Pleyer erläutert verschiedene allergische Krankheitsformen und zeigt diagnostische Verfahren und Therapiemöglichkeiten auf.

Augenmanifestationen bei PSV

Primäre systemische Vaskulitiden (PSV) können in den letzten Jahren besser erkannt und behandelt werden, auch wenn ihre Pathogenese bisher nur teilweise aufgeschlüsselt werden konnte. Der Augenarzt kann mit dem ersten Symptom einer PSV konfrontiert werden, wenn er zum Beispiel eine Skleritis, Keratitis, Pseudotumor orbitae oder Optikusneuropathie diagnostiziert. Ihm kommt eine wichtige Lotsenfunktion zu, denn die okuläre Manifestation einer PSV kann sinnvoll und kompetent nur interdisziplinär betreut werden. Ein Beitrag von Dr. Bernhard Nölle.