Testplattform für das Sicca-Syndrom
Entwicklung eines neuartigen In-Vitro-Modells der Keratoconjunctivitis sicca
Die Bedeutung von In-Vitro-Modellen für mechanistische und therapeutische Untersuchungen der Keratoconjunctivitis sicca ist derzeit aufgrund zahlreicher Einschränkungen der existierenden Verfahren sehr begrenzt. Die Weiterentwicklung des Ex-Vivo-Eye-Irritation-Tests (EVEIT) zu einem Modell für das Sicca-Syndrom erlaubt erstmals die Einbeziehung der Heilung epithelialer Schäden als wesentliches Bewertungskriterium innerhalb eines solchen Systems. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für eine realistische Simulation von Therapieverläufen dieser Erkrankung. Dr. Felix Spöler, Markus Frentz und Prof. Dr. Norbert F. Schrage skizzieren den Weg hin zu einer In-vitro-Testplattform, die die Vorteile der tierversuchsfreien Forschung mit denen der Untersuchung am lebenden Organ verbindet. Dieses Forschungsprojekt wurde mit dem Sicca-Förderpreis 2009 des Ressorts Trockenes Auge im BVA ausgezeichnet.

