Aus der aktuellen Ausgabe

Peripherer Morbus Eales

Ein Fallbericht

Beim Morbus Eales handelt es sich um eine obliterierende retinale Vaskulitis unklarer Genese. Meistens sind beide Augen betroffen. Dr. Frauke Scharffetter zeigt am vorliegenden Fallbeispiel, dass die Prognose des Morbus Eales bei rechtzeitiger Diagnostik und Therapie durch Laser- oder Kryokoagulation gut ist.

Inflammatorische und allergische Reaktionen der Augenoberfläche

Das benetzungsgestörte Auge ist durch eine Störung der Homöostase der Träne gekennzeichnet. Zum einen kann die Qualität der Träne durch eine Änderung des Tränendrüsensekrets verändert, zum anderen die Quantität der Tränensekretion erhöht oder vermindert sein. Daraus resultiert klinisch das nasse oder trockene Auge, dessen klinische Formen durch den Begriff der Benetzungsstörung zusammengefasst werden. Dr. Thomas Kaercher erläutert inflammatorische und allergische Reaktionen an der benetzungsgestörten Augenoberfläche.

Neuer Aspekt in der antientzündlichen Therapie des Trockenen Auges

Modulation der zellulären Dynamik als neuer Aspekt medikamentöser Therapie
In der Pathogenese des Trockenen Auges spielen Entzündungsvorgänge eine zentrale Rolle. Die Wirksamkeit von Steroiden und Cyclosporin A ist klinisch weitreichend untersucht worden, der lokale kurzfristige Effekt der antientzündlichen Therapie in Bezug auf die Dynamik von Immunzellen der Augenoberfläche jedoch unbekannt. Dr. Philipp Steven erläutert die Modulation der zellulären Dynamik als neuen Aspekt in der medikamentösen Therapie des Trocken Auges.

Der Einfluss von Pollenproteasen auf humane Bindehautzellkulturen

Das Syndrom des Trockenen Auges kann durch Pollen hervorgerufen oder verstärkt werden. Häufig werden Reaktionen auf Pollen auch bei Nichtallergikern beobachtet, weshalb man hierbei von saisonaler nichtallergischer Konjunktivitis (SNAK) sprechen kann. An der Universitäts-Augenklinik Graz wurde der Einfluss von Pollenproteasen in Form von Pollenextrakten auf humane Bindehautzellkulturen untersucht und nachgewiesen, dass Pollenenzyme imstande sind, die in menschlicher Tränenflüssigkeit enthaltenen Proteine zu zerstören und die Augenbindehaut zu schädigen. Ein Beitrag von Dr. Dieter Franz Rabensteiner, Dr. Eva Spreitzhofer, Gabriele Trummer, Christine Wachswender, Sieglinde Kirchengast und Prof. Dr. Otto Schmut.

Die XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden (Schweiz) Teil 2

Die XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden (Schweiz) Teil 2

Von Friedensnobelpreisträgern, Augenärzten und Medizinhistorikern
Im zweiten Teil des Nachberichtes zur XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden fasst Dr. Sibylle Scholtz die Vorträge der Referenten zu historischen Biografien, aber auch beispielsweise zum „bösen Blick“, dem Xenonphotokoagulator oder zu Themen wie dem Schicksal verfolgter Ophthalmologen während des Nationalsozialismus zusammen.

Sechsmonatsergebnisse nach Implantation einer akkommodativen IOL

Akkommodative Intraokularlinsen stellen eine Alternative zur multifokalen Technik dar. Eine solche mögliche Variante ist die Crystalens HD, eine neuartige akkommodierende IOL der vierten Generation, die durch das spezielle Haptikmaterial fest mit dem Kapselsack verwächst und durch ihr spezielles Design über die Tiefenschärfe ein Sehen in der Nähe und Ferne ermöglichen soll. Dr. Mark Tomalla fasst die Sechsmonatsergebnisse mit eigenem Patientenstamm zusammen.

„Aponeurosis repair“ oder Aponeurosenresektion?

Die transkutane Levatoraponeurosenresektion in der Therapie der involutiven Ptosis
Die Resektion der Levatoraponeurose des Musculus levator palpebrae ist die Standardmethode zur Korrektur der involutiven Ptosis. Im Gegensatz zur Resektion des Musculus levator palpebrae bei kongenitaler Ptosis gibt es in der Chirurgie der involutiven Ptosis keine Dosierungsempfehlungen. Es wird meistens empfohlen, eine „Refixation“ oder „Reparatur“ der Levatoraponeurose durchzuführen, da als Ursache der involutiven Ptosis eine Desinsertion oder Dehiszenz der Levatoraponeurose postuliert wird. Dr. Rüdiger Meinhold-Heerlein, Dr. Barbara Ophoff-Perret und Maria Mönch berichten über die Ergebnisse einer retrospektiven Analyse von Patientendaten der Augenklinik Essen-Werden.

Fall: Zur Problematik altitudinaler Gesichtsfeldausfälle

Eine plötzliche einseitige Sehverschlechterung und ein nahezu altitudinaler Gesichtsfelddefekt in der unteren Hälfte lassen ursächlich an eine vaskuläre Optikusneuropathie denken. Dr. Annette Sturm stellt die Notwendigkeit einer weiterführende Diagnostik dar, wenn bei scheinbar typischen Gesichtsfeldausfällen und Anamnese einer vaskulären Optikusneuropathie eine Diskrepanz zum Papillenbefund vorliegt.

Interdisziplinäre Diskussion von Augenmotilitätsstörungen

Interdisziplinäre Diskussion von Augenmotilitätsstörungen

Eine interdisziplinäre Fortbildung zum Thema Augenmotilitätsstörungen stand im Mittelpunkt der letzten Basler Fortbildungstage, zu der unter Vorsitz von Prof. Dr. Josef Flammer, Chefarzt der Augenklinik des Universitätsspitals Basel, der Verein zur Förderung der Weiterbildung in der Augenheilkunde eingeladen hatte. Rund 600 Augenärzte waren der Einladung zur Tagung gefolgt, über die Dr. Udo Hennighausen berichtet.