Aus der aktuellen Ausgabe

Intrastromale Presbyopiekorrektur mittels Femtosekundenlaser

Die intrastromale Presbyopiekorrektur mit dem Femtosekundenlaser wurde Mitte 2008 in Europa erstmals in einer multizentrischen, prospektiven Studie angewandt und erhielt nach positiven Ergebnissen im April 2009 die CE-Zulassung. Priv.-Doz.  Dr. Mike P. Holzer, Dipl.-Ing. Annett Mannsfeld, Dipl.-Ing. Angela Ehmer, Dr. Tanja M. Rabsilber und Prof. Dr. Gerd U. Auffarth vom International Vision Correction Research Centre (IVCRC) an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg berichten über den aktuellen Stand.

Schütteltrauma und Augenveränderungen

Schütteltrauma und Augenveränderungen

Zur Seventh North American Conference on Shaken Baby Syndrome

In den USA und Kanada wird dem Schütteltrauma, dem so genannten Shaken-Baby-Syndrom, das auch mit Augenbeteiligung einhergeht, eine größere Bedeutung beigemessen als hierzulande, wobei insbesondere der Prävention und Aufklärung ein großes Anliegen gilt. In zweijährigem Turnus tagt die North American Conference on Shaken Baby Syndrome (Abusive Head Trauma). Von der letzten Tagung zum Thema, der Seventh North American Conference on Shaken Baby Syndrome in Vancouver, Kanada, berichtet Dr. Udo Hennighausen.

Mushroom-Keratoplastik bei Keratokonus

Korrektur einer invers transplantierten posterioren Lamelle

Die Hornhauttransplantation hat in der jüngsten Vergangenheit durch zahlreiche technische Neuerungen eine rasante Entwicklung erfahren. Hierzu gehören zum einen die Renaissance der lamellären Keratoplastik-Techniken und zum anderen die Entwicklung und der Einsatz des Femtosekundenlasers, der neuartige Schnittkonfigurationen ermöglicht. Dr. Toam Katz, Dr. Massimo Busin und Dr. Stephan Linke stellen den Fall eines 37-jährigen Keratokonus-Patienten mit weit fortgeschrittener Keratektasie und zentraler Narbenbildung am rechten Auge vor, dem eine so genannte Mushroom-Keratektomie indiziert wurde.

Gesundheitsversorgung zwischen Tradition und Moderne in Europa

Gesundheitsversorgung zwischen Tradition und Moderne in Europa

Allgemeinmedizinische und augenärztliche Versorgung am Beispiel
einer abgelegenen griechischen Insel

Auf den weit verstreuten griechischen Inseln am südöstlichen Rand der Europäischen Union ist es im Vergleich zu Deutschland schwieriger, eine lückenlose Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Dies gilt insbesondere für den fachärztlichen Bereich. Dr. G. Niepel und Dr. N. Oyoun-Niepel konnten in den Jahren 2008 und 2009 auf der Insel Karpathos einige Eindrücke und Erfahrungen zur allgemeinmedizinischen und augenärztlichen Versorgung sammeln und fassen diese nachfolgend zusammen.

Zum 2. MedTech–Forums in Brüssel

Zum 2. MedTech–Forums in Brüssel

Medizinische Versorgung verbessern
Anlässlich des 2. MedTech–Forums in Brüssel diskutierten EU-Kommissionsmitglieder, internationale Politiker, Mitarbeiter der Industrie für Medizinprodukte und Ärzte über die Notwendigkeit eines breiteren Zugangs zu modernen Medizinprodukten. Ziel sei: eine bessere medizinische Versorgung der Patienten sowie verbesserte Arbeitsbedingungen für Ärzte. Veranstalter war der Europäische Dachverband der Medizinprodukteindustrie, Eucomed. Ein Bericht von Dr. Sibylle Scholtz.

Effekte der Lasertherapie auf die retinale Morphologie

Trotz neuerer Therapieansätze gilt die Lasertherapie weiterhin als Standardtherapie beim diabetischen Makulaödem. In einer Studie wurden nun die unmittelbaren Effekte einer Lasertherapie auf die Morphologie der Makula mittels neuer OCT-Technologie untersucht, um Aufschluss über die genaue Wirkungsweise der seit mehreren Jahrzehnten angewandten Behandlungsmethode zu erhalten. Dr. Matthias Bolz fasst die Ergebnisse der Diabetic Retinopathy Research Group Vienna zusammen.

Gentherapie bei Mutationen im RPE65-Gen

Klinische Studie zum Gentransfer mit adeno-assoziierten viralen Vektoren
Derzeit laufen die Vorbereitungen für ein internationales Projekt zur gentherapeutischen Behandlung frühkindlicher Netzhautdegeneration aufgrund von Mutationen in dem Gen RPE65. Maßgeblich beteiligt an dem klinischen Phase-I-Versuch, der in diesem Jahr zusammen mit der Universität Nantes, Frankreich, durchgeführt wird, ist die Universitäts-Augenklinik Gießen. Dr. Dr. Knut Stieger, Dr. Markus Preising, Dr. Christoph Friedburg und Prof. Dr. Birgit Lorenz stellen das Forschungsprojekt vor.

Die retinale Ganglienzelle: Zellstress und Neuroprotektion

Zahlreiche Faktoren tragen im Rahmen der vielfältigen metabolischen Gefäß- und weiteren Prozesse zu der komplexen Pathogenese von Ganglienzellen bei. Faktoren, die über Jahre akkumulieren und bei älteren sowie bei multimorbiden Patienten zu komplexen sich selbstverstärkenden negativen Rückkopplungen und zum Zelluntergang führen. Prof. Dr. Richard H. W. Funk erläutert das pathophysiologische Zusammenspiel, in dem die Neuroprotektion einen möglichen Ansatz darstellt.

Adventssymposium in Köln

Adventssymposium in Köln

Fortbildung mit Falldiskussion
Zum nunmehr 17. Mal luden Dr. Omid Kermani und Dr. Georg Gerten, Augenklinik am Neumarkt, zum Adventssymposium nach Köln ein und boten den rund 150 teilnehmenden Augenärzten ein vielfältiges Themenspektrum. Der Schwerpunkt der Veranstaltung, die unter dem Thema „Paradigmenwechsel in der Augenheilkunde“ stand, galt den Patientenfällen, die in Form von „Live-Visite“ vorgestellt wurden. Weitere Höhepunkte waren die erstmalig stattfindende berufspolitische Diskussion sowie die Spendenübergabe an die Augenklinik in Nepal. Von Katica Djakovic.