Aus der aktuellen Ausgabe

Zum 1. Internationalen Homburger Hornhauttag

Zum 1. Internationalen Homburger Hornhauttag

Wissenschaftlicher Austausch zu kornealen Erkrankungen

Zum ersten Internationalen Homburger Hornhauttag hatte Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), anlässlich des zehnjährigen Bestehens der LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux, Trier/Westpfalz in Homburg/Saar im März eingeladen. Mehr als 300 Teilnehmer folgten der Einladung zur Fortbildungsveranstaltung. Dr. Frank Schirra und Prof. Dr. Berthold Seitz fassen die Tagungsthemen zusammen.

Die mögliche Rolle des Glaskörpers bei der Pathogenese der AMD

Aufgrund seiner anatomischen Lokalisation an der Makula wird der Glaskörper gegenwärtig als möglicher Co-Faktor in der Pathogenese der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) diskutiert. Bisherige Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen vitreoretinaler Adhärenz beziehungsweise vitreoretinaler Traktion und exsudativer AMD hin. Ob eine physiologische oder mechanische oder enzymatisch induzierte Glaskörperabhebung einen positiven Effekt auf den Verlauf der exsudativen AMD hätte, kann jedoch aufgrund fehlender Studien noch nicht beurteilt werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Stefan Mennel, Prof. Dr. Carsten H. Meyer und Prof. Dr. Jörg Schmidt.

Drusen – Indikatoren für eine AMD?

Im klinischen Alltag lassen sich bei der ophthalmologischen Beurteilung des Augenhintergrundes gerade beim älteren Patienten häufig Drusen nachweisen. Jedoch gelten nur einige Drusenkonstellationen als Frühform einer Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) und stellen einen Risikofaktor für fortgeschrittene AMD-Stadien dar. Bei Vorliegen von Risikokonstellationen sollte der Patient für die Symptome einer neovaskulären AMD sensibilisiert werden, damit gegebenenfalls frühzeitig eine Therapie mit günstigerer Visusprognose initiiert werden kann. Ein Beitrag von Dr. Martin Rudolf, Dr. Joshua Torrent Despouy und Prof. Dr. Salvatore Grisanti.

Interdisziplinäre Diskussion von Augenmotilitätsstörungen

Interdisziplinäre Diskussion von Augenmotilitätsstörungen

Eine interdisziplinäre Fortbildung zum Thema Augenmotilitätsstörungen stand im Mittelpunkt der letzten Basler Fortbildungstage, zu der unter Vorsitz von Prof. Dr. Josef Flammer, Chefarzt der Augenklinik des Universitätsspitals Basel, der Verein zur Förderung der Weiterbildung in der Augenheilkunde eingeladen hatte. Rund 600 Augenärzte waren der Einladung zur Tagung gefolgt, über die Dr. Udo Hennighausen berichtet.

Inflammatorische und allergische Reaktionen der Augenoberfläche

Das benetzungsgestörte Auge ist durch eine Störung der Homöostase der Träne gekennzeichnet. Zum einen kann die Qualität der Träne durch eine Änderung des Tränendrüsensekrets verändert, zum anderen die Quantität der Tränensekretion erhöht oder vermindert sein. Daraus resultiert klinisch das nasse oder trockene Auge, dessen klinische Formen durch den Begriff der Benetzungsstörung zusammengefasst werden. Dr. Thomas Kaercher erläutert inflammatorische und allergische Reaktionen an der benetzungsgestörten Augenoberfläche.

Neuer Aspekt in der antientzündlichen Therapie des Trockenen Auges

Modulation der zellulären Dynamik als neuer Aspekt medikamentöser Therapie
In der Pathogenese des Trockenen Auges spielen Entzündungsvorgänge eine zentrale Rolle. Die Wirksamkeit von Steroiden und Cyclosporin A ist klinisch weitreichend untersucht worden, der lokale kurzfristige Effekt der antientzündlichen Therapie in Bezug auf die Dynamik von Immunzellen der Augenoberfläche jedoch unbekannt. Dr. Philipp Steven erläutert die Modulation der zellulären Dynamik als neuen Aspekt in der medikamentösen Therapie des Trocken Auges.

Der Einfluss von Pollenproteasen auf humane Bindehautzellkulturen

Das Syndrom des Trockenen Auges kann durch Pollen hervorgerufen oder verstärkt werden. Häufig werden Reaktionen auf Pollen auch bei Nichtallergikern beobachtet, weshalb man hierbei von saisonaler nichtallergischer Konjunktivitis (SNAK) sprechen kann. An der Universitäts-Augenklinik Graz wurde der Einfluss von Pollenproteasen in Form von Pollenextrakten auf humane Bindehautzellkulturen untersucht und nachgewiesen, dass Pollenenzyme imstande sind, die in menschlicher Tränenflüssigkeit enthaltenen Proteine zu zerstören und die Augenbindehaut zu schädigen. Ein Beitrag von Dr. Dieter Franz Rabensteiner, Dr. Eva Spreitzhofer, Gabriele Trummer, Christine Wachswender, Sieglinde Kirchengast und Prof. Dr. Otto Schmut.

Die XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden (Schweiz) Teil 2

Die XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden (Schweiz) Teil 2

Von Friedensnobelpreisträgern, Augenärzten und Medizinhistorikern
Im zweiten Teil des Nachberichtes zur XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden fasst Dr. Sibylle Scholtz die Vorträge der Referenten zu historischen Biografien, aber auch beispielsweise zum „bösen Blick“, dem Xenonphotokoagulator oder zu Themen wie dem Schicksal verfolgter Ophthalmologen während des Nationalsozialismus zusammen.

Sechsmonatsergebnisse nach Implantation einer akkommodativen IOL

Akkommodative Intraokularlinsen stellen eine Alternative zur multifokalen Technik dar. Eine solche mögliche Variante ist die Crystalens HD, eine neuartige akkommodierende IOL der vierten Generation, die durch das spezielle Haptikmaterial fest mit dem Kapselsack verwächst und durch ihr spezielles Design über die Tiefenschärfe ein Sehen in der Nähe und Ferne ermöglichen soll. Dr. Mark Tomalla fasst die Sechsmonatsergebnisse mit eigenem Patientenstamm zusammen.