Aus der aktuellen Ausgabe

Minimalinvasive Glaukomtherapie mit Mikro-Bypass-Stents

Erste klinische Erfahrungen mit dem suprachoroidalen Mikro-Stent
Glaukomdrainage-Implantate haben bisher eine feste Position bei komplizierten, refraktären Glaukomen. Neueren Studien zufolge scheint die Implantation auch in früheren Erkrankungsstadien gerechtfertigt. Mikro-Bypass-Stents könnten eine innovative, minimalinvasive Alternative zu den bisherigen Therapiemaßnahmen bei Glaukom sein, wenn Augentropfen nicht mehr vertragen werden oder nicht mehr wirksam den Augeninnendruck in den Zieldruckbereich senken. Dr. Inga Kersten-Gomez, Dr. Peter Breil und Prof. Dr. Burkhard H. Dick berichten über erste klinische Erfahrungen mit suprachoroidalen Implantaten (Stents) an der Universitäts-Augenklinik Bochum.

Das okuläre Pemphigoid

Eine schicksalhafte Erkrankung?

Das okuläre Pemphigoid ist eine Autoimmunerkrankung, die im Endstadium zur Erblindung oder zu einer vollkommenen Einschränkung der Bulbusmotilität durch ein Ankyloblepharon führen kann. Ziel einer Untersuchung an der Charité Universitätsmedizin Berlin war es, klinische Symptome, Risikofaktoren und Immunpathologie der Patienten auszuwerten und im Hinblick auf Therapie und klinischen Verlauf nach Verbesserungsmöglichkeiten im Management dieser Erkrankung zu suchen. Antonia Berthold und Prof. Dr. Uwe Pleyer fassen die Ergebnisse zusammen.

Peripherer Morbus Eales

Ein Fallbericht

Beim Morbus Eales handelt es sich um eine obliterierende retinale Vaskulitis unklarer Genese. Meistens sind beide Augen betroffen. Dr. Frauke Scharffetter zeigt am vorliegenden Fallbeispiel, dass die Prognose des Morbus Eales bei rechtzeitiger Diagnostik und Therapie durch Laser- oder Kryokoagulation gut ist.

Kongress ÖOG 2010

Kongress ÖOG 2010

Interview mit Prof. Dr. Günther Grabner

Vom 13. bis 15. Mai findet in Zell am See die 51. Tagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG) statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Günther Grabner über seine Ziele in den kommenden Jahren und seine Vorstellungen von der ÖOG, nicht nur als wissenschaftliche Gesellschaft, sondern als gesellschaftspolitisch wirkende Vereinigung.

Qualitätsmanagement auf europäischer Ebene

Qualitätsmanagement auf europäischer Ebene

Europäisches Projekt zur Entwicklung evidenzbasierter Qualitätsrichtlinien

Mit dem innovativen, europäischen Projekt EUREQUO werden Ergebnisse refraktiver und kataraktchirurgischer Eingriffe in jeweils nationalen Registern gesammelt und ausgewertet. Ziel ist die Entwicklung evidenzbasierter europäischer Qualitätsrichtlinien. Profitieren kann jeder teilnehmende Augenarzt. Silke Höhler (M.A.) und Prof. Dr. Thomas Kohnen erläutern das Projekt.

Zum 1. Internationalen Homburger Hornhauttag

Zum 1. Internationalen Homburger Hornhauttag

Wissenschaftlicher Austausch zu kornealen Erkrankungen

Zum ersten Internationalen Homburger Hornhauttag hatte Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), anlässlich des zehnjährigen Bestehens der LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux, Trier/Westpfalz in Homburg/Saar im März eingeladen. Mehr als 300 Teilnehmer folgten der Einladung zur Fortbildungsveranstaltung. Dr. Frank Schirra und Prof. Dr. Berthold Seitz fassen die Tagungsthemen zusammen.

Die mögliche Rolle des Glaskörpers bei der Pathogenese der AMD

Aufgrund seiner anatomischen Lokalisation an der Makula wird der Glaskörper gegenwärtig als möglicher Co-Faktor in der Pathogenese der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) diskutiert. Bisherige Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen vitreoretinaler Adhärenz beziehungsweise vitreoretinaler Traktion und exsudativer AMD hin. Ob eine physiologische oder mechanische oder enzymatisch induzierte Glaskörperabhebung einen positiven Effekt auf den Verlauf der exsudativen AMD hätte, kann jedoch aufgrund fehlender Studien noch nicht beurteilt werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Stefan Mennel, Prof. Dr. Carsten H. Meyer und Prof. Dr. Jörg Schmidt.

Drusen – Indikatoren für eine AMD?

Im klinischen Alltag lassen sich bei der ophthalmologischen Beurteilung des Augenhintergrundes gerade beim älteren Patienten häufig Drusen nachweisen. Jedoch gelten nur einige Drusenkonstellationen als Frühform einer Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) und stellen einen Risikofaktor für fortgeschrittene AMD-Stadien dar. Bei Vorliegen von Risikokonstellationen sollte der Patient für die Symptome einer neovaskulären AMD sensibilisiert werden, damit gegebenenfalls frühzeitig eine Therapie mit günstigerer Visusprognose initiiert werden kann. Ein Beitrag von Dr. Martin Rudolf, Dr. Joshua Torrent Despouy und Prof. Dr. Salvatore Grisanti.