Aus der aktuellen Ausgabe

Auge und Sehen

Der Lesestein
Obwohl die alten Ägypter wie auch die Griechen schon teilweise über Kenntnisse der optischen Brechungsgesetze verfügten, waren ihnen sphärisch bearbeitete Gläser unbekannt. Zwar findet sich bei Aristophanes um 300 vor Christus ein Hinweis darauf, dass ein entsprechend zugeschliffenes Glas genauso wie ein Hohlspiegel als Brennglas benutzt werden kann, aber alle archäologischen Funde brachten bislang nichts zu Tage, was auf das Vorhandensein optischer Linsen in der Antike Hinweis geben könnte.

Operatives Training im Ausland

Erfahrungen zur Auswahl eines geeigneten OP-Zentrums in Indien
Längst sind operative Trainingseinsätze im Ausland kein Geheimtipp mehr. Nach aktuellen Schätzungen des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) nimmt die Zahl deutscher sowie internationaler Augenärzte aus Industrienationen, die ihre operative Erfahrung im Ausland vertiefen, stetig zu. Auf der anderen Seite stellt sich auch der indische „Trainingsmarkt“ auf den zunehmenden Ansturm aus Europa, Amerika und Asien ein und hat diesen als lukrative Einnahmequelle entdeckt. Dr. Riad Khaireddin schildert seine in Indien gesammelten Erfahrungen und gibt Kollegen, die es ihm gleichtun wollen, praktische Tipps.

Anpassung von Spezial-Kontaktlinsen

Die operative Augenheilkunde hat große Fortschritte zu verzeichnen sowohl auf dem Gebiet der Hornhautübertragungen als auch in der Refraktiven Chirurgie. Trotzdem bleiben immer wieder Refraktionsdefizite, die mit Kontaktlinsen korrigiert werden können, und es gibt Fehlsichtigkeiten und Augenerkrankungen, wie zum Beispiel den Keratokonus, die erst mit Kontaktlinsen eine volle Sehschärfe erreichen. Dr. Dorothea Kuhn gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Speziallinsenanpassung.

Aufwand und Wirtschaftlichkeit einer KL-Anpassung

Für die gesamte ärztliche Leistung einer Kontaktlinsenanpassung, unabhängig davon, ob ein oder beide Augen versorgt werden müssen, ersetzen die gesetzlichen Krankenkassen unter Berufung auf ihre Tarifordnung einem Augenarzt als so genanntes Regelleistungsvolumen eine Dreimonatspauschale von derzeit etwa 22 Euro abzüglich einer Verwaltungspauschale, die von der kassenärztlichen Vereinigung einbehalten wird. Dr. Hans-Walter Roth unterzieht das Verhältnis von Aufwand und Honorierung einer kritischen Betrachtung.

Zur 13. Internationalen Myopie-Konferenz 2010 in Tübingen

Forschung zu Mechanismen der Myopie
Anlässlich der im zweijährigen Turnus stattfindenden, interdisziplinären Myopie-Konferenz (International Myopia Conference, IMC) trafen sich rund 250 Teilnehmer aus 31 Ländern Ende Juli in Tübingen, um neueste Forschungsergebnisse zu den Mechanismen der Myopie auszutauschen und zu diskutieren. Prof. Dr. rer. nat. Frank Schaeffel und Dr. Marita Feldkämper fassen einige Tagungsaspekte zusammen.

Ophthalmologische Veränderungen im Rahmen von Hypophysentumoren

Die zahlenmäßig größte Gruppe der raumfordernden Prozesse im Bereich der Sella sind die Hypophysenadenome. Erst bei suprasellärer Ausdehnung des Adenoms kommt es zu Sehstörungen, die den Patienten in etwa 70 Prozent der Fälle zum Augenarzt führen. Zu den Symptomen gehören Störungen des Gesichtsfeldes, Abnahme des Sehvermögens und Veränderungen des Augenhintergrundes (Optikusatrophie). Dr. Ulrike Berghold erläutert klinische Veränderungen und deren Differentialdiagnosen.

Fall: Retinopathia traumatica nach Thoraxkompression

Die Retinopathia traumatica (Morbus Purtscher) ist eine seltene Erkrankung nach Thorax- und Schädeltraumen. Kurz nach dem Unfall führt sie zu einem meist deutlichen Visusabfall. Ein ähnliches Krankheitsbild wird nach mehreren internistischen Erkrankungen beschrieben. Es existieren mehrere Hypothesen zur Entstehung der Netzhautveränderungen. Ausgehend von einem Fallbericht, stellt Dr. Michael K. Zander typische Befunde dieser Erkrankung, ihre Diagnostik und Therapie vor.

EuRetina-Kongress 2010

Interview mit Prof. Dr. Gisbert Richard zur gemeinsamen Tagung von EuRetina und ESCRS
Die zehnte Tagung der European Society of Retina Specialists (EuRetina) findet in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) vom 2. bis 8. September in Paris statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Gisbert Richard, Direktor der Universitäts-Augenklinik Hamburg und Generalsekretär der EuRetina, über die neue Zusammenarbeit.