Aus der aktuellen Ausgabe

Anpassung von Spezial-Kontaktlinsen

Die operative Augenheilkunde hat große Fortschritte zu verzeichnen sowohl auf dem Gebiet der Hornhautübertragungen als auch in der Refraktiven Chirurgie. Trotzdem bleiben immer wieder Refraktionsdefizite, die mit Kontaktlinsen korrigiert werden können, und es gibt Fehlsichtigkeiten und Augenerkrankungen, wie zum Beispiel den Keratokonus, die erst mit Kontaktlinsen eine volle Sehschärfe erreichen. Dr. Dorothea Kuhn gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Speziallinsenanpassung.

Aufwand und Wirtschaftlichkeit einer KL-Anpassung

Für die gesamte ärztliche Leistung einer Kontaktlinsenanpassung, unabhängig davon, ob ein oder beide Augen versorgt werden müssen, ersetzen die gesetzlichen Krankenkassen unter Berufung auf ihre Tarifordnung einem Augenarzt als so genanntes Regelleistungsvolumen eine Dreimonatspauschale von derzeit etwa 22 Euro abzüglich einer Verwaltungspauschale, die von der kassenärztlichen Vereinigung einbehalten wird. Dr. Hans-Walter Roth unterzieht das Verhältnis von Aufwand und Honorierung einer kritischen Betrachtung.

Zur 13. Internationalen Myopie-Konferenz 2010 in Tübingen

Forschung zu Mechanismen der Myopie
Anlässlich der im zweijährigen Turnus stattfindenden, interdisziplinären Myopie-Konferenz (International Myopia Conference, IMC) trafen sich rund 250 Teilnehmer aus 31 Ländern Ende Juli in Tübingen, um neueste Forschungsergebnisse zu den Mechanismen der Myopie auszutauschen und zu diskutieren. Prof. Dr. rer. nat. Frank Schaeffel und Dr. Marita Feldkämper fassen einige Tagungsaspekte zusammen.

Ophthalmologische Veränderungen im Rahmen von Hypophysentumoren

Die zahlenmäßig größte Gruppe der raumfordernden Prozesse im Bereich der Sella sind die Hypophysenadenome. Erst bei suprasellärer Ausdehnung des Adenoms kommt es zu Sehstörungen, die den Patienten in etwa 70 Prozent der Fälle zum Augenarzt führen. Zu den Symptomen gehören Störungen des Gesichtsfeldes, Abnahme des Sehvermögens und Veränderungen des Augenhintergrundes (Optikusatrophie). Dr. Ulrike Berghold erläutert klinische Veränderungen und deren Differentialdiagnosen.

Fall: Retinopathia traumatica nach Thoraxkompression

Die Retinopathia traumatica (Morbus Purtscher) ist eine seltene Erkrankung nach Thorax- und Schädeltraumen. Kurz nach dem Unfall führt sie zu einem meist deutlichen Visusabfall. Ein ähnliches Krankheitsbild wird nach mehreren internistischen Erkrankungen beschrieben. Es existieren mehrere Hypothesen zur Entstehung der Netzhautveränderungen. Ausgehend von einem Fallbericht, stellt Dr. Michael K. Zander typische Befunde dieser Erkrankung, ihre Diagnostik und Therapie vor.

EuRetina-Kongress 2010

Interview mit Prof. Dr. Gisbert Richard zur gemeinsamen Tagung von EuRetina und ESCRS
Die zehnte Tagung der European Society of Retina Specialists (EuRetina) findet in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) vom 2. bis 8. September in Paris statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Gisbert Richard, Direktor der Universitäts-Augenklinik Hamburg und Generalsekretär der EuRetina, über die neue Zusammenarbeit.

Interaktiver Glaukomdialog in Kiel

Zum Thema „Glaukom und Gehirn“ unter besonderer Berücksichtigung der neurodegenerativen Erkrankungen fand im Wasserturm Ravensberg in Kiel eine regionale interaktive Fortbildung statt. Nicht nur neuere Ergebnisse der Grundlagenforschung, sondern auch hieraus gewonnene praxisrelevante Erkenntnisse sowie die daraus abgeleiteten Empfehlungen wurden vorgetragen und diskutiert. Dr. Udo Hennighausen fasst die Fortbildung zusammen.

Personalkosten und Steuern in der Augenarztpraxis 2010

Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz
Grundsätzlich stellen sämtliche Kosten für das Betriebspersonal gewinnmindernde Betriebsausgaben dar. Das sind nicht nur die Arbeitslöhne einschließlich der Lohn- und Kirchensteuer, des Solidaritätszuschlags, der Weihnachts-, Urlaubs- und Überstundengelder sowie der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, sondern auch Sachbezüge und sonstige Zuwendungen an das Personal, und zwar unabhängig davon, ob diese Zuwendungen lohnsteuerpflichtig sind oder nicht. Voraussetzung ist allerdings, dass die Arbeitnehmertätigkeit sich ausschließlich auf die Arbeit in der Augenarztpraxis bezieht und keine Verquickung mit Arbeiten für den Privathaushalt des Augenarztes gegeben ist. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans-L. Dornbusch erläutert wesentliche Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz und gibt einige Beispiele samt Verweisen auf Rechtsgrundlagen.