Aus der aktuellen Ausgabe

Fall: Retinopathia traumatica nach Thoraxkompression

Die Retinopathia traumatica (Morbus Purtscher) ist eine seltene Erkrankung nach Thorax- und Schädeltraumen. Kurz nach dem Unfall führt sie zu einem meist deutlichen Visusabfall. Ein ähnliches Krankheitsbild wird nach mehreren internistischen Erkrankungen beschrieben. Es existieren mehrere Hypothesen zur Entstehung der Netzhautveränderungen. Ausgehend von einem Fallbericht, stellt Dr. Michael K. Zander typische Befunde dieser Erkrankung, ihre Diagnostik und Therapie vor.

EuRetina-Kongress 2010

Interview mit Prof. Dr. Gisbert Richard zur gemeinsamen Tagung von EuRetina und ESCRS
Die zehnte Tagung der European Society of Retina Specialists (EuRetina) findet in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) vom 2. bis 8. September in Paris statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Gisbert Richard, Direktor der Universitäts-Augenklinik Hamburg und Generalsekretär der EuRetina, über die neue Zusammenarbeit.

Interaktiver Glaukomdialog in Kiel

Zum Thema „Glaukom und Gehirn“ unter besonderer Berücksichtigung der neurodegenerativen Erkrankungen fand im Wasserturm Ravensberg in Kiel eine regionale interaktive Fortbildung statt. Nicht nur neuere Ergebnisse der Grundlagenforschung, sondern auch hieraus gewonnene praxisrelevante Erkenntnisse sowie die daraus abgeleiteten Empfehlungen wurden vorgetragen und diskutiert. Dr. Udo Hennighausen fasst die Fortbildung zusammen.

Personalkosten und Steuern in der Augenarztpraxis 2010

Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz
Grundsätzlich stellen sämtliche Kosten für das Betriebspersonal gewinnmindernde Betriebsausgaben dar. Das sind nicht nur die Arbeitslöhne einschließlich der Lohn- und Kirchensteuer, des Solidaritätszuschlags, der Weihnachts-, Urlaubs- und Überstundengelder sowie der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, sondern auch Sachbezüge und sonstige Zuwendungen an das Personal, und zwar unabhängig davon, ob diese Zuwendungen lohnsteuerpflichtig sind oder nicht. Voraussetzung ist allerdings, dass die Arbeitnehmertätigkeit sich ausschließlich auf die Arbeit in der Augenarztpraxis bezieht und keine Verquickung mit Arbeiten für den Privathaushalt des Augenarztes gegeben ist. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans-L. Dornbusch erläutert wesentliche Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz und gibt einige Beispiele samt Verweisen auf Rechtsgrundlagen.

Anpassung von Spezial-Kontaktlinsen

Die operative Augenheilkunde hat große Fortschritte zu verzeichnen sowohl auf dem Gebiet der Hornhautübertragungen als auch in der Refraktiven Chirurgie. Trotzdem bleiben immer wieder Refraktionsdefizite, die mit Kontaktlinsen korrigiert werden können, und es gibt Fehlsichtigkeiten und Augenerkrankungen, wie zum Beispiel den Keratokonus, die erst mit Kontaktlinsen eine volle Sehschärfe erreichen. Dr. Dorothea Kuhn gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Speziallinsenanpassung.

Aufwand und Wirtschaftlichkeit einer KL-Anpassung

Für die gesamte ärztliche Leistung einer Kontaktlinsenanpassung, unabhängig davon, ob ein oder beide Augen versorgt werden müssen, ersetzen die gesetzlichen Krankenkassen unter Berufung auf ihre Tarifordnung einem Augenarzt als so genanntes Regelleistungsvolumen eine Dreimonatspauschale von derzeit etwa 22 Euro abzüglich einer Verwaltungspauschale, die von der kassenärztlichen Vereinigung einbehalten wird. Dr. Hans-Walter Roth unterzieht das Verhältnis von Aufwand und Honorierung einer kritischen Betrachtung.

Zur 13. Internationalen Myopie-Konferenz 2010 in Tübingen

Forschung zu Mechanismen der Myopie
Anlässlich der im zweijährigen Turnus stattfindenden, interdisziplinären Myopie-Konferenz (International Myopia Conference, IMC) trafen sich rund 250 Teilnehmer aus 31 Ländern Ende Juli in Tübingen, um neueste Forschungsergebnisse zu den Mechanismen der Myopie auszutauschen und zu diskutieren. Prof. Dr. rer. nat. Frank Schaeffel und Dr. Marita Feldkämper fassen einige Tagungsaspekte zusammen.

Zum World Ophthalmology Congress 2010 in Berlin

WOC 2010: Ein Treffen der Superlative
Es war ein für Deutschland besonderes und spannendes Großereignis, zu dem WOC-Präsident Prof. Dr. Gerhard K. Lang geladen hatte – und die Gäste kamen zahlreich: Rund 13.000 Teilnehmer aus 145 Ländern folgten der Einladung zum World Ophthalmology Congress, der nach 44 Jahren erstmals wieder in Deutschland tagte. Zahlen, die man sich nicht zu erhoffen gewagt hatte und die den Stellenwert der deutschen Ophthalmologie weltweit eindrücklich bestätigten. Geboten wurde den Gästen aus aller Welt ein glanzvoller Kongress mit einem internationalen Programm von Spitzenniveau und zahlreichen Highlights sowie ein stets präsenter, gut gelaunter Kongresspräsident, der mit leichter Hand das Ausnahmeereignis souverän managte. Auch seitens der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD), die im Vorfeld des internationalen Programms den Beginn des Weltkongresses mit einer deutschsprachigen Tagung einleitete, zeigte man sich mit den Besucherzahlen zufrieden. Flankiert und unterstützt wurde die internationale Zusammenkunft auf 4.700 qm von der größten Industrieausstellung, die es je bei einem deutschen Augenheilkunde-Kongress gegeben hat. Selbst das Rahmenprogramm sprengte bisherige Maßstäbe und bot begeisternde Spitzenunterhaltung. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Premiumlinsen und Kostenerstattung in der Praxis

Die Ansprüche der Patienten auf ein gutes Ergebnis nach Kataraktoperation und somit die Nachfrage nach Sonder- beziehungsweise Premiumlinsen sind im letzten Jahrzehnt erheblich gestiegen. In einigen Gebieten Deutschlands ermöglichen Strukturverträge eine Zuzahlung, so dass Patienten nicht die gesamten Operationskosten selber tragen müssen. Dr. Stefanie Schmickler gibt einen Überblick zu Premiumlinsen und deren Kostenerstattung in der Praxis.