Aus der aktuellen Ausgabe

Pigmentierte submakuläre Veränderungen bei einem Kind

Bei dem kombinierten Hamartom der Netzhaut und des RPE (CHRRPE) handelt es sich um eine benigne, häufig kongenitale Veränderung, welche meist juxtapapillär, seltener makulär, aber auch peripher vorkommen kann, in den meisten Fällen unilateral auftritt und bei makulärer Beteiligung eine hochgradige Visusminderung verursacht. Eva Lahme, Abed Atili und Prof. Dr. Hans Hoerauf beschreiben den Fall eines fünfjährigen Kindes, das zur Abklärung einer epiretinalen Gliose vorgestellt worden war.

5. Interdisziplinärer Hannoverscher Orbitakurs

Orbitaerkrankungen, Robotik und Präparierübung
Die interdisziplinäre Diskussion über Diagnostik und Therapie von Orbitaerkrankungen stand im Mittelpunkt des 5. Interdisziplinären Orbitakurses Ende Juni in Hannover. Die Veranstaltung, an der rund 50 Teilnehmer aus verschiedenen Fachdisziplinen teilnahmen, stand unter der wissenschaftlichen Leitung dreier Fachbereiche: des HNO-Facharztes Prof. Dr. Dr. Hans-J. Welkoborsky, des Augenarztes Prof. Dr. Burkhard Wiechens (beide KRH Klinikum Nordstadt) sowie Prof. Dr. Matthias Ochs vom Institut für funktionelle und angewandte Anatomie der Medizinischen Hochschule Hannover (MMH). Dr. Udo Hennighausen fasst Aspekte der Fortbildung zusammen.

Neuartiges traumachirurgisches Training an menschlichen Präparaten

Ein in der Ophthalmochirurgie neuer chirurgischer Ausbildungs- und Trainingskurs an nicht konserviertem Leichengewebe fand mit dem „1st International Course on Ophthalmic and Oculoplastic Reconstruction and Trauma Surgery“ am AKH Wien (Universitätskliniken) statt. Univ.-Prof. Dr. Franz Josef Steinkogler und Ass.-Prof. Dr. Stephan Kaminski leiteten den Kurs und stellen dessen Aufbau vor.

Zerebrale Befunde bei Glaukomen – ein neuer Biomarker?

Als Ursache für den Glaukomschaden der kompletten Sehbahn könnte ein erhöhter Augendruck (intraokulär wirksam) und Ischämien mit einer generalisierten Neurodegeneration (intrazerebral wirksam) angesehen werden. Dafür spricht, dass die Autoregulation der zerebralen Durchblutung bei Glaukompatienten signifikant beeinträchtigt ist. Prof. Dr. Georg Michelson, Dr. Simone Wärntges, Dr. Tobias Engelhorn, M. Sc. Ahmed El Rafei, Dr.-Ing. Joachim Hornegger und Prof. Dr. Arnd Dörfler erörtern die zerebralen Befunde bei Glaukomen als neuen Biomarker.

Quadriga-Preis 2010 für das Ehepaar Kristina und Albrecht Hennig

Das Ehepaar Kristina Dr. Albrecht und Hennig wurde am 3. Oktober im Konzertsaal des Berliner Gendarmenmarktes mit dem Quadriga-Preis ausgezeichnet, einem Einheits- und Friedenspreis für Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, die durch ihr Engagement ein Zeichen für Aufbruch, Erneuerung und Pioniergeist gesetzt haben. Damit wurde die vorbildliche bürgerschaftliche Haltung des Ehepaares, das sich seit 28 Jahren um eine augenheilkundliche Versorgung in Nepal bemüht, gewürdigt. Im März 2010 bereits war das Ehepaar Hennig mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Ein Bericht von Dr. Hannsjürgen Trojan.

Verbesserte wellenfrontgeführte Ablation

Klinische Ergebnisse nach LASIK zur Korrektur von Myopie und myopem Astigmatismus
Durch eine Excimerlaserbehandlung wird die natürliche Hornhautgeometrie gezielt so verändert, dass Refraktionsfehler ausgeglichen werden. Eine konventionelle Ablation kann ebenso wenig wie eine Brille Abbildungsfehler höherer Ordnung beseitigen. Beim menschlichen Auge machen sich starke Aberrationen höherer Ordnung insbesondere bei durch mesopische Bedingungen dilatierter Pupille negativ bemerkbar. Die Patienten klagen dann über die störende Wahrnehmung von Lichthöfen und einen Brillanzverlust. Dr. Suphi Taneri, Dipl.-Ing. Saskia Oehler und Dr. Jörg M. Koch berichten über eigene klinische Ergebnisse nach LASIK zur Korrektur von Myopie und myopem Astigmatismus.

Operatives Training im Ausland

Erfahrungen zur Auswahl eines geeigneten OP-Zentrums in Indien
Längst sind operative Trainingseinsätze im Ausland kein Geheimtipp mehr. Nach aktuellen Schätzungen des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) nimmt die Zahl deutscher sowie internationaler Augenärzte aus Industrienationen, die ihre operative Erfahrung im Ausland vertiefen, stetig zu. Auf der anderen Seite stellt sich auch der indische „Trainingsmarkt“ auf den zunehmenden Ansturm aus Europa, Amerika und Asien ein und hat diesen als lukrative Einnahmequelle entdeckt. Dr. Riad Khaireddin schildert seine in Indien gesammelten Erfahrungen und gibt Kollegen, die es ihm gleichtun wollen, praktische Tipps.

Interview mit Dr. Armin Scharrer zum DOC-Kongress 2010

Der traditionell im Frühsommer in Nürnberg stattfindende Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) tagt in diesem Jahr vom 21. bis 24. Oktober in Hamburg. Der ungewohnte Herbsttermin war ein Zugeständnis an den im Juni durchgeführten World Ophthalmology Congress (WOC 2010), um eine zeitliche Überschneidung beider Kongresse zu vermeiden. DER AUGENSPIEGEL sprach mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer über die diesjährige Tagung.

Steuerliche Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen

Zur Neuregelung durch das Bürgerentlastungsgesetz
Der Augenarzt hat wie jedermann ein elementares Interesse daran, sich gegen die Hauptrisiken des Lebens wie Krankheit, Alter und Invalidität zu versichern. Das ist für ihn jedoch mit hohen Kosten verbunden, weil er im Gegensatz zum sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, dessen Beitragsleistungen zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen werden, die Versicherungsbeiträge voll aus seinem verfügbaren Einkommen aufzubringen hat. Diese Aufwendungen gehören einkommensteuerrechtlich zu den so genannten Vorsorgeaufwendungen, die in bestimmten Grenzen steuerlich abzugsfähig sind. Mit dem Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen („Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung“) vom 16. Juli 2009 (BGBl. I S. 1959) hat der Gesetzgeber zum 1. Januar 2010 die steuerliche Berücksichtigung von Beiträgen insbesondere zur Kranken- und Pflegeversicherung deutlich verbessert. Dipl. Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch erläutert die Änderungen.