Aus der aktuellen Ausgabe

UGH-Syndrom bei modernen Hinterkammerlinsen

Das UGH-Syndrom (Akronym für Uveitis, Glaukom, Hyphäma) ist eine seltene Komplikation nach der Katarakt¬operation. In den 1980er Jahren trat es vermehrt nach der Implantation von Vorderkammerlinsen auf. Auch bei sulkusfixierten Hinterkammerlinsen wurden zum Teil persistierende Störungen der Blut-Kammerwasserschranke beschrieben. Nachdem die kapselsackgestützte Hinterkammerlinse der Goldstandard bei der Kunstlinsenimplantation geworden ist, hat sich die Inzidenz des UGH-Syndroms deutlich vermindert, es tritt aber immer noch vor allem nach komplizierten Operationen in Einzelfällen auf. Dr. Henning Aurich, Dr. Heike Häberle und Prof. Dr. Duy-Thoai Pham erläutern anhand von Patientenbeispielen Symptome und Therapie des UGH-Syndroms.

Linsenluxationen – Ursache und Therapie

Ergebnisse einer retrospektiven Studie der letzten zehn Jahre
Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung ist mit einer Zunahme von Luxationen der natürlichen Linse sowie auch von Hinterkammerlinsen zu rechnen. Dabei erfolgt die Luxation der Hinterkammerlinse (HKL) nach komplikationsloser Kataraktoperation oft erst Jahre später. An der Augenklinik des Helios Klinikums Berlin-Buch wurde über einen Zeitraum von zehn Jahren eine retrospektive Studie zur Operation der Luxatio lentis und luxierten HKL in Verbindung mit einer Pars-plana-Vitrektomie durchgeführt. Dr. Helge Breuß und Dr. Jörn Kuchenbecker stellen die Studienergebnisse vor.

Zur XXIV. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 1)

Ophthalmohistoriker tagten in Köln
Als größte Stadt Nordrhein-Westfalens ist Köln für seine 2000-jährige Geschichte, sein kulturelles und architekto¬nisches Erbe und auch für seine international bedeutenden Veranstaltungen weltweit bekannt. Vom 17. bis 19. September 2010 war die Domstadt auch von höchstem ophthalmohistorischen Interesse: An diesem Wochenende fand der 24. Jahreskongress der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) in der drittgrößten Stadt Deutschlands statt. Dr. Sibylle Scholtz berichtet über die Tagungsinhalte.

83. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte

„Innovative Techniken in der Augenheilkunde“
Rund 270 Augenärzte und Teilnehmer fanden sich zur 83. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte ein, die unter dem Leitthema „Innovative Techniken in der Augenheilkunde“ Anfang November in Ludwigshafen tagte. Über die diesjährige Tagung unter der Leitung des Tagungspräsidenten Prof. Dr. Lars-Olof Hattenbach, Direktor der Augenklinik Ludwigshafen, sowie des Schriftführers der Vereinigung, Prof. Dr. Lutz Welge-Lüßen, berichtet Dr. Werner Keßler.

„Internationale Aktivitäten und Kooperationen“

Zwei Jahre nach der DOG-Roadmap – was wurde umgesetzt?
Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) wurde 1857 in Heidelberg gegründet und ist somit die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt. Sie ist mit ihren weit über 5.900 Ärzten seit Beginn in das Netz internationaler Beziehungen eingebunden und sich ihrer humanitären Verantwortung für die globale Bekämpfung von Augenkrankheiten bewusst, heißt es in der DOG-Roadmap, die 2008 als zielführend für die kommenden Jahre formuliert wurde. Welche Aktivitäten hat es in der Zwischenzeit gegeben, was wurde neu initiiert? Dr. Hannsjürgen Trojan hat nachgefragt.

„Schöne neue Augenwelt“

Patientenbindung über ein gezieltes Praxiskonzept
Für eine erfolgreiche Positionierung der eigenen Praxis reicht längst nicht mehr nur die fachliche Kompetenz, in einem zunehmenden Maß gehört auch eine stärkere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Patienten und ein gezieltes Marketing zum Management einer erfolgreichen Praxis. Patienten wünschen sich nicht nur ein angemessenes Leistungsspektrum, sondern auch stimmige Abläufe und eine patientenorientierte Kommunikation. Wer für eine Bindung des Patienten an seine Praxis sorgen möchte, muss die Patientenbedürfnisse ernst nehmen und nach neuen Konzepten suchen. Dr. Udo Hennighausen berichtet über ein ungewöhnliches Praxiskonzept.

Okuläre Gefäßverschlüsse

Spiegel einer Systemerkrankung
Retinale Gefäßverschlüsse haben meist systemische Ursachen, deren Abklärung und adäquate Therapie nicht nur den ophthalmologischen Verlauf, sondern auch die Prognose des zukünftigen Morbiditäts- und Mortalitätsgrades der Betroffenen beeinflussen wird. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dr. Matthias Lüke erläutert Risikofaktoren und Herausforderungen bei der Diagnosestellung.

Laseraktivierte Goldnanopartikel

Eine potentielle neue Behandlungsmethode der exsudativen AMD?
Ziel eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes war es, neben den offensichtlichen Anwendungsbereichen für Nanopartikel, wie beispielsweise Krebstherapien, auch neue Anwendungsfelder für andere Volkskrankheiten zu erschließen. Hierzu gehört die Behandlung der exsudativen altersbedingten Makuladegeneration (AMD) durch eine mittels Laserlicht induzierte Inaktivierung der choroidalen Neovaskularisationen. Dipl.-Biol. Ina Hahn stellt im Folgenden die aus dem Projekt gewonnen Erkenntnisse vor.

3. MedTech-Forum in Brüsse

Zuzahlungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen
Der europäische Dachverband der Medizinprodukteindustrie (Eucomed) lud Mitte Oktober zum 3. MedTech-Forum nach Brüssel ein. Als einziger Vertreter der Ärzteschaft ist Prof. Dr. Gerd Uwe Auffarth, Kommissarischer Leiter der Universitäts-Augenklinik Heidelberg, seit über drei Jahren für den kritischen Dialog mit Kommissionsvertretern und Parlamentariern im Rahmen des MedTech-Forums federführend verantwortlich. Ein Beitrag von Dr. Sibylle Scholtz.

Einfluss des Flaps bei LASEK und Epi-LASIK

Brauchen wir das Epithel bei Oberflächenbehandlungen?
Im Rahmen einer prospektiven, randomisierten, kontalateralen Singlecenter-Studie am Zentrum für Refraktive Chirurgie in Münster ging es um die Frage: Welchen Einfluss hat der Flap auf Seherholung, Epithelschluss, Schmerzempfindung und Hazebildung bei Korrektion von leichten bis mittleren Fehlsichtigkeiten mit Epi-LASIK und LASEK? Dr. Suphi Taneri, Dipl.-Ing. Saskia Oehler und Dr. Jörg M. Koch stellen die Studienergebnisse vor.