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Inauguration der „Oskar Fehr lecture“
Oskar Fehr war ein international renommierter Augenarzt, der unter anderem erstmals die Differentialdiagnose der makulären Hornhautdystrophie gegenüber der knötchenförmigen (granulären) und gittrigen Hornhautdystrophie beschrieb. Fehrs deutsch-jüdische Abstammung führte in den 1930er Jahren zum Berufsverbot in Deutschland und seiner Emigration. Anlässlich der 111. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Berlin findet am 20. September das erste „gemeinsame internationale Symposium der Sektion Kornea der DOG und der amerikanischen Cornea Society“ statt. Im Rahmen des Symposiums inauguriert Prof. Dr. Walter Lisch (Hanau/Mainz) die „Oskar Fehr lecture“ unter dem Titel: „Prof. Dr. med. Oskar Fehr: The depressing fate of an extraordinary German-Jewish ophthalmologist”, dessen Bedeutung für die Augenheilkunde er im Folgenden darstellt.
Wie man sehen kann, was es gar nicht gibt
Zur Physiologie und zur Philosophie von George Berkeleys Theorie über das Sehen
George Berkeley, irischer Philosoph und anglikanischer Bischof, propagierte seine Thesen von einer illusionären Welt zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Seine wichtigsten Werke verfasste er in den Jahren 1709 bis 1713, den Auftakt stellte sein „Versuch über eine neue Theorie des Sehens“, in dem er sich mit dem Verhältnis von Gesichts- und Tastwahrnehmung auseinandersetzt. Von Dr. Michael Ahlsdorf
Das Myopodiorthoticon
Serie zur Sammlung Roth (Folge 142) Die Fähigkeit, Dinge in geringem Abstand deutlich besser zu sehen als in der Ferne, kannten die Menschen schon in der Antike. Ihnen fiel auf, dass manche Menschen im Nahbereich Dinge besser erkennen konnten als andere. Die Griechen nannten den Zustand Myopie, Sehen im engen Abstand, im Nahbereich. Bereits Aristoteles…
Das Verätzungstrauma am Auge
Ätiologie, Sofortmaßnahmen und Therapie
Zu den gefährlichsten Unfallereignissen in der Ophthalmologie gehören nach wie vor Augenverätzungen. Abhängig von der chemischen Konfiguration des schädigenden Agens und seiner Einwirkdauer hängt der Behandlungserfolg beziehungsweise das Ausmaß der oft irreversiblen Schäden im Wesentlichen von der Soforttherapie ab. Diese muss konsequent und ohne zeitliche Verzögerung noch am Unfallort erfolgen. Dr. Hans-Walter Roth und Darius Madjidi (Ulm) geben einen Überblick zu Ätiologie, Sofortmaßnahmen und Therapie von Augenverätzungen.
Scheibe zur Irisdiagnostik
Serie zur Sammlung Roth (Folge 79)
Einst vermuteten die Menschen im Auge den Sitz der Seele, doch es dauerte bis in die Neuzeit, bevor die letzten Rätsel um Auge und Sehen gelöst werden konnten. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Regenbogenhaut und der durch sie umgrenzten Pupille, die sich unter dem Einfluss von Licht und Emotionen in ihrer Größe veränderte. Den Betrachter faszinierten vor allem die Variationen der Iris, ihre Pigmentierung, ihre Strukturen. Irgendwann erkannte ein Mediziner auch den diagnostischen Wert dieser Veränderungen in Farbe und Form bei Krankheiten oder im Alter. Während die Pupille bei Tageslicht nur wenige Millimeter weit ist, lässt sie bei Dunkelheit nicht mehr viel von der Regenbogenhaut selbst erkennen. Wegen ihres Farbenspiels benannten die Griechen die Iris nach der Göttin des Regenbogens.
Hormone und das Trockene Auge
Einfluss von Prolaktin und Prolaktin-induzierbarem Protein auf die Erkrankung Eine verminderte Produktion der wässrigen Komponente des Tränenfilms ist eine wichtige Ursache für die Entstehung des Trockenen Auges. Die Tränenproduktion wird durch Hormone und hormonähnliche Faktoren beeinflusst. Prolaktin (PLR), ein multifunktionales Hypophysenhormon, kommt regelmäßig in der Tränendrüse von Ratten und Kaninchen vor. Beim Menschen korreliert die…

