Aus der aktuellen Ausgabe

2. Deutsches ICL-Anwendertreffen

Diskussion und Erfahrungsaustausch
Zum zweiten Mal traf sich eine große Expertenrunde refraktiv tätiger Chirurgen zum Deutschen ICL-Anwendertreffen in Düsseldorf. Neben interessanten Vorträgen und regem Erfahrungsaustausch rund um die torische implantierbare Kontaktlinse ICL (Implantable Collamer Lens), wurden die Ergebnisse der ICL-Datensammlung vorgestellt. Ein Bericht von Dr. Ullrich Weißmantel.

World Ophthalmology Congress 2010

World Ophthalmology Congress 2010

Interview mit Prof. Dr. Gerhard K. Lang
Zum World Ophthalmology Congress (WOC) 2010, dem weltweit größten ophthalmologischen Kongress, werden Anfang Juni rund 8.000 Ophthalmologen aus etwa 120 Ländern in Berlin erwartet. Unter dem Dach des Weltkongresses laden auch die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) zu ihrer jährlichen Fachtagung ein. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Direktor der Universitäts-Augenklinik Ulm,
Prof. Dr. Gerhard K. Lang, der als Kongresspräsident in diesem Jahr nicht nur der DOG vorsteht, sondern auch dem zweijährlich stattfindenden WOC, über das internationale ophthalmologische Großereignis in Berlin.

Zum 36. Kongress der ASCRS in Boston

Zum 36. Kongress der ASCRS in Boston

Zum 36. Kongress der American Society of Cataract and Refractive Surgery (ASCRS) trafen sich im April rund 7.300 Teilnehmer in Boston, USA. Den angereisten Ophthalmologen bot sich die Möglichkeit, aus etwa 700 wissenschaftlichen Vorträgen, 18 Symposien, 130 Kursen, 170 Filmen sowie 370 Postern ein individuelles Fortbildungsprogramm zusammenzustellen. Darüber hinaus gab es weitere Beiträge und Kurse speziell abgestimmt für ärztliches Assistenz- und Pflegepersonal in Zusammenarbeit mit der American Society of Ophthalmic Administrators (ASOA). Ein Bericht von Dr. Tanja M. Rabsilber.

Unternehmenscontrolling in der Medizin

Kennen Sie Ihre Zahlen?
Viele Praxisinhaber begnügen sich nach Ablauf eines Quartals oder Jahres mit der betriebswirtschaftlichen Analyse, also einer nachträglichen Aufstellung von Kosten und Einnahmen. Für die aktive Führung der Praxis und vor allem zur Führung eines größeren Zentrums ist jedoch ein Einblick in die aktuelle Datenlage notwendig, da die Kenntnis eigener Daten und Marktdaten zu höherer Effizienz und Wettbewerbsvorteilen führt. Dr. Johannes Bräuning erörtert Anforderungen und Möglichkeiten von Unternehmenscontrolling in der Medizin.

Minimalinvasive Glaukomtherapie mit Mikro-Bypass-Stents

Erste klinische Erfahrungen mit dem suprachoroidalen Mikro-Stent
Glaukomdrainage-Implantate haben bisher eine feste Position bei komplizierten, refraktären Glaukomen. Neueren Studien zufolge scheint die Implantation auch in früheren Erkrankungsstadien gerechtfertigt. Mikro-Bypass-Stents könnten eine innovative, minimalinvasive Alternative zu den bisherigen Therapiemaßnahmen bei Glaukom sein, wenn Augentropfen nicht mehr vertragen werden oder nicht mehr wirksam den Augeninnendruck in den Zieldruckbereich senken. Dr. Inga Kersten-Gomez, Dr. Peter Breil und Prof. Dr. Burkhard H. Dick berichten über erste klinische Erfahrungen mit suprachoroidalen Implantaten (Stents) an der Universitäts-Augenklinik Bochum.

Ist ein Glaukomscreening kosteneffizient?

Durch ein flächendeckendes augenärztliches Glaukom-Untersuchungsprogramm in regelmäßigen Abständen könnten verdächtige beziehungsweise erkrankte Patienten aufgefunden und einer Therapie zugeführt werden. Dennoch wurde 2005 das Glaukomscreening nicht in dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen, sondern erfolgt in der Regel nur als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL).Dr. Christoph Hirneiß erörtert die Frage, unter welchen Bedingungen ein Glaukomscreening kosteneffizient sein könnte.

Dreijahresergebnisse zur Phakokanaloplastik

Die Kanaloplastik ist eine nicht-perforierende Glaukomoperation, bei der ein chirurgischer Schritt zum Offenhalten der Ostien des Schlemm‘schen Kanals durchgeführt und zudem das Trabekelmaschenwerk permanent unter Spannung gehalten wird. Das Verfahren ist seit fünf Jahren in einigen deutschen OP-Zentren in klinischer Anwendung, die Dreijahresergebnisse der multizentrischen Studie werden in Kürze publiziert. Prof. Dr. Norbert Körber stellt nachfolgend die Zahlen vom Augenzentrum Köln zur Phakokanaloplastik vor, einer kombinierten Katarakt-Glaukomoperation.

Die nahtlose posteriore lamelläre Keratoplastik (no stitch DSAEK)

Modifikation der DSAEK zur besonders schonenden Implantation
Zur Behandlung rein endothelialer Erkrankungen mittels Keratoplastik hat sich in den letzten Jahren die Descemet-Stripping automatisierte endotheliale Keratoplastik (DSAEK) als eine Alternative zur klassischen perforierenden Keratoplastik etabliert. Das zunächst recht aufwändige Verfahren ist inzwischen vereinfacht und standardisiert worden. Eine weitere Modifikation in Hinblick auf eine nahtlose Variante und eine besonders schonende Implantation der Spenderlamelle, die an der Charité-Augenklinik Berlin angewandt wird, stellt Prof. Dr. Dr. Peter W. Rieck vor.