Aus der aktuellen Ausgabe

Vorschau auf den Kongress der International Uveitis Study Group (IUSG) in Konstanz

Vorschau auf den Kongress der International Uveitis Study Group (IUSG) in Konstanz

Internationaler Austausch zur Uveitis-Forschung
Vom 8. bis 12. September 2008 werden sich im Konzil-Haus in Konstanz Mitglieder der International Uveitis Study Group (IUSG) zu einem internationalen Austausch über intraokulare Entzündungen treffen. Der IUSG, ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf entzündliche Erkrankungen spezialisiert haben, gehören derzeit weltweit etwa 80 Mitglieder an. Neben jährlichen kleinen Treffen, meist angebunden an internationale Kongresse, veranstaltet die IUSG alle vier Jahre einen großen Kongress, der den Teilnehmern einen Überblick über den aktuellen Wissensstand und zugleich einen Ausblick auf die nächsten Jahre bietet. Prof. Dr. Manfred Zierhut fasst Schwerpunkte und die Ziele des kommenden internationalen Kongresses, der erstmals in Deutschland stattfindet, zusammen.

Online-Bildatlas zur medizinischen Fortbildung

Der mehrsprachige Bildatlas der Augenheilkunde „Atlas of Ophthalmology“ umfasst 3.000 Bilder zur medizinischen Online-Fortbildung und wird beständig erweitert. Absicht der Autoren und Herausgeber war es, einen Referenzatlas der Augenheilkunde zu erstellen, der weltweit, mehrsprachig und kostenfrei zur Verfügung steht. Die Bilddatenbank besteht seit 2000 und ist eine der umfangreichsten und bestkommentierten Sammlungen von ophthalmologischen Krankheitsbildern. Prof. Dr. Georg Michelson stellt den Bildatlas vor.

Erhebung der distanzkorrigierten Leseschärfe

Der „Salzburg Reading Desk“ (SRD)
Patienten erwarten nach einer Presbyopiekorrektur eine Verbesserung des Lesevermögens ohne zusätzliche Lesehilfen. Dementsprechend sollte gerade in dieser Patientengruppe nicht der reine Nahvisus, sondern vielmehr die Lesefähigkeit erhoben werden. Die Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der PMU Salzburg arbeitet seit 2004 daran, ein standardisiertes Gerät zu entwickeln, um objektive, valide und damit auch vergleichbare Ergebnisse im Bezug auf die Lesefähigkeit zu erheben. Dr. Alois K. Dexl, Dipl.-Ing. Dr. techn. Horst Schlögel, Prof. Dr. Michael Wolfbauer und Prof. Dr. Günther Grabner stellen ihr Projekt vor.

Therapie venöser Netzhautgefäßverschlüsse

Medikamentöse und chirurgische Behandlungsoptionen
Gefäßverschlüsse der Netzhaut stellen keine einheitliche Entität dar, sie sind vielmehr das Spiegelbild der gesamten Breite vaskulärer Erkrankungen im menschlichen Körper. In den letzten Jahren wurden vor allem zahlreiche neue Therapiekonzepte zur Behandlung venöser Netzhautgefäßverschlüsse vorgestellt und in klinischen Studien untersucht. Dr. Alireza Mirshahi, Dr. Nicolas Feltgen, Prof. Dr. Lutz Hansen und Priv.-Doz. Dr. Lars-Olof Hattenbach beschreiben Ursachen für die Entstehung venöser retinaler Gefäßverschlüsse sowie medikamentöse und chirurgische Therapieoptionen.

Beidseitige Hornhauttrübung infolge rezidivierender Malaria tertiana

Erkrankung 15 Jahre nach Afrikaeinsatz
Die Malaria als Protozoen-Infektionskrankheit kann in bis zu 20 Prozent mit Augenbeteiligung einhergehen. Selten ist jedoch ein beidseitiges Leucoma corneae infolge interstitieller Keratitis nach etwa 15 Jahren. Dr. Ulrich Jähne und Priv.-Doz. Dr. Manfred Jähne stellen einen Fall aus der Augenklinik in Aue/Sachsen vor.

Operative Astigmatismuskorrektur mit bitorischer MICS-IOL

Bei etwa fünf bis zehn Prozent aller Kataraktpatienten findet sich ein Hornhautastigmatismus von mehr als 1,5 Dioptrien. Den vorhandenen Hornhautastigmatismus schon während der Durchführung einer Kataraktoperation zu korrigieren, ist daher ein sehr naheliegendes Bestreben für alle Patienten und Operateure. Dr. Detlev R. H. Breyer fasst seine Erfahrungen nach Implantation einer bitorischen asphärischen MICS-IOL zusammen.

EVRS – Brückenschlag zwischen Netzhaut- und Glaskörperchirurgie

EVRS – Brückenschlag zwischen Netzhaut- und Glaskörperchirurgie

Über eine „gewisse Philosophie“ und ein ungewöhnliches Tagungskonzept
Die European VitreoRetinal Society (EVRS) wurde 2001 als Brückenschlag zwischen der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie Euopas und der USA von Prof. Dr. Frank Koch (Frankfurt) gegründet. Dr. Michael Koss berichtet über Themen und Highlights der letzten Tagung in Venedig, zu der sich rund 850 Teilnehmer einfanden.

Neue Studien zur Amblyopie

Neue Studien zur Amblyopie

Die Amblyopie ist in den letzten Jahren wieder verstärkt in das Blickfeld wissenschaftlichen Interesses gerückt. Eine große Anzahl von Arbeiten beschäftigt sich mit Grundlagenwissenschaft, insbesondere der Darstellung des Seheindrucks anhand von Gittermustern und Texten (Barrett et al. 2003, Sireteaneau 2007). Priv.-Doz. Dr. Gabriele C. Gusek-Schneider fasst neuere Daten zur Amblyopietherapie zusammen.

OP-Methode zur Blepharoplastik von Ober- und Unterlid

OP-Methode zur Blepharoplastik von Ober- und Unterlid

Bei der Lidchirurgie ist die Trennlinie zwischen medizinischer und kosmetischer Indikation fließend geworden. Aber je geringer die medizinische Notwendigkeit für einen Eingriff ist, umso mehr gewinnen die ästhetischen Ansprüche an Bedeutung. Eine individuelle Schnittführung und eine möglichst atraumatische OP-Technik gehören zu den besonderen Aufgaben einer einwandfreien Blepharoplastik. Dr. Heinz Thederan stellt zwei von ihm entwickelte und patentierte, neue augenchirurgische Handinstrumente und deren Anwendung vor.

Zum V. Marburger Treffen zur Altägyptischen Medizin

Zum V. Marburger Treffen zur Altägyptischen Medizin

Augenheilkunde im alten Ägypten
Die Augenheilkunde war das letztjährige Schwerpunktthema beim V. Marburger Treffen zur Altägyptischen Medizin, das vom Institut für Ägyptologie der Philipps Universität Marburg unter der Leitung des Direktors Prof. Dr. Rainer Hannig und seines Mitarbeiters Orrel Witthuhn veranstaltet wurde. Dr. Hannsjürgen Trojan fasst Inhalte des Symposiums, an dem Mediziner und Ägyptologen teilnahmen, zusammen.