Aus der aktuellen Ausgabe

Der Bundesgerichtshof und das „Damoklesschwert der Hinauskündigung“

Im Mai erging ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Höchstdauer des Hinauskündigungsrechts der alten Partner gegenüber dem neu eintretenden Partner in Gemeinschaftspraxisverträgen. Danach werden Altgesellschafter zukünftig maximal eine Kennenlernphase von drei Jahren im Gemeinschaftspraxisvertrag vereinbaren können. Eine Urteilsanmerkung von Rechtsanwalt Dr. Karl Friedrich Dumoulin.

Frühdiagnose und Therapie des Terson-Syndroms

Eine Subarachnoidalblutung kann über den Anstieg des intrakraniellen Drucks zu einer Einblutung in das Auge führen. Moderne Vitrektomietechniken erlauben heute eine sehr komplikationsarme Entfernung der Blutung und damit eine rasche funktionelle Erholung der betroffenen Augen, was auch die soziale Rehabilitation unterstützt. Prof. Dr. Justus G. Garweg und Prof. Dr. F. Koerner berichten über eine eigene Patienten-Fallserie mit dem so genannten Terson-Syndrom und die Bedeutung der frühen Diagnose.

Kanaloplastik – Neue Aspekte der nicht-perforierenden Glaukomchirurgie

Die Kanaloplastik ist eine neue nicht-perforierende Glaukomoperation, bei der die Erfahrungen mit der Viskokanalostomie genutzt werden und ein zusätzlicher chirurgischer Schritt zum Offenhalten der Ostien des Schlemmschen Kanals durchgeführt wird. Außerdem wird das Trabekelmaschenwerk permanent unter Spannung gehalten. Prof. Dr. Norbert Körber beschreibt die Operationstechnik sowie Komplikationen und Management und stellt die vorläufigen Daten des Kölner Studienzentrums vor.

Kongress DOG 2007

Kongress DOG 2007

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) lädt vom 20. bis 23. September 2007 nicht nur zum 105. Kongress, sondern zugleich auch zur Feier ihres 150-jährigen Bestehens nach Berlin, in Europas größtes Tagungshotel, das Estrel Convention Center. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem diesjährigen DOG-Präsidenten Prof. Dr. Gernot I. W. Duncker über den Kongress und die anstehenden Festlichkeiten.

Universitätsklinik Gießen

Universitätsklinik Gießen

Verabschiedung von Prof. Dr. Herbert Kaufmann
Prof. Dr. Herbert Kaufmann, langjähriger Leiter der Universitäts-Augenklinik Gießen, hielt Ende Juni seine Abschiedsvorlesung. Kaufmann wurde, aus Köln kommend, 1978 nach Gießen berufen, zunächst als Direktor der Abteilung für Strabologie, ab 2001 nach der Emeritierung von Prof. Dr. K. W. Jakobi als Leiter der Universitäts-Augenklinik. 2006 trat er in den Ruhestand, führte aber kommissarisch die Klinik weiter bis April 2007. Mit Kaufmann zieht sich einer der renommiertesten Strabologen aus der Augenheilkunde zurück. Ein Beitrag von Dr. Hannsjürgen Trojan.

Funktionstraining nach MIOL-Implantation

Beschleunigung der Sehfunktion durch computergestütztes Training
Nach Implantation von Multifokallinsen verbessert sich der Visus oft über mehrere Monate. Diese Beobachtung, die durch einige Studien unterstützt wird, legt die Vermutung nahe, dass postoperativ ein protrahierter Lernprozess stattfindet. Am Knappschaftskrankenhaus in Sulzbach wurde nach einer geeigneten Trainingsmethode gesucht, um diesen Vorgang zu beschleunigen und auch messbar zu machen. Ein Beitrag von Gregor Ott, Dr. Hakan Kaymak und Prof. Dr. Ulrich Mester.

Glaukombehandlung – ambulant oder stationär?

Glaukombehandlung – ambulant oder stationär?

Das Therapieprinzip eines behandlungsbedürftigen Glaukoms ist die Absenkung des Augendruckes auf den so genannten Zieldruck. Bei Versagen medikamentöser Therapie oder bei zwingenden Kontraindikationen kann eine Laserchirurgie oder ein operativer Eingriff notwendig sein. Sowohl Diagnostik als auch Verlaufskontrolle werden in der Regel ambulant durchgeführt, können aber gegebenenfalls auch stationär erfolgen. Auch die operative Therapie ist sowohl ambulant oder stationär möglich. Prof. Dr. Carl Erb und Prof. Dr. Holger Mietz erörtern jeweils die Argumente für eine ambulante beziehungsweise stationäre Betreuung des Glaukompatienten.