Aus der aktuellen Ausgabe

Erhebung der distanzkorrigierten Leseschärfe

Der „Salzburg Reading Desk“ (SRD)
Patienten erwarten nach einer Presbyopiekorrektur eine Verbesserung des Lesevermögens ohne zusätzliche Lesehilfen. Dementsprechend sollte gerade in dieser Patientengruppe nicht der reine Nahvisus, sondern vielmehr die Lesefähigkeit erhoben werden. Die Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der PMU Salzburg arbeitet seit 2004 daran, ein standardisiertes Gerät zu entwickeln, um objektive, valide und damit auch vergleichbare Ergebnisse im Bezug auf die Lesefähigkeit zu erheben. Dr. Alois K. Dexl, Dipl.-Ing. Dr. techn. Horst Schlögel, Prof. Dr. Michael Wolfbauer und Prof. Dr. Günther Grabner stellen ihr Projekt vor.

Therapie venöser Netzhautgefäßverschlüsse

Medikamentöse und chirurgische Behandlungsoptionen
Gefäßverschlüsse der Netzhaut stellen keine einheitliche Entität dar, sie sind vielmehr das Spiegelbild der gesamten Breite vaskulärer Erkrankungen im menschlichen Körper. In den letzten Jahren wurden vor allem zahlreiche neue Therapiekonzepte zur Behandlung venöser Netzhautgefäßverschlüsse vorgestellt und in klinischen Studien untersucht. Dr. Alireza Mirshahi, Dr. Nicolas Feltgen, Prof. Dr. Lutz Hansen und Priv.-Doz. Dr. Lars-Olof Hattenbach beschreiben Ursachen für die Entstehung venöser retinaler Gefäßverschlüsse sowie medikamentöse und chirurgische Therapieoptionen.

Beidseitige Hornhauttrübung infolge rezidivierender Malaria tertiana

Erkrankung 15 Jahre nach Afrikaeinsatz
Die Malaria als Protozoen-Infektionskrankheit kann in bis zu 20 Prozent mit Augenbeteiligung einhergehen. Selten ist jedoch ein beidseitiges Leucoma corneae infolge interstitieller Keratitis nach etwa 15 Jahren. Dr. Ulrich Jähne und Priv.-Doz. Dr. Manfred Jähne stellen einen Fall aus der Augenklinik in Aue/Sachsen vor.

Kongress AAD 2008

Kongress AAD 2008

„Aktuelle Entwicklungen in der Augenheilkunde“ stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Jahrestagung der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD), die als gemeinsame Veranstaltung von BVA und DOG vom 4. bis 8. März im Congress Center Düsseldorf (CCD) stattfindet. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem 1. BVA-Vorsitzenden Prof. Dr. Bernd Bertram (Aachen) über die Anliegen des BVA und die Ausrichtung des Programms.

Zur 10. Jahrestagung der European Association for Vision and Eye Research (EVER)

Zur 10. Jahrestagung der European Association for Vision and Eye Research (EVER)

United in diversity
Ein kleines Jubiläum feierte die European Association for Vision and Eye Research (EVER) mit ihrer 10. Jahrestagung, die mit Prof. Dr. Uwe Pleyer (Universitäts-Augenklinik Charité, Berlin) einen deutschen Tagungspräsidenten an der Spitze hatte. Das vielfältige wissenschaftliche Programm und ein neuer Teilnehmerrekord machten deutlich, dass sich die Veranstaltung inzwischen zu einem wichtigen Treffpunkt zahlreicher europäischer ophthalmologischer Gesellschaften etabliert hat, die sich gemeinsam mit den wissenschafts- und berufspolitischen Themen in Europa auseinandersetzen. Erstmals war Slowenien (Portoroz) Gastgeber der EVER-Tagung. Prof. Dr. Uwe Pleyer berichtet über den europäischen Gedanken und die Tagung.

Zum V. Marburger Treffen zur Altägyptischen Medizin

Zum V. Marburger Treffen zur Altägyptischen Medizin

Augenheilkunde im alten Ägypten
Die Augenheilkunde war das letztjährige Schwerpunktthema beim V. Marburger Treffen zur Altägyptischen Medizin, das vom Institut für Ägyptologie der Philipps Universität Marburg unter der Leitung des Direktors Prof. Dr. Rainer Hannig und seines Mitarbeiters Orrel Witthuhn veranstaltet wurde. Dr. Hannsjürgen Trojan fasst Inhalte des Symposiums, an dem Mediziner und Ägyptologen teilnahmen, zusammen.

Kongress DGII 2008

Kongress DGII 2008

Vom 14. bis 16. Februar tagt in Heidelberg die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII). Zu den besonderen Schwerpunkten des Programms gehört in diesem Jahr die Linsenchirurgie. Multifokallinsen im Rahmen des refraktiven Linsenaustausches, aber auch torische Linsen und Sonderlinsen in der IOL-Chirurgie sind ebenso kongresssbestimmend wie die Entwicklungen im Bereich der Phakotechnologie. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem diesjährigen Tagungspräsidenten Prof. Dr. Gerd U. Auffarth (Heidelberg) über die 22. Jahrestagung.

7. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

7. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

Aktuelle Aspekte der Excimerlaserchirurgie und der IOL-Technologie standen ebenso im Mittelpunkt des siebten Frankfurter Fortbildungskurses für Refraktive Chirurgie wie Astigmatismusmanagement, Komplikationsmanagement sowie Presbyopiebehandlung. Gastgeber Prof. Dr. T. Kohnen, leitender Oberarzt der Universitäts-Augenklinik Frankfurt, führte auch in diesem Jahr durch die Tagung, zu der Experten, Kliniker und Wissenschaftler aus dem Bereich der Refraktiven und Vorderabschnittschirurgie referierten und sich dem lebhaften Dialog mit dem Auditorium stellten. Ein Bericht von Dr. Evdoxia Terzi.

Behandlung der kindlichen Katarakt

Behandlung der kindlichen Katarakt

Im Gegensatz zur sehr viel häufigeren Katarakt des älteren Menschen steht die kindliche Katarakt am Anfang des Lebens und hat damit weitaus gravierendere Konsequenzen für die Betroffenen. Ein weiterer Unterschied zur Katarakt der Erwachsenen ist die Tatsache, dass eine Linsentrübung im Säuglings- und Kindesalter zu Amblyopie führen kann, da sie in der Frühphase der Sehentwicklung auftritt. Prof. Dr. Wolf A. Lagrèze gibt einen Überblick über die Besonderheiten der kindlichen Katarakt und stellt seine an der Univ.-Augenklinik Freiburg praktizierte OP-Technik vor.