Aus der aktuellen Ausgabe

Selektive Lasertrabekuloplastik

Die nicht-thermische Technik der Selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) gilt als praktisch nebenwirkungsfrei und vermeidet die Komplikationen einer medikamentösen Behandlung. Für die frühen Glaukomformen stellt die SLT eine Alternative zur Tropfentherapie dar, für fortgeschrittene Glaukome bietet die SLT eine Option zur zusätzlichen Druckreduktion. Ein Beitrag von Dr. Ulrich-Peter Best, Dr. Harry Domack, Dr. Hans-Joachim Hofstetter und Viktor Schmidt.

Schwere Endotamponaden

Vergleich zur konventionellen Silikonöl-Endotamponade und eigene klinische Erfahrungen
Im Gegensatz zur Verwendung von Polydimethylsiloxan (PDMS) bei der Netzhautchirurgie, auch als „konventionelles Silikonöl“ bezeichnet, hat sich die Endotamponade mit schwerem Silikonöl bisher nur zögernd durchgesetzt. Prof. Dr. Katrin Engelmann diskutiert die Vor- und Nachteil dieser Tamponade im Vergleich zur konventionellen Silikonöl-Endotamponade und stellt eigene klinische Erfahrung mit einem Gemisch von PDMS mit Perfluorhexyloktan (F6H8) vor.

1. Deutsches ICL-Anwender-Meeting

Erfahrungen und Richtlinien
Zehn Jahre nach Einführung der torischen implantierbaren Kontaktlinse ICL (Implantable Collamer Lens) hatte die ICL-Study-Group, bestehend aus Prof. Dr. Burkhard Dick, Prof. Dr. Gernot Duncker, Dr. Ludger Hanneken, Dr. Detlef Breyer und Dr. Tobias Neuhann, zum ersten Deutschen ICL-Anwender-Meeting nach Düsseldorf geladen, um den gegenwärtigen State of the Art zu diskutieren sowie eine aktuelle Implantationsrichtlinie zu erarbeiten. Ein Bericht von Dr. Ullrich Weißmantel.

Interdisziplinäre Therapie der ­Endokrinen Orbitopathie

Was kann der Endokrinologe beitragen?
Bei nahezu 80 Prozent der Patienten mit immunogener Hyperthyreose findet man mehr oder weniger ausgeprägte klinische Zeichen der Endokrinen Orbitopathie (EO). Diese verläuft in den meisten Fällen milde und heilt spontan aus. Nur in etwa drei bis fünf Prozent der Fälle entwickelt sich eine schwere Endokrine Orbitopathie mit Beeinträchtigung des Sehnerven. Da die Behandlung der immunogenen Hyperthyreose auch den Verlauf der Endokrinen Orbitopathie mit beeinflusst, sollten alle Patienten mit moderater bis schwerer Endokriner Orbitopathie gemeinsam von Endokrinologen und Ophthalmologen behandelt werden, bevorzugt in einer gemeinsamen Sprechstunde. Ein Beitrag von Prof. Dr. Roland Gärtner.

Rezidivierender Winkelblock

Bei der Hämodialyse werden Flüssigkeit und harnpflichtige Substanzen aus dem Körper entfernt. Die resultierende veränderte Osmolarität beziehungsweise Osmolarität von Serum und Plasma bewirkt Flüssigkeitsverschiebungen, die auch den intraokularen Druck beeinflussen. Im folgenden Fallbeispiel berichten Dr. Nicole Zimmermann, Katja Göbel und Prof. Dr. Carl Erb über einen rezidivierenden Winkelblock bei einem Patienten mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz.

Ex-Press Mini Glaukom-Implantat

Standardisierte Operationstechnik und eigene Ergebnisse
Die therapeutischen Maßnahmen bei Glaukomen umfassen ein breites Spektrum an Möglichkeiten bis hin zu Drainageimplantaten. Frühere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass der Ex-Press Shunt, wenn er unter den Skleradeckel implantiert wird, den Augendruck signifikant senken kann. Es zeigte sich in mehreren Studien, dass sich die mit dem Ex-Press Shunt operierten Patienten hinsichtlich des Druckniveaus nicht von denen mit einer Standard-Trabekulektomie unterscheiden, jedoch hinsichtlich der Rate der frühen postoperativen Hypotonien und der Aderhautabhebungen. Zur Operationstechnik und Nachbehandlung sowie eigenen Ergebnissen ein Beitrag von Dr. Peter Wölfelschneider.

Facharztausbildung in Kenia

Facharztausbildung in Kenia

Erfahrungen aus dem Department of Ophthalmology an der University of Nairobi
Zunehmend wird nach abgeschlossenem Studium die Facharztausbildung auch außerhalb Deutschlands absolviert. Dr. Sebastian Briesen hat seine Ausbildung in Nairobi im August 2008 mit Auszeichnung abgeschlossen und ist seit September letzten Jahres als Ophthalmic consultant an einer mittelgroßen Klinik mit Schwerpunkt auf Vorderaugenabschnittschirurgie in Mombasa beschäftigt. Im Folgenden berichtet er über die Facharztausbildung in Kenia.

Kongress DOC 2009

Kongress DOC 2009

Interview mit Dr. Armin Scharrer
Vom 18. bis 21. Juni tagt der 22. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) im Messezentrum in Nürnberg. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DOC-Präsidenten Dr. Armin Scharrer über die diesjährige Tagung.

„Wir leben in turbulenten Zeiten“

„Wir leben in turbulenten Zeiten“

Auch im Mai haben Augenärzte erneut gegen die Honorarreform protestiert, zuletzt bei der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im Vorfeld des Deutschen Ärztetags in Mainz. Derweil wird die Honorarreform stetig weiterentwickelt. Ab Juli kommen wieder Neuerungen. Und wie es im nächsten Jahr weitergeht, weiß derzeit noch keiner so genau. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Augenarzt Dr. Uwe Kraffel, der als KV-Vertreter an den Verhandlungen des Bewertungsausschusses beteiligt ist, über die Neuordnung der Honorarverteilung, ihre Fallstricke und Chancen für die Augenärzte.

Die lichtadjustierbare Linse (LAL)

Klinische Erfahrungen und erste Studienergebnisse
Die lichtadjustierbare Linse (LAL) kann postoperativ durch Beleuchtung mit UV-Licht der Wellenlänge 365 nm ihre Form und ihren Brechwert modifizieren. Sie ermöglicht eine nichtinvasive und präzise postoperative Anpassung der Linsenstärke. Damit können nach Kataraktchirurgie verbleibende sphärische und astigmatische Refraktionsfehler korrigiert werden, um Emmetropie oder eine bestimmte Refraktion zu erreichen. Dr. Fritz Hengerer und Prof. Dr. Burkhard Dick  berichten über ihre klinischen Erfahrungen und stellen erste Studienergebnisse der Universitäts-Augenklinik Bochum vor.