Aus der aktuellen Ausgabe

Das okuläre Pemphigoid

Eine schicksalhafte Erkrankung?

Das okuläre Pemphigoid ist eine Autoimmunerkrankung, die im Endstadium zur Erblindung oder zu einer vollkommenen Einschränkung der Bulbusmotilität durch ein Ankyloblepharon führen kann. Ziel einer Untersuchung an der Charité Universitätsmedizin Berlin war es, klinische Symptome, Risikofaktoren und Immunpathologie der Patienten auszuwerten und im Hinblick auf Therapie und klinischen Verlauf nach Verbesserungsmöglichkeiten im Management dieser Erkrankung zu suchen. Antonia Berthold und Prof. Dr. Uwe Pleyer fassen die Ergebnisse zusammen.

Peripherer Morbus Eales

Ein Fallbericht

Beim Morbus Eales handelt es sich um eine obliterierende retinale Vaskulitis unklarer Genese. Meistens sind beide Augen betroffen. Dr. Frauke Scharffetter zeigt am vorliegenden Fallbeispiel, dass die Prognose des Morbus Eales bei rechtzeitiger Diagnostik und Therapie durch Laser- oder Kryokoagulation gut ist.

Kongress ÖOG 2010

Kongress ÖOG 2010

Interview mit Prof. Dr. Günther Grabner

Vom 13. bis 15. Mai findet in Zell am See die 51. Tagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG) statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Günther Grabner über seine Ziele in den kommenden Jahren und seine Vorstellungen von der ÖOG, nicht nur als wissenschaftliche Gesellschaft, sondern als gesellschaftspolitisch wirkende Vereinigung.

Qualitätsmanagement auf europäischer Ebene

Qualitätsmanagement auf europäischer Ebene

Europäisches Projekt zur Entwicklung evidenzbasierter Qualitätsrichtlinien

Mit dem innovativen, europäischen Projekt EUREQUO werden Ergebnisse refraktiver und kataraktchirurgischer Eingriffe in jeweils nationalen Registern gesammelt und ausgewertet. Ziel ist die Entwicklung evidenzbasierter europäischer Qualitätsrichtlinien. Profitieren kann jeder teilnehmende Augenarzt. Silke Höhler (M.A.) und Prof. Dr. Thomas Kohnen erläutern das Projekt.

Interdisziplinäre Diskussion von Augenmotilitätsstörungen

Interdisziplinäre Diskussion von Augenmotilitätsstörungen

Eine interdisziplinäre Fortbildung zum Thema Augenmotilitätsstörungen stand im Mittelpunkt der letzten Basler Fortbildungstage, zu der unter Vorsitz von Prof. Dr. Josef Flammer, Chefarzt der Augenklinik des Universitätsspitals Basel, der Verein zur Förderung der Weiterbildung in der Augenheilkunde eingeladen hatte. Rund 600 Augenärzte waren der Einladung zur Tagung gefolgt, über die Dr. Udo Hennighausen berichtet.

Inflammatorische und allergische Reaktionen der Augenoberfläche

Das benetzungsgestörte Auge ist durch eine Störung der Homöostase der Träne gekennzeichnet. Zum einen kann die Qualität der Träne durch eine Änderung des Tränendrüsensekrets verändert, zum anderen die Quantität der Tränensekretion erhöht oder vermindert sein. Daraus resultiert klinisch das nasse oder trockene Auge, dessen klinische Formen durch den Begriff der Benetzungsstörung zusammengefasst werden. Dr. Thomas Kaercher erläutert inflammatorische und allergische Reaktionen an der benetzungsgestörten Augenoberfläche.

Neuer Aspekt in der antientzündlichen Therapie des Trockenen Auges

Modulation der zellulären Dynamik als neuer Aspekt medikamentöser Therapie
In der Pathogenese des Trockenen Auges spielen Entzündungsvorgänge eine zentrale Rolle. Die Wirksamkeit von Steroiden und Cyclosporin A ist klinisch weitreichend untersucht worden, der lokale kurzfristige Effekt der antientzündlichen Therapie in Bezug auf die Dynamik von Immunzellen der Augenoberfläche jedoch unbekannt. Dr. Philipp Steven erläutert die Modulation der zellulären Dynamik als neuen Aspekt in der medikamentösen Therapie des Trocken Auges.

Der Einfluss von Pollenproteasen auf humane Bindehautzellkulturen

Das Syndrom des Trockenen Auges kann durch Pollen hervorgerufen oder verstärkt werden. Häufig werden Reaktionen auf Pollen auch bei Nichtallergikern beobachtet, weshalb man hierbei von saisonaler nichtallergischer Konjunktivitis (SNAK) sprechen kann. An der Universitäts-Augenklinik Graz wurde der Einfluss von Pollenproteasen in Form von Pollenextrakten auf humane Bindehautzellkulturen untersucht und nachgewiesen, dass Pollenenzyme imstande sind, die in menschlicher Tränenflüssigkeit enthaltenen Proteine zu zerstören und die Augenbindehaut zu schädigen. Ein Beitrag von Dr. Dieter Franz Rabensteiner, Dr. Eva Spreitzhofer, Gabriele Trummer, Christine Wachswender, Sieglinde Kirchengast und Prof. Dr. Otto Schmut.

Die XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden (Schweiz) Teil 2

Die XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden (Schweiz) Teil 2

Von Friedensnobelpreisträgern, Augenärzten und Medizinhistorikern
Im zweiten Teil des Nachberichtes zur XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden fasst Dr. Sibylle Scholtz die Vorträge der Referenten zu historischen Biografien, aber auch beispielsweise zum „bösen Blick“, dem Xenonphotokoagulator oder zu Themen wie dem Schicksal verfolgter Ophthalmologen während des Nationalsozialismus zusammen.