Kurznachrichten

Stromreize können die Sehleistung bei Gesichtsfeldeinschränkungen verbessern

Erste Ergebnisse einer neuen Therapie zur Behandlung von Patienten mit Schädigungen des Sehnervs haben Wissenschaftler des Magdeburger Universitätsklinikums und der Berliner Charité im Wissenschaftsjournal Brain Stimulation vorgestellt. Die Mediziner konnten nachweisen, dass eine nichtinvasive Stimulation mit Wechselstrom die Sehleistung und die sehbezogene Lebensqualität verbessern können. Schädigungen des Sehnervs sind häufig die Folge eines Schlaganfalls in der Netzhaut, eines Schädelhirntraumas oder von Hirntumoren. Die Betroffenen können nur noch einen Teil ihrer Umwelt sehen.

Curcumin als Therapie bei Netzhautdegeneration?

Neue Forschungsergebnisse aus der Arbeitsgruppe um den Regensburger Wissenschaftler Dr. Thomas Langmann legen nahe, dass der pflanzlichen Aromastoff Curcumin als natürliche Therapieform bei degenerativen Krankheiten des Gehirns, wie zum Beispiel bei Alzheimer oder Parkinson, und bei Netzhauterkrankungen eingesetzt werden könnte, teilt das Institut für Humangenetik der Universität Tübingen mit.

Interdisziplinäres Uveitis-Zentrum in Heidelberg feiert zehnjähriges Bestehen

Im Juli 2001 wurde das Interdisziplinäre Uveitis-Zentrum am Universitätsklinikum Heidelberg mit der bundesweit ersten gemeinsamen Sprechstunde von Augenärzten und Rheumaspezialisten eröffnet. Heute werden hier jährlich rund 1.400 Patienten mit der chronischen Augenentzündung behandelt – damit sei das Zentrum die führende Einrichtung ihrer Art in Deutschland, teilt die Universität Heidelberg mit. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens veranstaltet das Uveitis-Zentrum am Samstag, dem 12. November 2011, ein Jubiläums-Symposium.

Wichtige Signalwege in der Netzhaut aufgeklärt

Ein wichtiger Erfolg auf dem Weg zum Verständnis des Sehvorgangs ist in einer von Prof. Mathias Seeliger vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen koordinierten interdisziplinären Zusammenarbeit mit Gruppen aus Jülich, Oldenburg und Dublin gelungen, teilt die Universität Tübingen mit. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Nature Communications der Nature-Gruppe veröffentlicht.

Prof. Dr. Bernd Bertram als Vorsitzender des Berufsverbands der Augenärzte bestätigt

Die Delegierten des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) wählten am 5. November 2011 in Berlin den Vorstand für die nächsten vier Jahre. Als Vorsitzender des BVA wurde Prof. Dr. Bernd Bertram, niedergelassener Augenarzt in Aachen mit 61 von 62 abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt. Bertram ist seit zwölf Jahren Mitglied des Vorstands und führt diesen seit 2007 an. Zum 2. Vorsitzenden wurde der Landesvorsitzende des BVA aus Bayern, Dr. Peter Heinz, Schlüsselfeld, gewählt. Er übernimmt damit den Posten von Dr. Klaus Heckmann aus Wiesbaden, der nicht noch einmal für das Amt kandidierte. Als wissenschaftliches Vorstandsmitglied wählten die Delegierten erneut Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Leiter der Universitätsaugenklinik in Mainz. Die weiteren Vorstandsmitglieder, Dr. Kaweh Schayan-Araghi aus Dillenburg und Dr. Stephan Schneider aus Bayreuth, wurden ebenfalls für weitere vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

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BVA-Delegiertenversammlung lehnt Spaltung der Fachgruppe ab

Beherrschendes Thema der diesjährigen BVA-Delegiertenversammlung am 5. und 6. November in Berlin war der Beschluss des Bewertungsausschusses zur Einführung einer Strukturpauschale „Augenheilkunde“ für nicht operierende Augenärzte durch eine EBM-Änderung. Es wurde einerseits zwar begrüßt, dass der Bewertungsausschuss erkannt hat, dass die augenärztliche Basisversorgung mit der bisherigen Finanzierung keine Zukunft hat. Der beschrittene Weg mit einer arztbezogenen Strukturpauschale wurde aber einmütig abgelehnt. Die Finanzierung der Strukturpauschale erfolgt nämlich durch die Abwertung der augenärztlichen Grundpauschale und somit durch reine Umverteilung innerhalb des Fachgruppentopfes der Augenärzte. Alle Augenärzte, die keine einzige Operation im Quartal durchführen, dürfen für alle Fälle die Strukturpauschale abrechnen, während Augenärzte, die auch nur eine Operation vornehmen, für keinen Patienten in diesem Quartal diese Strukturpauschale abrechnen dürfen.

Augenklinik Bochum: Ursachenforschung zur Erblindung bei Multipler Sklerose

Zur Erforschung der Ursachen des Sehverlustes bei Patienten mit Multipler Sklerose hat die Augenklinik des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum jetzt eine Anschub-Förderung durch das Mercator Research Center Ruhr erhalten. Für ein Jahr können damit sämtliche Kosten für Sachmittel bestritten und die Stelle für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter finanziert werden, teilt die Universität.

Wenn Stress den Blick trübt

Seelische Belastungen können Augenerkrankungen verstärken oder auslösen. Die Angst vor Sehverlust wiederum verursacht körperlichen Stress und kann den Betroffenen aus dem seelischen Gleichgewicht bringen. Wenn psychische Probleme am Krankheitsgeschehen beteiligt sind, wird der Augenarzt zum Mittler zwischen Patient, Krankheit und oft auch anderen Therapeuten, etwa Psychotherapeuten. Daruf weist der Berufsverband der Augenärzte (BVA) hin.

Augenärzte sammeln fast 15.000 Euro zugunsten der Stiftung Auge

Fast 15.000 Euro an Spenden wurden auf dem 109. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), der am 2. Oktober 2011 mit mehr als 4000 Teilnehmern zu Ende ging, zugunsten der Stiftung Auge eingenommen. Die Stiftung setzt sich dafür ein, die Prävention und Therapie von Augenerkrankung zu verbessern – und so Erblindungen zu vermeiden. Für die große Spendenbereitschaft sorgten gleich drei Benefizaktionen. So starteten am 30. September 2011 beim Eye Run – einem Fünf-Kilometer-Lauf – Kongressteilnehmer sportlich in den Tag. Am gleichen Abend kamen mehr als 400 Gäste zu einem Konzert in der Philharmonie zusammen. Zudem versteigerte die Stiftung Auge am 1. Oktober 2011 sechs Kunstwerke, unter anderem von Rosemarie Trockel und Laurence Weiner.