Kurznachrichten

Glaukom minimal-invasiv operieren

Das Glaukom ist die zweithäufigste Erblindungsursache in Deutschland. Bei der Erkrankungen gehen – in der Regel durch einen zu hohen Augeninnendruck verursacht – die Nervenfasern des Sehnervs zugrunde. Eine schonende Möglichkeit, den Augeninnendruck langfristig zu senken, ist die minimal-invasive Operation mit dem so genannten Trabektom. Vorteile dieser Behandlungsmethode und andere chirurgische Techniken beim Glaukom diskutieren Augenärzte anlässlich des 109. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), der vom 29. September bis 2. Oktober in Berlin tagt.
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“Atlas of Ophthalmology” nun zertifizierter Anbieter von Online-Fortbildungspunkten

Der Atlas of Ophthalmology (http://www.atlasophthalmology.com) ist seit 1.8.11 Anbieter von offiziellen Online-Fortbildungspunkten der Kategorie D. Die Inhalte und der Ablauf der Online-Fortbildung wurden von der Bayerischen Landesärztekammer zertifiziert, teilt der Herausgeber Prof. Dr. Georg Michelson mit: “Die Inhalte der Fortbildung sind Fallbeispiele von Erkrankungen des Auges und der Sehbahn. Die Bilder und Fälle sind frei zugänglich. Sie repräsentieren das ganze Spektrum der Augenheilkunde. Insgesamt umfassen die Fälle in Summe ca. 6000 Fälle oder Diagnosen. Die 19 „Module“ umfassen Falldarstellungen aus allen Bereichen der Augenheilkunde, von Erkrankungen der Lider, Hornhaut und Glaukom bis hin zur Neuroophthalmologie.”

Hornhauttransplantation: Augenärzte kritisieren EU-Regelung

Vielen Patienten mit getrübter Hornhaut des Auges hilft nur noch eine Hornhautspende. Ärzte könnten bis zu 72 Stunden nach dem Tod eines Organspenders die Hornhaut entnehmen. Doch eine Regelung der Europäischen Union verschärft die Knappheit von Transplantaten: Demnach muss das Blut des Spenders binnen 24 Stunden nach dem Tod entnommen werden, um es auf Krankheiten zu untersuchen. Erfolgt die Blutentnahme später, dürfen Ärzte das Körpergewebe nicht mehr verwenden. Diese Vorgabe erhöht die Sicherheit der Hornhautempfänger kaum, bedingt aber, dass Deutschland weiterhin Hornhauttransplantate vor allem aus den USA einführen muss. Daher fordert die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), Hornhautgewebe von der Regelung auszunehmen. Das Thema ist ein Schwerpunkt des DOG-Kongresses Ende September in Berlin.

„Retinitis pigmentosa (RP) – mehr als nur eine einzige Erkrankung“

Unter diesem Motto wollen PRO RETINA Deutschland e. V. und die NCL–Stiftung Augenärzte für die Notwendigkeit einer möglichst frühzeitigen und korrekten (Differential-)Diagnose von syndromalen und nicht-syndromalen Netzhautdystrophien sensibilisieren. Die beiden Organisationen haben hierzu in einem gemeinsamen Projekt mit den Experten Professor Ulrich Kellner (Siegburg) und Professor Klaus Rüther (Berlin) ein Poster zur Verteilung an interessierte Fachkreise entwickelt. Auf dem Poster werden zu einigen exemplarisch ausgewählten Krankheitsbildern aus dem Formenkreis der Netzhautdystrophien typische augenärztlich zu erhebende Befunde in Wort und Bild dargestellt, teilte die Stiftung mit.

Beim Lasern von Fehlsichtigkeiten auf geprüfte Qualität achten

Patienten, die sich einer LASIK-Operation unterziehen möchten, sollten sich in Zentren behandeln lassen, die eine geprüfte Qualität bei der Diagnostik und Behandlung nachweisen können. Dies betont die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) im Vorfeld ihres Jahreskongresses. Der 109. DOG-Kongress findet vom 29. September bis zum 2. Oktober im Estrel Berlin statt. Die Lasertherapie von Fehlsichtigkeiten ist ein Schwerpunkt.

Studie: Hoffnung für LHON-Patienten

In der ersten großen randomisierten Studie wurde der bereits bekannte Wirkstoff Idebenone bei mitochondrialen Erkrankungen an Patienten mit Leberscher Hereditärer Optikus-Neuropathie (LHON) getestet. Wie die Universität München mitteilte, kann der Wirkstoff vor dem Verlust der Sehschärfe schützen und zur Verbesserung der Sehkraft beitragen, so das Ergebniss der Studie unter Leitung des LMU-Mediziners Professor Dr. Thomas Klopstock vom Friedrich-Baur-Institut an der Neurologischen Klinik der LMU und des britischen Forschers Professor Patrick Chinnery von der University of Newcastle.

AOK Bayern: Leitlinienorientierte Behandlung für AMD ausgeschrieben

Die AOK Bayern will die Versorgung für Patienten mit feuchter Makuladegeneration verbessern und hat jetzt eine leitlinienorientierte Behandlung bayernweit ausgeschrieben. Die Ausschreibung soll die Behandlung über die Vereinbarung fester Qualitätskriterien optimieren und zugleich Abrechnungsunsicherheiten für Patienten vermeiden. Denn bislang sieht das Honorarsystem für Augenärzte keine Abrechnungsmöglichkeit der Behandlung vor. Daher ist diese derzeit nur über Kostenerstattung möglich und kann nicht auf Krankenversichertenkarte erfolgen.

Knappschaftskrankenhaus Bochum eröffnet interdisziplinäres Forschungslabor

Am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum wurde ein interdisziplinäres Forschungslabor eröffnet: die Einrichtung wird zur klinisch-orientierten Grundlagenforschung gemeinschaftlich von den Kliniken für Augenheilkunde, Chirurgie sowie Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie genutzt, teilte das Universitätsklinikum mit.

Forschungsprojekt zur Signalübertragung in der Netzhaut

Ein internationaler Forscherverbund, dem auch ein Homburger Wissenschaftler angehört, untersucht die Signalübertragung in den Synapsen der Netzhaut. Aus den Forschungsergebnissen erhoffen sich die Wissenschaftler auch neue Erkenntnisse über die Ursachen von Netzhauterkrankungen. Die beteiligten Teams werden vom International Human Frontier Science Program (HFSP) drei Jahre lang mit 350.000 US-Dollar jährlich gefördert.