Kurznachrichten

BVA begrüßt geplante Gesetzesänderungen zu MVZ

Der am vergangenen Freitag vorgelegte Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zum Versorgungsgesetz enthält wichtige Änderungen zu den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) begrüßt diese geplanten Gesetzesänderungen, da er in einer freiberuflich-selbständigen Tätigkeit “eindeutige Vorteile für eine bestmögliche augenärztliche Patientenversorgung im ambulanten Bereich” sieht.

Ophthalmochirurgen tagen in Nürnberg

Rund 5.000 Teilnehmer aus aller Welt werden zu dem 24. Internationalen Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) erwartet, der vom 19. bis 22. Mai unter dem Vorsitz von Dr. Armin Scharrer (Fürth) in Nürnberg stattfindet. Zur jährlichen Tagung werden die therapeutischen und diagnostischen Goldstandards des Faches, aber auch Innovationen präsentiert und diskutiert. Ergänzend bieten Kurse und Wetlabs vielfältige Möglichkeiten, praktisches Wissen zu vertiefen. Berufspolitisch interessiert die Frage nach dem Strukturwandel in der augenheilkundlichen Versorgung – eine Diskussion mit geladenen Gästen soll die unterschiedlichen Aspekte des Themas beleuchten. Zu den Programmschwerpunkten gehören unter anderem kontroverse Diskussionen fachlicher Fragestellungen; eine besondere Aufmerksamkeit gilt der verbesserten Diagnostik bei feuchter Makuladegeneration und vorgestellt werden auch die neuesten Premiumlinsen.

Neue optische Kontrastmittel in der Augen-Mikrochirurgie

Wissenschaftler der Universtät München haben neue Farbstoffe als optische Kontrastmittel entwickelt, die im Unterschied zu früheren Farbstoffen keine ungünstigen Wirkungen am Auge mehr zeigen sollen, teilte die Universität München mit. Bereits früher habe es Versuche in dieser Richtung gegeben, die aber bisher wenig erfolgreich gewesen seien, berichtet Professor Heinz Langhals vom Department Chemie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, der gemeinsam mit Professor Anselm Kampik und Professor Christos Haritoglou von der Augenklinik des Klinikums der Universität München die neuen optischen Kontrastmittel entwickelte.

AMD-Netz NRW e.V.: Eröffnungsveranstaltung am 7. Mai in Münster

Am 7. Mai fällt der Startschuss für das AMD-Netz NRW e.V., ein medizinisch-soziales Netzwerk für AMD-Patienten unter Federführung des Wirtschafts-Professors Heribert Meffert. Das Veranstaltungsprogramm (9.30 bis 16 Uhr) im Schloss der Universität Münster bietet prominente Redner aus Politik und Medizin. Im Zentrum des innovativen und unabhängigen Netzwerks steht der Patient. Ziel ist es, den Versorgungsprozess zu verbessern, über die AMD (altersabhängige Makuladegeneration) zu informieren und so die Lebensqualität des Patienten zu steigern.

Tübingen: Interdisziplinäre Schulsprechstunde der Augenklinik

Bis Ende 2009 gab es an der Universitäts-Augenklinik eine viel genutzte, interdisziplinäre Schulsprechstunde für sehbehinderte Kinder, die unter anderem Beratungen zu Schulfragen und Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten anbot. Die Kindersprechstunde musste eingestellt werden, da vom Land keine Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Jetzt spenden der Rotary Club Reutlingen-Tübingen Nord und die Zeltwanger Holding GmbH Tübingen je 5.000 Euro, mit denen die Sprechstunde ab 11. Mai ihre Beratung wieder aufnehmen kann, teilte die Universität mit.

CATT-Studie: Gemeinsame Stellungnahme von DOG, RG und BVA

Die Ergebnisse der CATT-Studie ─ der ersten Vergleichsstudie zu Ranibizumab (Lucentis®) und Bevacizumab (Avastin®) zur Behandlung der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) ─ sind auf dem derzeit in Fort Lauderdale stattfindenden Kongress der ARVO (Association for Research in Vision and Ophthalmology) vorgestellt worden. Hierzu haben die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), die Retinologische Gesellschaft (RG) und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) heute eine gemeinsame Stellungnahme herausgegeben:

Fünfter Junius-Kuhnt-Award für Regensburger Wissenschaftler

Der Humangenetiker Prof. Bernhard Weber (Regensburg) wurde für seine grundlegenden Arbeiten zu den genetischen und molekularen Ursachen der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) zum fünften Mal mit dem Junius-Kuhnt-Award geehrt. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird gemeinsam von der Universitäts-Augenklinik Bonn sowie dem Pharma-Unternehmen Novartis verliehen und wurde beim diesjährigen Makula Update in Berlin überreicht.

Schilddrüsenhormon reguliert lebenslang die Farbsehpigmente

Bisher ging man davon aus, dass die Farbempfindlichkeit der Zapfen in der erwachsenen Retina festgelegt ist. Forscher am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main konnten nun jedoch gemeinsam mit Kollegen der Universität Frankfurt am Main und von Universitäten in Wien zeigen, dass bei Mäusen und Ratten auch in bereits ausgereiften Zapfen die Produktion des Sehpigments durch Schilddrüsenhormone reguliert wird. Es sei zu vermuten, heißt es seitens des Max-Planck-Institutes, dass dieser Regelkreis bei allen Säugetieren einschließlich des Menschen vorliegt. Ein im Erwachsenenalter auftretender Schilddrüsenhormonmangel (Hypothyreose) würde sich dann auch auf das Farbensehen auswirken.