Kurznachrichten

Binokulare Rivalität beim Sehen als Schlüssel zum Bewusstsein

Normalerweise rechnet das Gehirn die leicht unterschiedlichen Bilder der beiden Augen zu einem stimmigen Bild um. Wenn sich die Sehinformationen jedoch widersprechen, also dem rechten und linken Auge jeweils ein anderes Bild dargeboten wird, wird nacheinander nur das Gesehene des einen und dann des anderen Auges wahrgenommen – es kommt zu einem spontanen Wahrnehmungswechsel. Diese so genannte „binokulare Rivalität“ haben nun Forscher um Andreas Bartels am Werner Reichardt-Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) und am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen genutzt, um einige der Schaltkreise im parietalen Kortex, die zum bewussten Sehen beitragen, zu entziffern, teilt die Universiät Tübingen mit.

„Klarheit schaffen“ – BVA initiiert Imagekampagne

70 Prozent der über 55-Jährigen wissen nichts über das Risiko der altersabhängigen Minderung ihres Sehvermögens, 60 Prozent der Sehschwächen bei Kindern werden zu spät erkannt – und dennoch verzichten viel Menschen auf eine Kontrolluntersuchung beim Augenarzt, kritisiert der Berufsverband der Augenärzte (BVA). Mit der Imagekampgane „Klarheit schaffen“ möchte der BVA für die Bedeutung der regelmäßigen Vorsorge und Kontrolle beim Augenarzt sensibilisieren und den Stellenwert der Augenheilkunde ins öffentliche Bewusstsein bringen.

Greifswald: Therapiemöglichkeiten für Kinder aus Osteuropa

Maciej S. W. (5) kommt aus Polen und kennt Greifswald seit seinem ersten Lebensjahr. Im Oktober wurde eine weitere Operation vorgenommen, um seine Netzhaut vorsichtig wieder aufzubauen. Er ist der 700. Operationspatient aus dem Ausland, der mit Unterstützung von Stiftungen und Förderern an der Universitäts-Augenklinik Greifswald die Chance auf ein Leben mit Sehkraft bekommt.

“Jazz against Blindness” – Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Auge

Auf dem Benefizkonzert „Jazz against Blindness“, das zum Auftakt der „Woche des Sehens“ am 8. Oktober 2010 im Burgau-Gymnasium in Düren stattfand, wurden 2.077 Euro Spenden zugunsten der von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) gegründeten Stiftung Auge eingenommen. Ziel der Stiftung ist es, Prävention und Therapie von Augenerkrankung zu verbessern und auf diese Weise Erblindungen zu vermeiden.

Professor Kampik übernimmt Präsidentschaft der Europäischen Akademie für Ophthalmologie

Die European Academy of Ophthalmology (EAO) hat Professor Dr. Anselm Kampik, Generalsekretär der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) aus München, zu ihrem zukünftigen Präsidenten gewählt. Professor Kampik löst seit dem 1. September 2010 seinen Vorgänger Professor Dr. August Deutman, Nijmegen/Niederlande, nach acht Jahren Präsidentschaft ab. Die EAO setzt sich aus ausgewählten Ophthalmologen aus ganz Europa zusammen. Sie koordiniert, berät und fördert länderübergreifend Weiterbildung und Entwicklung der Forschung für die Augenheilkunde. Gleiches gilt für die Ausübung der Augenheilkunde und den Zugang hierzu für alle die dies benötigen.

Auftakt zum Kongress der deutschsprachigen Ophthalmochirurgen (DOC)

Am 21. Oktober startet in Hamburg der „23. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen“ (DOC). In diesem Jahr werden etwa 5.000 Teilnehmer aus aller Welt zu dem viertägigen augenchirurgischen Kongress erwartet, um über neue Entwicklungen in der Augenheilkunde zu diskutieren, sich zu informieren und auszutauschen. Unter der Leitung von DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer präsentiert sich auch in diesem Jahr ein umfangreiches wisssenschaftliches Programm mit Wetlabs, Live-Surgery sowie Kursen und Praxisseminaren.

Unsichtbare Signale lehren uns das Sehen

Tübinger Wissenschaftler haben entdeckt, wie unsichtbare visuelle Informationen dazu beitragen, die Welt in einem anderen Licht zu sehen. Wie lernen wir zu sehen, was wir sehen? Woher weiß unser Gehirn, wie es das Gesehene interpretieren muss? Diesen Fragen gingen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik auf den Grund. Sie beobachten einen Lernprozess, bei dem unsichtbare Signale das Sehverhalten erwachsener Probanden veränderten (Current Biology, 8. Oktober 2010), teilte die Universität Tübingen mit.