Kurznachrichten

Deutscher Hörfilmpreis 2011 verliehen

Bei der Verleihung des 9. Deutschen Hörfilmpreises in Berlin wurden zwei Filme ausgezeichnet: Die Hörfilmfassung der deutschen Komödie „Ganz nah bei Dir“ erhielt die Auszeichnung der Jury, aber gewann auch den Publikumspreis. Ebenfalls unter den für den Deutschen Hörspielpreis Nominierten durchsetzen konnte sich „Die Päpstin“; ein Sonderpreis der Jury wurde an „Lippels Traum“ vergeben.

Charité: Wichtige Struktur bei der Übertragung von Lichtsignalen entschlüsselt

Eine Forschergruppe konnte erstmals bei einem wichtigen Informationsträger im menschlichen Körper, dem Rezeptorprotein Rhodopsin, klären, wie ein solches Eiweiß beschaffen sein muss, um ein Lichtsignal aufnehmen zu können. Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurden, bedeuteten einen Durchbruch in der biophysikalischen Grundlagenforschung, heißt es in einer Mitteilung der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Datenbank zu Sehenswürdigkeiten für blinde Menschen

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) bietet anlässlich der ITB 2011 eine neu entwickelte Informationsdienstleistung an. In der „Datenbank Touristische Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland (DaTABuS)“ werden Angebote dokumentiert, bei denen die speziellen Belange blinder und hochgradig sehbehinderter Touristen ausdrücklich berücksichtigt wurden.

Weltglaukomwoche vom 6. bis 12. März

Während der Weltglaukomwoche vom 6. bis zum 12. März 2011 klären Augenärzte und Patientenvertreter weltweit über das Glaukom auf. Ab dem Alter von 40 Jahren steigt das Risiko einer Erkrankung. Auch Menschen, deren Eltern oder Geschwister am Glaukom erkrankt sind, haben ein erhöhtes Risiko, außerdem kurzsichtige Menschen. Der Berufsverband der Augenärzte rät daher vor allem älteren Menschen, die Chancen der Früherkennung zu nutzen.

Deutsche Augenärzte bekämpfen Blindheit weltweit

39 Millionen Menschen weltweit sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) blind. 87 Prozent der Betroffenen leben in Entwicklungsländern – eine medizinische Behandlung könnte vielen von ihnen zwar helfen, aber gerade in ländlichen Gebieten gibt es nur wenige gut ausgebildete Augenärzte. Darauf weist das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit e.V. hin, das sich am 25. und 26. Februar 2011 in Heidelberg zur 30. Jahrestagung trifft.

DOG kritisiert neue Fahrerlaubnisverordnung

Am 1. Juli 2011 tritt eine Neuauflage der Anlage 6 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) in Kraft, die Richtwerte und Handlungsanweisungen für die augenärztliche Begutachtung des Führerscheinanwärters umfasst. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) weisen darauf hin, dass einige Formulierungen, wie etwa die Personenbeförderung durch Rotsinngestörte, zu prüfen seien, um die Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten.

Berlinale 2011: Kinogenuss auch für blinde Fans

Bei der Berlinale 2011 werden zwei Aufführungen für blinde und sehbehinderte Kinofans angeboten. Am Samstag, den 19. Februar, wird der mit Spannung erwartete Wettbewerbsbeitrag „Wer wenn nicht wir“ in einer Hörfilmfassung gezeigt. Am Sonntag, den 13. Februar, startet in der Sektion Panorama die Weltpremiere des Dokumentarfilms „Im Himmel, unter der Erde – Der jüdische Friedhof Weissensee“ ebenfalls in einer blindengerechten Version. Weitere Informationen über die Hörfilme der Berlinale gibt es unter: http://www.berlinale.dbsv.org. Darauf weist die Deutsche Hörfilm Gesellschaft (DHG) hin.