Kurznachrichten

Bonn: Erstes Zentrum für seltene Erkrankungen in NRW gegründet

Das Universitätsklinikum Bonn hat das erste Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSEB) in Nordrhein-Westfalen gegründet, mit dem Ziel, Diagnose und Therapie derartiger Krankheiten voranzutreiben. Am 18. Februar wird das interdisziplinäre Zentrum im Beisein von Eva Luise Köhler, Schirmherrin der Allianz chronischer seltener Erkrankungen (ACHSE), feierlich eröffnet. Insgesamt leben in Deutschland drei bis vier Millionen Menschen mit einer seltenen Erkrankung, so die Universität Bonn.

Wahrnehmung – Nicht nur ein Resultat des Sehvermögens

Auf welche Weise die verschiedenen Areale des menschlichen Gehirns interagieren und wie sie unterschiedliche Wahrnehmungen beim Menschen – vergleichbar einer optischen Täuschung – hervorrufen, haben Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sowie vom Centrum für Integrative Neurowissenschaften der Universität Tübingen (CIN) in einer Studienanordnung untersucht.

Tübinger Wissenschaftler identifizieren neues Krankheitsbild

Ein neues Krankheitsbild haben Wissenschaftler des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) am Universitätsklinikum Tübingen mit Kollegen der Universitäts-Augenklinik identifiziert. Ursache der Erkrankung sei ein defektes Protein, das in der Signalverarbeitung im vegetativen Nervensystem eine zentrale Rolle spiele (muskarinerger Rezeptor Subtyp 3). Die bei dem Patienten beobachtete Symptomkombination einer Blasenentleerungsstörung, veränderten Pupillenmotorik verminderten Schweißsekretion und Untergewicht habe erstmalig eine präzise Einschätzung der funktionellen Bedeutung dieses Proteins beim Menschen ermöglicht, teilte die Universität mit.

Interdisziplinäres Kompetenzzentrum Augenoptik, Optometrie und Ophthalmologische Optik gegründet

An der FH Jena wurde ein Interdisziplinäres Kompetenzzentrum Augenoptik, Optometrie und Ophthalmologische Optik (IAO) gegründet. Das Zentrum unterstützt sowohl die Ausbildung, als auch die Weiterbildung von Praktikern im Bereich Augenoptik durch praxiserfahrene Professoren, Dozenten und Mitarbeiter, die Aus-, Weiter- und Fortbildung auf Hochschulniveau anbieten, heißt es in einer Mitteilung der Fachhochschule Jena.

Angewandte Forschung für die Augenheilkunde

Das Aachener Centrum für Technologietransfer in der Ophthalmologie e.V. (ACTO) ist erstes An-Institut der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen und erhält heute von RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg offiziell seine Anerkennungsurkunde. Die Verleihung erfolgt im Rahmen eines Symposiums zum Thema „Augenheilkundliche Forschung – die erfolgreichen Projekte“. ACTO hat ein Verfahren entwickelt, mit dem wichtige Studien ohne Tierversuche durchgeführt werden können, teilt die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen mit.

Verbesserte Diabetes-Diagnostik durch Laserscantechnologie

Eine Gruppe um Prof. Dr. Rudolf Guthoff von der Universitäts-Augenklinik Rostock arbeitet seit einigen Jahren an der Entwicklung von Aufnahmetechniken der Hornhaut, die am Patienten mikroskopische Vergrößerungen erlauben. In Kooperation mit der Firma Heidelberg Engineering GmbH (Dossenheim) wurde dazu ein marktfähiges Gerät entwickelt, das auf der Basis der Laserscantechnologie arbeitet. Wie die Universität mitteilte, erlauben die Weiterentwicklungen eine dreidimensionale Darstellung der menschlichen Hornhaut, die bisher für kaum möglich gehalten worden sei. Die Entwicklungen basieren im Wesentlichen auf den experimentellen Arbeiten der Physiker Prof. Dr. Joachim Stave und Privatdozent Dr. Oliver Stachs von der Universität Rostock und könnten unter anderem zur verbesserten Diagnostik bei Diabetespatienten eingesetzt werden.

Rauchen und Gene sind Hauptrisikofaktoren für AMD

In Deutschland leiden etwa 4,5 Millionen Menschen unter einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Diese Netzhauterkrankung stellt heute in den Industrienationen die häufigste Ursache für Erblindung in der älteren Bevölkerung dar. Größter Risikofaktor ist das Rauchen. Auch genetische Anlagen, so zeigen aktuelle Studien, spielen eine erhebliche Rolle in Krankheitsentwicklung und –verlauf, melddet die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) weist darauf hin, wie wichtig es ist, Patienten frühzeitig zu helfen, um Blindheit und Hilflosigkeit zu vermeiden.

Glaskörpertrübung: Lästig, aber meist harmlos

Kleine schwarze Punkte tanzen vor dem Auge, dann wieder verschwinden sie aus dem Gesichtsfeld. Nein, es sind keine Mücken, die vor dem Gesicht herumschwirren, die Störung liegt im Auge selbst. Augenärzte können die Patienten in der Regel beruhigen: So genannte fliegende Mücken, die „Mouches volantes“ sind harmlos. Wenn allerdings diese Trübungen plötzlich deutlich zunehmen oder mit Lichtblitzen kombiniert sind, kann eine beginnende Netzhautablösung vorliegen. Dann muss kurzfristig eine augenärztliche Untersuchung erfolgen, darauf weist der Berufsverband der Augenärzte (BVA) hin.