Kurznachrichten

Mit Hornhautspenden Augenlicht schenken

Organspenden retten Leben und verbessern die Lebensqualität der Patienten erheblich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Hornhautspende. Kein Gewebe wird häufiger und erfolgreicher verpflanzt. Doch es fehlt an Spendern, so dass die Warteliste sehr lang ist. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands wirbt daher im Vorfeld des Tags der Organspende am 5. Juni 2010 für die Bereitschaft zur Organ- und Gewebespende.

Amblyopie: Reihenuntersuchung bis zum dritten Lebensjahr gefordert

Zwischen fünf und zehn Prozent aller Kinder leiden an einer Sehschwäche. Meist handelt es sich dabei um eine Amblyopie, die auch als Schwachsichtigkeit bezeichnet wird. Ein oder beide Augen und vor allem die Sehzentren im Gehirn haben das scharfe Sehen in den ersten Lebensjahren nicht gelernt. Bei manchen Kindern wird die Sehschwäche erst in der Schule entdeckt. Dann ist es für eine wirksame Behandlung jedoch oft zu spät. Wie ein augenärztliches Screening die Früherkennung verbessern kann, diskutieren Experten auf dem World Ophthalmology Congress (WOC 2010) im Juni in Berlin.

WOC: Benefizlauf zugunsten der Stiftung Auge

Sportlich in den Tag starten und gleichzeitig helfen, den Sehsinn zu erhalten: Das ist das Anliegen des Eye Run am 6. Juni 2010 in Berlin. Die Stiftung Auge ruft alle Laufbegeisterten in Berlin und Umgebung auf, an dem Fünf-Kilometer-Benefizlauf im Rahmen des World Ophthalmology Congress (WOC® 2010) teilzunehmen. Der weltgrößte Kongress zur Augenheilkunde findet vom 3. bis zum 9. Juni im Berliner ICC statt.

Auszeichnung für Entwicklung einer künstlichen Hornhaut

Eine Hornhautprothese aus Kunststoff entwickelt soll Patienten helfen, die aufgrund einer speziellen Erkrankung keine Spenderhornhaut tolerieren oder diese ebenfalls zerstört würde. Material und Herstellungsverfahren der künstlichen Hornhaut wurden von Dr. Joachim Storsberg vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm entwickelt, der für diese Arbeit den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2010 erhält. Ein erster Einsatz und eine weitere Design-Verfeinerung des Implantats erfolgte an der Universitäts-Augenklinik Halle (Saale).

„Ein US-Dollar rettet Augenlicht“

Weltweit sind mehr als 30 Millionen Menschen blind, etwa eine Million davon sind Kinder. 80 Prozent aller Erblindungen sind vermeidbar, oft ohne großen finanziellen Aufwand. Die Initiative Vision 2020 setzt sich unter Federführung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit zehn Jahren dafür ein, vermeidbare Blindheit bis zum Jahr 2020 zu überwinden. Eine erste Zwischenbilanz ziehen Augenärzte auf dem World Ophthalmology Congress (WOC 2010) im Juni in Berlin.

Konduktive Keratoplastie: Radiowellen gegen Alterssichtigkeit

Bei der Konduktiven Keratoplastie handelt es sich um ein Verfahren, das für normal- und leicht weitsichtige Patienten eine Alternative zur gängigen Lesehilfe darstellen kann. Bei dieser Methode wird das zentrale Hornhautgewebe mittels elektromagnetischer Wellen behandelt. Eine breit angelegte US-Studie im Rahmen der FDA-Zulassung liefert vielversprechende Ergebnisse, teilt der Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR) mit.

Glaukom erhöht Risiko für Stürze und Unfälle

Bei einem Glaukom kommt es zu Gesichtsfeldausfällen, die bei den Betroffenen die periphere Wahrnehmung erheblich einschränken. Dies führt häufig zu Stürzen und Unfällen: Das Sturzrisiko von Glaukompatienten ist bis zu viermal so hoch wie das gesunder Menschen. Auch beim Autofahren sind sie dadurch gefährdet, ohne dies selbst wahrzunehmen. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) im Vorfeld des World Ophthalmology Congress (WOC 2010) hin.

Deutschen Diabetes-Gesellschaft fördert Retinopathie-Forschung

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft unterstützt die Forschung einer Arbeitsgruppe der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) zur diabetischen Retinopathie mit der Hans-Christian-Hagedorn-Projektförderung 2010. Den mit 25.000 Euro dotierte Förderpreis erhielt der Leiter der Arbeitsgruppe, Prof. Dr. Hans-Peter Hammes, für seine Forschung zur Rolle der Mikroglia verliehen.