Kurznachrichten

Tag des weißen Stockes: Selbsthilfeorganisationen fordern zuverlässige Statistiken

Anlässlich des „Internationalen Tags des Weißen Stockes“ der Vereinten Nationen am 15. Oktober fordern der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) und PRO RETINA Deutschland zuverlässige Statistiken über blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland. Die drei Selbsthilfeorganisationen führen zurzeit mit vier weiteren Partnern die “Woche des Sehens” durch.

DOG-Jahreskongress lockte gut 4.100 Teilnehmer nach Berlin

Mehr als 4.100 Teilnehmern besuchten vom 29. September bis 2. Oktober 2011 den 109. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Berlin, teilt die Gesellschaft mit. Unter dem Motto „Herausforderungen in der Augenheilkunde“ diskutieren die Kongressteilnehmer neue Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie. Hauptthemen waren Hornhaut-, Netzhaut-, Glaukom- und Katarakterkrankungen. Zudem konnten sich die Teilnehmer über innovative Verfahren in der refraktiven und plastischen Chirurgie sowie über neue Erkenntnisse in der Neuroophthalmologie informieren.

AMD: Molekulare Mechanismen entschlüsselt

Ein intaktes Immunsystem schützt vor altersbedingter Makuladegeneration. Zu dieser Erkenntnis gelangte jetzt ein internationales Forscherteam unter Leitung von Christoph Binder (Wien) mit Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, Großbritannien und den USA. Die neuen Erkenntnisse wurden im renommierten Fachjournal Nature veröffentlicht. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass ein als Faktor H bekanntes Eiweißmolekül die entzündungsfördernde Substanz Malondialdehyd bindet und damit die Lichtsinneszellen der Netzhaut vor einer Schädigung schützt.

10. Woche des Sehens: Sehen, was geht!

Am 8. Oktober startet die zehnte Woche des Sehens. Augenärzte, Selbsthilfe-Organisationen und internationale Hilfswerke informieren zu den Themen Augengesundheit, Sehbehinderung und Blindheit. Unter der Schirmherrschaft der Fernsehjournalistin Gundula Gause sind bis zum 15. Oktober rund 200 Aktionen im gesamten Bundesgebiet geplant. Die Auftaktveranstaltung findet am 8. Oktober beim interdisziplinären LowVision-Kongress in Essen statt. Bis zum 15. Oktober folgen vielfältige Aktionen, vom Tag der offenen Tür über das Dunkelerlebnis bis zur Fahrrad-Stadtrundfahrt für Sehende, Sehbehinderte und nicht Sehende.

Diabetische Retinopathie: Expertencheck auf www.diabetesDE.org

Etwa alle sechs Stunden erblindet ein Mensch an den Folgen der diabetischen Retinopathie. Diese Schäden an der Netzhaut treten bei bis zu 85 Prozent der Menschen mit Diabetes Typ 1 nach 25 Jahren auf. Jeder dritte Typ-2-Diabetiker leidet bereits bei der Diagnose der Stoffwechselkrankheit daran. Warum Betroffene Schäden am Auge nicht bemerken, den Arzt zu spät aufsuchen und wie sie erst gar nicht entstehen, erklärt Dr. med. Georg Spital im nächsten Experten-Chat von diabetesDE am 13. Oktober 2011 ab 17 Uhr anlässlich der „Woche des Sehens“ vom 8. bis 15. Oktober 2011. Spital ist Augenarzt am St Franziskus Hospital Münster. Fragen können Interessierte ab sofort schicken, teilt die gemeinnützige Organissation diabetesDE mit.

DOG: Verdacht auf Legasthenie: vom Augenarzt abklären lassen

Nicht jede Lese-Rechtschreib-Schwäche muss eine echte Legasthenie sei, darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hin. Manchmal liegt die Ursache in einer Sehstörung. Eine Brille kann dann häufig helfen. Im Vorfeld ihres Kongresses (29. September bis 2. Oktober in Berlin) rät die DOG deshalb beim Verdacht auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche stets zu einer augenärztlichen Untersuchung. Gleichzeitig warnt die Fachgesellschaft vor wissenschaftlich nicht fundierten Therapien wie der Verordnung von Prismengläsern oder Brillen mit Farbfiltern.

DOG-Kongress: AMD – Augenärzte diskutieren neue Behandlungsansätze

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist hierzulande die häufigste Ursache für schwere Sehbehinderungen und Erblindung im Alter. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich seit der Verfügbarkeit der Medikamente Avastin und Lucentis deutlich gebessert. Derzeit untersuchen Wissenschaftler in Studien, welche weiteren Therapien – von neuen Medikamenten bis hin zur Strahlentherapie – den Sehverlust aufhalten können. Diese neuen Behandlungsansätze diskutieren Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) vom 29. September bis zum 2. Oktober 2011 auf ihrem Kongress in Berlin.

BVA betont Bedeutung von Glaukom-Früherkennung

Beim Glaukom sterben nach und nach die Zellen des Sehnervs ab. Die Ursachen sind vielfältig, oft spielt ein zu hoher Augeninnendruck eine wichtige Rolle. Der Patient hat – von wenigen Ausnahmefällen abgesehen – keine Schmerzen und kann die vom Glaukom verursachten Ausfälle im Gesichtsfeld erst dann erkennen, wenn schon ein großer Teil des Sehnervs unwiederbringlich zerstört ist. Eine Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt ist die einzige Möglichkeit, die Krankheit schon in einem frühen Stadium aufzuspüren und dann erfolgreich zu behandeln. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte (BVA) hin.

Augenuntersuchungen verbessern Früherkennung von Multipler Sklerose und Alzheimer

Untersuchungen des Auges sollen künftig die Diagnose und Therapie neurodegenerativer Erkrankungen verbessern. Denn die Netzhaut liefert schon früh Hinweise auf krankhafte Veränderungen des zentralen Nervensystems. Wie bildgebende Untersuchungen des Auges Erkrankungen wie Multiple Sklerose und Morbus Alzheimer aufdecken, diskutieren Experten auf dem 109. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG.

Regensburg erhält weitere Forschungsgelder für Therapien gegen Erblindung

Seit 2008 untersuchen Forscherinnen und Forscher der Universität Regensburg die molekularen Ursachen, die zum Verlust der Sehfunktion führen. Die Forschergruppe FOR 1075 „Regulation und Pathologie von homöostatischen Prozessen der visuellen Funktion“ um Prof. Dr. Ernst Tamm vom Institut für Anatomie hat dabei in den letzten Jahren große Erfolge verbuchen können. Die Fortschritte der Regensburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden nun abermals von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewürdigt, die den Forschungsverbund für weitere drei Jahre mit 2,9 Millionen Euro fördert.