Aus der aktuellen Ausgabe

Patientenzufriedenheit nach ­MIOL-Chirurgie

Ergebnisse einer standardisierten Patientenbefragung
Die Patientenzufriedenheit ist der zentrale Indikator für den Erfolg einer refraktiven Operation innerhalb des Follow-up. Sie dient als Qualitätskontrolle und als Grundlage für Optimierungen bei der postoperativen Behandlung. Die Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf führt drei Monate nach der Implantation anhand eines standardisierten Fragebogens eine telefonische Patientenbefragung durch, bei der unter anderem Angaben zum subjektiven Sehvermögen in der Nähe, im Intermediärbereich und in der Ferne eingeholt werden. Dr. Andreas Frings (Hamburg) stellt die Ergebnisse zur Patientenzufriedenheit nach MIOL-Chirurgie dar.

Fallbericht: Okuläre Manifestation einer intrakraniellen arteriovenösen Fistel

Intrakranielle arteriovenöse Shunts stellen kein homogenes Krankheitsbild dar und können sich verschiedenartig okulär manifestieren. Ein schwer einstellbares Sekundärglaukom ist eine häufige Komplikation und stellt eine Indikation zur Behandlung dar. Dr. Jens Heichel (Halle/Saale) berichtet über eine 76-jährige Patientin, die zur Mitbeurteilung bei Augenrötung und medikamentös nicht einstellbarem Glaukom vorstellig wurde. Der Augeninnendruck lag trotz topischer Dreifachtherapie beidseits bei über 30 mmHg.

Presbyopiekorrektur mit dem ­Raindrop-Inlay

Hornhautimplantate beziehungsweise korneale Inlays bieten eine Option zur Korrektur der Presbyopie. Bereits seit einigen Jahren verfügbar ist das KAMRA-Inlay, das das Prinzip einer stenopäischen Lücke nutzt, oder die ringförmige Flexivue-Linse. Eine neue weitere Möglichkeit stellt inzwischen das so genannte Raindrop-Inlay dar, eine durchsichtige Mikrolinse aus biokompatiblem Material, dessen Brechkraft der Kornea entspricht. Dr. Detlev Breyer (Düsseldorf) hat das Raindrop-Inlay bereits bei sechs Patienten implantiert und fasst seine Erfahrungen zusammen.

Serie Auge und Sehen: Eine Augensalbe

Serie zur Sammlung Roth
Die Therapie des erkrankten oder verletzten Auges beschäftigt die Menschen schon seit Jahrtausenden. Die Arbeiten in den Stein­brüchen oder bei der Metallbearbeitung waren einst nicht ungefährlich, Verletzungen bei der Arbeit an der Tagesordnung. Ulzera nach Fremdkörperverletzungen entzogen sich der Therapie, Perforationen führten zum Verlust des Auges. Schriftliche Überlieferungen zu irgendeiner Behandlung fehlen, das Wissen um das therapeutische Vorgehen ging verloren. Erst seit dem frühen Mittelalter kennt man brauchbare Rezepturen, sie sind meist handschriftliche Unikate. Erst nach Erfindung des Buchdrucks fanden sie eine weite Verbreitung. Eine frühe Broschüre berichtet über die entzündlichen Erkrankungen der Augen und den Gebrauch einer Augensalbe. Sie hat durchaus ­werbenden Charakter.

Interview mit DGII-Tagungspräsident Prof. Albert J. Augustin

„Dreams and Reality“
Nach Karlsruhe lädt in diesem Jahr der 29. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII). Vom 26. bis 28. Februar bietet die Jahrestagung wissenschaftliche Vorträge, Wet-Labs, Kursveranstaltungen sowie ein Programm für das Pflegepersonal. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Albert J. Augustin, dem DGII-Tagungspräsidenten und Direktor der Augenklinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe, über die diesjährige Fortbildung zum Hauptthema „Dreams and Reality in der modernen Ophthalmochirurgie“.

XXVIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Bonn (Teil 2)

Ophthalmogeschichte(n) in der ­ehemaligen Hauptstadt
Im Oktober tagte im traditionsreichen Bonner Hotel Dreesen zum 28. Mal die ophthalmohistorische Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) und bot mit 26 angemeldeten Vorträgen und Postern ein höchst vielseitiges und interessantes wissenschaftliches Programm. Im zweiten Teil des Tagungsberichtes fasst Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) Inhalte aus der dritten und vierten wissenschaftlichen Sitzung sowie die Posterausstellung zusammen.

Entwicklung der Hornhautendothelzelldichte nach Katarakt-OP

Vergleichsstudie zu intraoperativ verwendetem Viskoelastikum versus BSS-Plus-Infusion
Durch eine Kataraktoperation kommt es traumatisch bedingt zu einem höheren Abfall der Hornhautendothelzelldichte (ECD) als es der physiologischen Verlustrate durch Alterung entspricht. In welchem Maße es zu einem ECD-Verlust kommt, ist von vielen intra- und perioperativen Faktoren abhängig. Im Rahmen einer prospektiven Studie an der Universitäts-Augenklinik Marburg wurde die Entwicklung der Endothelzelldichte in der frühen postoperativen Phase nach Kataraktchirurgie in Abhängigkeit von der Verwendung einer viskoelastischen Substanz gegenüber einer BSS-Plus-Infusion untersucht. Dr. Irena Manojlovic (Achim) und Prof. Walter Sekundo (Marburg) stellen die Ergebnisse vor.

Jahrestagung der Vereinigung Deutschsprachiger Ophthalmopathologen (DOP) in Kiel

„Fruchtbare Kooperation“
Die Ophthalmopathologie, insbesondere die Histologie des Auges, ist seit gut 150 Jahren fester Bestandteil der universitären Augenheilkunde. Die Weiterentwicklung der allgemeinen Pathologie, sei es im Bereich der Färbetechniken oder dem neuen Feld der Molekularpathologie, sowie neue Krankheitsentitäten, die nicht nur das Auge betreffen, erfordern auch in diesem Bereich eine Intensivierung und Kultivierung des interdisziplinären Austausches. Die Verbesserung des Informationsaustausches gehört auch zu den Zielen der DOP, die zur 42. Jahrestagung nach Kiel geladen hatte. Dr. Udo Hennighausen (Heide) berichtet über das Treffen.

Förderung der privaten Altersvorsorge

Seit dreizehn Jahren gibt es die vom Staat mit Zulagen geförderte Altersvorsorge. Rund 15 Millionen Bürger haben bereits solche Verträge abgeschlossen, denn es hat sich herumgesprochen, dass das so genannte Rentenniveau in den kommenden Jahrzehnten weiter sinken wird, wenn die Beiträge der Versicherten auch in Zukunft bezahlbar bleiben sollen. Um diese Einbußen bei der gesetzlichen Altersversorgung auszugleichen, fördert der Staat seit 2002 den Aufbau einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert, welche Voraussetzungen für die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge erforderlich sind.