Aus der aktuellen Ausgabe

29. Kongress der DGII in Karlsruhe

Zum ersten Mal in der Fächerstadt Karlsruhe, trafen sich vom 26. bis 28. Februar über 500 Teilnehmer zum Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII). Tagungspräsident der Fortbildung war Prof. Dr. Albert J. Augustin, der Direktor der Augenklinik im Städtischen Klinikum Karlsruhe. Dr. Sandor Blümle (Graben-Neudorf) berichtet über den diesjährigen DGII-Kongress.

Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuerpauschalierung

Neue Grenzwerte für west- und ostdeutsche Augenarztpraxen
Alljährlich werden von der Bundesregierung die Beitragsbemessungsgrenzen und die Beitragssätze in der Sozialversicherung angepasst. Auch bei der Lohnsteuerpauschalierung für Teilzeitbeschäftigte sind bestimmte Grenzwerte beim Arbeitslohn zu beachten. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert im Folgenden, wie hoch die Abgabelasten im Jahre 2015 ausfallen.

Sicca-Therapie jenseits der ­Hyaluronsäure

Die Anwendung der Hyaluronsäure gilt heute als Standardtherapie der verschiedenen Formen der Benetzungsstörung der Augenoberfläche (hyposekretorisch und hyperevaporativ). Im klinischen Alltag jedoch gibt es eine große Anzahl von Patienten, die mit Hyaluronsäure-Präparaten nicht ausreichend therapiert werden können. Daraus ergab sich der Wunsch nach besser benetzenden Produkten. Auch erkannte man, dass bloße Tränensubstitution angesichts komplexer immunologischer Interaktionen im Tränenfilm nicht ausreichen kann. Bereits heute stehen mehrere innovative Substanzklassen zur Verfügung. Dr. Thomas Kaercher (Heidelberg) stellt exemplarisch vier Produkte vor, deren Wirkmechanismen sich wesentlich von der Hyaluronsäure unterscheiden und die bessere klinische Ergebnisse aufweisen.

Molekularbiologische ­Pathomechanismen der MGD

Expressionsveränderungen von Genen bei der Meibomdrüsendysfunktion
Die Meibomdrüsendysfunktion (meibomian gland dysfunction, MGD) ist als chronische, diffuse Störung der Meibomdrüsen definiert, die gewöhnlich durch eine Obstruktion des terminalen Ausführungsgangs und/oder durch qualitative oder quantitative Veränderungen des Meibomdrüsensekrets gekennzeichnet ist. Dies führt zu Störungen des Tränenfilms, Symptomen okulärer Reizungen, klinisch nachweisbaren Entzündungsprozessen und Erkrankungen der Augenoberfläche. Trotz der Kenntnisse über die möglichen pathophysiologischen Zusammenhänge einer MGD und des daraus resultierenden Trockenen Auges sind die molekularbiologischen Hintergründe bislang ungeklärt. M. Sc. Antje Schröder (Erlangen) stellt Erklärungsansätze dar.

KL und Tränenfilm – ein therapeutisches Update

Ein intakter Tränenfilm ist nach wie vor die Grundbedingung für ein komplikationsfreies Kontaktlinsentragen. Sowohl die Quantität als auch die Qualität der Tränenflüssigkeit entscheiden über die Verträglichkeit einer Linse. Jedweder Mangel von Wasser, Schleim oder Inhaltstoffen der Tränen beeinträchtigt den Tragekomfort, jede extern oder intern bedingte Störung der Tränenkonvektion führt zum Risiko einer Schädigung der vorderen Augenabschnitte beim Kontaktlinsentragen. Dr. Hans-Walter Roth und Dr. Alice Nietgen (Ulm) geben ein Update zum Thema Kontaktlinsen und Tränenfilm und erläutern Behandlungsmöglichkeiten beim Tränenmangel.

177. RWA-Versammlung in Dortmund

„Augenheilkunde – Quo vadis 2025?“
Zu seiner diesjährigen Jahresversammlung lud Ende Januar der Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) in die größte Stadt des Ruhrgebiets nach Dortmund ein. Ganz im Zeichen des Strukturwandels, den das Ruhrgebiet in den letzten Jahren vollziehen musste, stellte sich die größte regionale ophthalmologische Vereinigung in seiner Hauptsitzung den strukturellen Herausforderungen der Augenheilkunde. In einer hochkarätig besetzten berufspolitischen Sitzung wurde unter dem Thema „Augenheilkunde – Quo vadis 2025?“ die zukünftige Rolle der akademischen wie auch stationären Medizin als auch die wohnortnahe augenärztliche Grundversorgung diskutiert. Von Katica Djakovic.

Eplerenon bei Chorioretinopathia ­centralis serosa

Fallserie überprüft vielversprechenden neuen Therapieansatz
Die Chorioretinopathia centralis serosa (CCS) ist eine wiederkehrende zentrale Retinitis mit umschriebener seröser Netzhautabhebung im Bereich des hinteren Pols. Während die Erkrankung in den meisten Fällen selbstlimitierend und blande verläuft, stellen chronische und rezidivierende Verläufe ein Risiko für einen irreversiblen Sehschärfeverlust durch Narben und choroidale Neovaskularisationen dar. Da bisherige Behandlungsansätze keine überzeugenden Ergebnisse erbringen konnten, stellt die Behandlung mit Eplerenon einen vielversprechenden neuen Therapieansatz dar. ­Dr. Burkhard von Jagow, FEBO, (Berlin) diskutiert die Ergebnisse einer Fallserie, in der acht Patienten mit Chorioretinopathia centralis serosa off label mit Eplerenon behandelt wurden.

Fallbericht: Komplizierte refraktive ­Hornhautchirurgie

Die refraktive Hornhautchirurgie mittels Excimer- und Femtosekundenlaser zur Behandlung von Refraktionsfehlern gehört zur Routine in refraktiven Augenzentren. Oft stellen sich aber auch Patienten mit komplexen Fragestellungen vor, die ein besonderes Therapieregime benötigen. Dr. Laszlo Kiraly (Leipzig) erörtert anhand von zwei Fallbeispielen komplizierte refraktive Hornhautchirurgie in vermeintlich aussichtslosen Fällen.

Serie Auge und Sehen: Die Sehhilfe in der Illustration

Serie zur Sammlung Roth
Die Zeiten, in denen nur der betuchte Ratsherr, Theologe oder Kaufmann sich eine Brille leisten konnten, reichen bis hin zum Beginn der französischen Revolution, nur selten aber finden sich auf ihren Portraits die korrigierenden Gläser. Das Brillentragen geschah noch nicht öffentlich. Erst mit dem Niedergang des Adels und dem Aufstieg des Bürgertums im Biedermeier wird die Brille zum Allgemeingut für jedermann, letztendlich sogar auch für die Frau. Sehhilfen, wie auch immer sie gestaltet waren, galten dabei in weiblicher Hand anfangs mehr als ein Modeaccessoire denn als ein optisches Hilfsmittel. Sie finden jetzt ihren Eingang in die Welt der Mode und damit auch in die einschlägigen Modejournale. In Gestalt der Lorgnette beginnt die Sehhilfe die Gesichter der feinen Damen in den Illustrierten und Magazinen von damals zu schmücken.

87. Versammlung des Vereins Rhein-Mainischer Augenärzte

Unter der Leitung von Prof. Thomas Kohnen, Direktor der Augenklinik des Universitätsklinikums Frankfurt/Main, tagte die 87. Versammlung des Vereins Rhein-Mainischer Augenärzte im Hörsaalzentrum des Campus Westend der Goethe-Universität in der alten hessischen Handelsstadt am Main. Die traditionell eintägige wissenschaftliche Tagung, die auch ein Programm für Assistenzpersonal umfasste, stand unter dem Leitthema „Vielfalt der Augenheilkunde“. Ein Nachbericht von Dr. Udo Hennighausen (Heide).