Keratokonjunktivitis epidemica (KCE)
Epidemiologische Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) belegen eine Reihe auch aktuell aufgetretener endemischer Ausbrüche der adenovirusassoziierten Keratokonjunktivitis epidemica (KCE). Beispielsweise kam es 2012 ausgehend von rund 200 Erkrankten an einer Augenklinik im Ruhrgebiet zu einer größeren Endemie. Zugleich erfolgte laut RKI trotz Meldepflicht der KCE nur eine sehr verhaltene Information über Infektionsketten durch Augenärzte an die ¬zuständigen Gesundheitsämter, was grundsätzlich einer Ausbreitung Vorschub leistet und auf eine sehr hohe Dunkelziffer schließen lässt. Adenovirusinfektionen des Auges bleiben eine Herausforderung bezüglich frühzeitiger Diagnostik, präventiver Maßnahmen und eventuell langfristiger Betreuung schwer betroffener Patienten. Prof. Uwe Pleyer und Dominika Rachwalik (Berlin) stellen die aktuellen Kenntnisse zur KCE sowie die klinisch relevanten Konsequenzen dar.

