Aus der aktuellen Ausgabe

Praxismanagement: Personalkostensenkung

Kostenreduzierung durch lohnsteuer- und sozialversicherungsfreie Zuwendungen
Deutschland gehört bei der Steuer- und Abgabenbelastung zur Spitzengruppe in Europa. Von einer gut gemeinten Gehaltserhöhung kommen deshalb nur rund 55 Prozent beim Arbeitnehmer an, der Arbeitgeber wird darüber hinaus mit zusätzlichen Lohnnebenkosten von etwa 20 Prozent belastet. Dr. Walter Schwarz (Fürth) erläutert legale Möglichkeiten, die einerseits die Lohnkosten für den Arbeitgeber senken und andererseits dazu beitragen, dass dem Arbeitnehmer von der Bruttolohnerhöhung mehr Nettolohn verbleibt.

NeuroImaging – Möglichkeiten und Perspektiven

Befundung neurologischer Erkrankungen mittels Augendiagnostik
Vermutungen legen nahe, dass neurodegenerative und neuroentzündliche Erkrankungen eine Veränderung am Auge zeigen und bildgebende Verfahren zur Befundung und Dokumentation morphologischer Veränderungen geeignet sein könnten. Im Rahmen einer interdisziplinären Studie der Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf in Kooperation mit der Neurologie, Neuroradiologie, Psychiatrie und dem MS-Zentrum der Universität Hamburg wird derzeit überprüft, ob sich mittels Augendiagnostik korreliert mit dem MRT eine Art Kartographie bestimmter neurologischer Erkrankungen erstellen lässt. Priv.-Doz. Dr. Andrea Hassenstein, FEBO, (Hamburg) stellt die EBI-Studie (EBI: Eye and Brain Imaging) vor.

Adaptive Optiken

Ophthalmologische Bildgebung und Funktionsdiagnostik
Adaptive Optiken werden insbesondere in der Scanning Laser Ophthalmoskopie (AO-SLO) eingesetzt, da die Kopplung eines gerasterten Lichtpunktes mit einem konfokalen optischen Aufbau wesentliche Vorteile für die Bildgebung darstellt. Neben der reinen Bildgebung eignet sich das AO-SLO zudem als technologische Plattform, um die Voraussetzungen für eine zellgenaue, funktionelle Untersuchung der Netzhaut in vivo bereitzustellen. Dr. Wolf M. Harmening (Bonn) erläutert den Einsatz adaptiver Optiken, der neue Perspektiven für punktgenaue Struktur-Funktions-Analysen der Netzhaut bietet.

20. Berliner Immunologie Seminar (BIS)

Chronisch-entzündliche Augenerkrankungen
Unter dem diesjährigen Leitthema „Chronisch-entzündliche Augenerkrankungen: eine interdisziplinäre Herausforderung“ fand zum 20. Mal das Berliner Immunologie Seminar (BIS) statt. Neben grundlegenden Erkenntnissen über chronisch (rezidivierende) immunvermittelte Reaktionen, wurden unter anderem aktuelle Behandlungskonzepte vorgestellt, die neben der medikamentösen Therapie auch begleitende Maßnahmen einschließen. Dr. Anne Rübsam und Prof. Dr. Uwe Pleyer, FEBO, (Berlin) fassen die Inhalte der Jubiläumstagung zusammen.

Anti-VEGF bei AMD: Behandlung von Non-Respondern

Die neovaskuläre AMD wird in den letzten Jahren sehr erfolgreich mit verschiedenen Anti-VEGF-Therapeutika behandelt, wodurch sich die funktionelle Prognose für diese Patientengruppe entscheidend verbessert hat. Untergruppen der feuchten Makuladegeneration haben jedoch unverändert eine schlechte Prognose. Prof. Dr. Gisbert Richard (Hamburg) erläutert das therapeutische Vorgehen bei AMD-Patienten, die auf eine Anti-VEGF-Injektionstherapie nicht reagieren.

Fallbericht: Psychogen überlagerter Willkürnystagmus

Beim Willkürnystagmus kommt es zu willkürlich auslösbaren Serien konjugierter, meist horizontaler Sakkaden ohne intersakkadisches Intervall. Dr. Andreas Menges, Dipl. Med.-Päd. Elisabeth Brunner, Dipl. Phys. Rico Großjohann und Prof. Dr. Stefan Clemens (Greifswald) stellen den Fall eines 14-jährigen Mädchens vor, das in der neuroophthalmologischen Spezialsprechstunde der Universitäts-Augenklinik Greifswald über seit etwa sechs Monate bestehende Kopfschmerzen und intermittierende Doppelbilder klagte.

Kontrastsensitivität pseudophaker Augen

Datenregister zur Abbildungsqualität verschiedener IOL-Modelle
Die Kontrastsensitivität von Patienten nach einer Kataraktoperation kann je nach IOL-Modell sehr variieren. Um die Abbildungsqualität verschiedener Linsenmodelle beurteilen zu können, wurde an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg ein Datenregister aufgebaut. Dafür wurden im Zeitraum von Oktober 2011 bis Juli 2013 im Rahmen von Kataraktoperationen und refraktivem Linsenaustausch verschiedene IOL-Modelle mit Hilfe des Functional Vision Analyzers untersucht und ausgewertet. Dipl.-Ing. (FH) Anna Fitting, Dr. Ramin Khoramnia, Mary S. A. Attia, Prof. Dr. Mike P. Holzer und Prof. Dr. Gerd U. Auffarth (Heidelberg) erläutern die Messmethode und stellen die Ergebnisse vor.

Serie Auge und Sehen: Der Augenarzt in der Musik

Serie zur Sammlung Roth
In zahllosen Liedern und Arien besingt man die Liebe, musikalische Variationen über Herz und Schmerz sind meist mit eingeschlossen. Sehr viel seltener wird das Auge zum Motiv für eine Komposition und noch seltener ist es dann der Augenarzt, der sich in der Partitur wiederfindet. Warum sollte ihm die Musik auch nur eine Note widmen? Allerdings findet sich der Augenarzt und sein Berufsbild erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als eigenes Fach, grenzte sich doch die Ophthalmologie erst um 1850 mit der Erfindung des Augenspiegels von den anderen Fachgebieten ab. Bis zum Ende des Biedermeiers kennt man also den Ophthalmologen noch nicht. Umso erstaunlicher ist es, dass da bereits 1811 in Wien ein bemerkenswertes Singspiel in Form einer Oper aufgeführt wird, sie nennt sich „Der Augenarzt“.

Neuroregenerativ wirkende Strategien beim experimentellen Glaukom

Der Zelltod retinaler Ganglienzellen gilt als irreversibel. Wenn es geläng, die regenerationshemmenden Mechanismen zu überwinden und die Neurone zur Regeneration anzuregen, wäre ein eingetretener retinaler Ganglienzellen-Schaden reversibel und gegebenenfalls vielleicht sogar heilbar. Auch adulte Neurone können zur Regeneration unter bestimmten experimentellen Umständen in vivo und in vitro angeregt werden, was beweist, dass die molekulare Zellmaschinerie der Regenerationsfähigkeit lebenslang vorhanden, aber inaktiviert ist. Priv.-Doz. Dr. Verena Prokosch-Willing, Prof. Dr. Solon Thanos (Münster) erläutern potentiell neuroregenerativ wirkende Strategien, die im Tiermodel und experimentellen Glaukommodell untersucht worden sind.

Astigmatismuskorrektur mittels torischer IOL

Studie zu funktionellen Ergebnissen und zur Sehqualität
Eine Option zur Behandlung kornealer Astigmatismen ist die Implantation von torischen Intraokularlinsen (IOL). Ziel einer Studie an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg war die klinische Evaluation der funktionellen Ergebnisse und der Sehqualität nach Implantation einer monofokal-torischen IOL. Dr. Ramin Khoramnia, Dipl.-Ing. (FH) Anna Fitting, Prof. Dr. Tanja M. Rabsilber, Prof. Dr. Gerd U. Auffarth und Prof. Dr. Mike P. Holzer (Heidelberg) stellen erste Ergebnisse der prospektiven Studie vor.