Aus der aktuellen Ausgabe

15. Woche des Sehens: „Chancen sehen!“

Die diesjährige „Woche des Sehens“ steht unter dem Thema „Chancen sehen!“ und gibt vom 8. bis 15. Oktober Interessierten und Betroffenen acht Tage lang die Möglichkeit, an zahlreichen Veranstaltungen rund um die Themen Blindheit, Sehen und Sehbehinderung im gesamten Bundesgebiet teilzunehmen. Das Angebot reicht dabei von medizinischen Vorträgen über Hilfsmittelausstellungen bis hin zu Aktionen in Fußgängerzonen. Traditionell schließt die Aufklärungskampagne dabei zwei internationale Aktionstage mit ein, den „Welttag des Sehens“ am 13. Oktober sowie den „Tag des weißen Stocks“ am 15. Oktober. Auch in diesem Jahr unterstützt die Fernsehjournalistin Gundula Gause die Aktionswoche als Schirmherrin.

Investitionsabzugsbetrag auf geplante Investitionen

Der Investitionsabzugsbetrag dient der erleichterten Finanzierung von geplanten Investitionen. Bei einer Inanspruchnahme ohne spätere Investition ist die entsprechende Gewinnherabsetzung im Jahr des Abzugs wieder rückgängig zu machen, und zwar auch dann, wenn der maßgebende Steuer- und Feststellungsbescheid bereits bestandskräftig ist. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert anhand von Beispielen, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit ein Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen werden kann.

Kontrastsehen und Perimetrie

„Erholungszeit“ als potentiell neuer funktioneller Verlaufsparameter
Eine Progressionsbestimmung von Patienten mit fortgeschrittener glaukomatöser Optikusatrophie stellt eine diagnostische Herausforderung dar, da die Perimetrie als funktionelle, psychophysische Untersuchung an ihre Grenzen stößt. Spezielle Messungen des Kontrastsehens („Erholungszeit“) mit vorangehendem Stressreiz zeigten signifikant veränderte Messwerte bei Glaukompatienten im Vergleich zu Normalprobanden. Da sie sich verlässlich reproduzieren ließen und signifikant mit den Standardparametern der Perimetrie sowie der morphologischen Papillenbeurteilung mit dem SD-OCT korrelierten, kann diese Erholungszeit zusätzlich als potentiell neuer funktioneller Verlaufsparameter herangezogen werden. Dr. Bettina Hohberger (Erlangen) stellt den Ansatz dar.

Fibroblastenhemmung – welche Rolle spielt die VEGF-Inhibition?

Die Kontrolle der Wundheilung nach filtrierender Glaukomoperation und die damit verbundene bessere Augeninnendruckkontrolle ist weiterhin eine Herausforderung der modernen Glaukomchirurgie. VEGF-Inhibitoren gelten hierbei als vielversprechende Ergänzung zu den bisher verwendeten Chemotherapeutika wie Mitomycin C und 5-Fluouracil, da bekannt ist, dass VEGF an der Regulation von Wundheilungsprozessen beteiligt ist. Ziel einer Arbeit an der Universitäts-Augenklinik Göttingen war es, den Effekt von Bevacizumab auf Tenonfibroblasten genauer zu untersuchen und die Rolle von VEGF bei der Beeinflussung der Zellproliferation zu definieren. Priv.-Doz. Dr. Christian van Oterendorp und Dr. Charlotte V. Fischer (Göttingen) stellen die Ergebnisse vor.

Aktuelle Trends in der Ophthalmochirurgie 2015

Ergebnisse der aktuellen Umfrage von BDOC, BVA, DGII und DOG
Jedes Jahr werden von der DGII in Zusammenarbeit mit dem BVA und BDOC sowie der DOG Fragebögen an alle deutschsprachigen Ophthalmochirurgen zum Operationsverhalten versandt. Ausgewertet wurde der Rücklauf in diesem Jahr von Prof. Martin Wenzel (Trier), Prof. Gerd Auffarth (Heidelberg), Dr. Armin Scharrer (Fürth), Dr. Kaweh Schayan-Araghi (Dillenburg) und Prof. Thomas Reinhard (Freiburg). Einige Ergebnisse werden hier zusammengefasst.

Rauchen und die Folgen auf das Mikrogefäßsystem

Kohortenstudie zur statischen Gefäßanalyse der retinalen Blutgefäße
Die Nikotinsucht gehört laut dem Suchtbericht 2014 in Deutschland zu den am weitesten verbreiteten Abhängigkeiten. Dabei ist das Rauchen ein anerkannter Risikofaktor für verschiedenste vaskuläre Erkrankungen. Für die Interpretation der statischen Gefäßanalyse retinaler Blutgefäße sollte daher die gemeinsame Betrachtung mit allgemeinen Gesundheitsparametern unerlässlich sein. Im Rahmen einer populationsbasierten, epidemiologischen Kohortenstudie wurde eine statische Gefäßanalyse der retinalen Blutgefäße des Sehorgans unter besonderer Berücksichtigung des Raucherstatus durchgeführt. Dr. Constanze Theophil, Dr. Till Ittermann, Dr. Clemens Jürgens, Prof. Henry Völzke und Prof. Frank Tost (Greifswald) stellen die Ergebnisse vor.

Der Kriegsblinde

Serie zur Sammlung Roth
Die Blindheit zählt zu den schwersten Behinderungen eines Menschen. Wer sein Augenlicht verloren hat, ist auf fremde Hilfe angewiesen, ohne ein intaktes soziales Umfeld hat er keine Überlebenschance. Richtig bitter ist die Erblindung, wenn sie einen zuvor sehenden Menschen mitten im Leben trifft und ihn auf Dauer hilflos macht. Dies gilt ganz besonders für den Kriegsblinden, der unfreiwillig an die Front geschickt, im fragwürdigen Kampf ums Vaterland schwer verwundet wurde und erblindet zurückgekehrt ist. Das so genannte Kriegsheldentum sieht in der Wirklichkeit ganz anders aus.

100 Jahre blista in Marburg

Die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Auftakt der Gründungsfeierlichkeiten im Jubiläumsjahr bildete die Eröffnung der barrierefreien Sonderausstellung „blick:punkte“ im Marburger Landgrafenschloss anlässlich des Internationalen Museumstages in Hessen. Dr. Hannsjürgen Trojan (Marburg) berichtet über die Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Jubiläum.

Komplexe Augenmuskelchirurgie

Die Augenmuskelchirurgie hat in den letzten Jahren einige innovative Entwicklungen erfahren, dabei standen vor allem komplexe Situationen im Fokus. Priv.-Doz. Dr. Veit Sturm, Priv.-Doz. Dr. Christina Gerth-Kahlert und Prof. Hermann Dieter Schworm stellen exemplarisch Augenmuskelchirurgie der Eso(hypo)tropie bei hoher Myopie, Augenmuskeloperationen bei Nystagmus und das Vorgehen bei Revisionseingriffen dar.

Fallbericht: Sarkoidose als PION

Arteriitische Erkrankungen des Sehnervenkopfes können sich als anteriore ischämische Optikusneuropathie (AION) und posteriore ischämische Optikusneuropathie (PION) präsentieren. Die arteriitische AION lässt sich nach Erhebung von Visus und Gesichtsfeld relativ leicht diagnostizieren, die arteriitische PION ist schwieriger zu definieren, da der charakteristische Aspekt der Sehnervenkopfschwellung fehlt. Dr. Thomas M. Dette, Dr. Mau-Thek Eddy, Dr. Detlef Rose und Prof. Ina Kötter (Hamburg) berichten über den Fall einer 79-jährigen Patientin, bei der sich eine Sarkoidose lediglich am N. opticus als PION mit charakteristischen Gesichtsfeldausfällen zeigte.