Aus der aktuellen Ausgabe

Gefährdet der Laser die EBM-Katarakt-Vergütung?

Das Ende der Leistungspflicht eines Kostenträgers schließt die Entscheidung des Patienten für eine Behandlung jenseits des Erstattungshorizontes des Kostenträgers nicht aus. Denn die Vertragsfreiheit des Patienten transzendiert den durch den Gesetzgeber für alle Versicherten eines Kostenträgers geschaffenen regulatorischen Rahmen. RA Michael Zach (Mönchengladbach) erörtert, ob und wie eine LCS-Behandlung (Laser-Cataract Surgery) bei einem gesetzlich krankenversicherten Patienten vereinbart werden kann und welche Auswirkungen dies auf die gesetzliche Pflicht zur Tragung der Kosten innerhalb des gesetzlich vorgesehenen Erstattungsrahmens haben kann.

Social Media in der Arztpraxis

Vor allem für junge Menschen ist ein Leben ohne die sozialen Medien heute kaum noch vorstellbar. Doch welchen Stellenwert hat Social Media für Praxen oder Kliniken? Muss eine augenärztliche Praxis oder Klinik aktiv an diesen Plattformen teilnehmen? Tobias Kesting (Köln) erläutert, warum die sozialen Medien fester Bestandteil einer jeden Kommunikations- und Marketingstrategie sein sollten.

Mit Hilfe moderner Diagnostik zur optimalen Behandlungsstrategie

4 Tipps zur Untersuchung vor refraktiver Chirurgie
Der Erfolg einer refraktiv-chirurgischen Behandlung ist geprägt durch eine auf den Patienten und sein Auge individualisierte Behandlungsstrategie. Dafür ist es unerlässlich, eine geeignete und tiefgehende Untersuchung vor dem Eingriff durchzuführen. Unter anderem dürfen wiederholte objektive und subjektive Bestimmungen des Refraktionsdefizites und insbesondere der Ausschluss krankhafter Hornhautveränderungen, namentlich Keratokonus, unter keinen Umständen fehlen. Priv.-Doz. Dr. Suphi Taneri, FEBOS-CR (Münster) erläutert, welche Faktoren bei der Untersuchung für den Eingriff zu beachten sind und stellt geeignete Diagnosegeräte und Analysefunktionen vor.

Premiumlinsen bei Patienten mit Augenvorerkrankungen

Neue Linsentechnologien ermöglichen eine breitere Patientenversorgung
Multifokale Linsen werden aufgrund ihrer optischen Eigenschaften bei Patienten mit Augenvorerkrankungen kontrovers diskutiert. Immer häufiger wird aber auch von dieser Patientengruppe funktionelles Sehen in mehreren Entfernungen gefordert und die Versorgung mit Premiumlinsen gewünscht. Petra Davidova und Prof. Thomas Kohnen, FEBO (Frankfurt) diskutieren über neue Linsentechnologien und zeigen an einem Fallbeispiel, dass gute Ergebnisse beispielsweise bei Glaukompatienten erzielt werden können

Kalkulation einer torischen Multifokallinse

Physikalische Grundlagen zur MIOL-Berechnung
Multifokallinsen (MIOL) sind besonders empfindlich gegen Refraktionsfehler, sowohl gegen Defokus als auch gegen Astigmatismus, daher ist das Erreichen der Zielrefraktion besonders wichtig. Dr. Peter Hoffmann (Castrop-Rauxel) stellt die physikalischen Grundlagen zur MIOL-Berechnung und des Funktionsprinzips multifokaler Linsen dar und zeigt mögliche Fehlerquellen bei der Biometrie auf.

Behandlung der Hyperopie mittels SMILE

Ergebnisse der Marburger Kohorte aus der Zulassungsstudie
Seit der Einführung der Small Incision Lenticule Extraction (SMILE) zur Behandlung der Myopie und des myopen Astigmatismus durch Sekundo und Blum vor über zehn Jahren wurden weltweit nahezu sechs Millionen SMILE-Operation durchgeführt. Im Gegensatz zum Siegeszug der myopen SMILE erwies sich die Entwicklung des Verfahrens zur Behandlung der Weitsichtigkeit als ein deutlich schwierigeres Unterfangen. Prof. Walter Sekundo (Marburg) stellt Ergebnisse der Marburger Kohorte aus der prospektiven multizentrischen Zulassungsstudie zur Behandlung der Hyperopie mittels SMILE vor.

Interdisziplinärer Austausch zur Netzhautforschung

16. Pro Retina-Forschungskolloquium in Potsdam
Das 16. Forschungskolloquium der Pro Retina-Stiftung, einer Patientenvereinigung, welche die Erforschung von Netzhautdegeneration fördert, stand unter dem Motto „Retinal Degeneration – Environment Matters“. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie etablierte Forscherinnen und Forscher aus Europa präsentierten ihre neusten Erkenntnisse in Grundlagenforschung und Klinik. Es wurden Innovationen aus Diagnose und Therapie sowie Erkenntnisse zum Metabolismus der retinalen Umgebung während der Netzhautdegeneration vorgestellt. Von Dr. Anne Wolf und Dr. Verena Behnke (Köln).

Kanaloplastik ab-interno

Studienergebnisse zu iTrack-Geräten
Die Kanaloplastik ist ein äußerst vielseitiger Eingriff, der bei leichten bis mittelschweren Offenwinkelglaukomen auch ab-interno durchgeführt werden kann. Prof. Norbert Körber, FEBO (Köln, Padua) stellt Daten einer Fallstudie sowie Vierjahresergebnisse mit dem iTrack-Gerät unter Verwendung der Ab-interno-Operationstechnik vor. Zudem berichtet er über die in diesem Jahr an vier Prüfzentren in Europa anlaufenden Studie, die die Wirksamkeit, Sicherheit und Lebensqualität mit der Kanaloplastik in Kombination mit einer Phakoemulsifikation unter Verwendung des iTrack Advance der neuen Generation untersucht.

Fallbericht: Einseitige Blepharokonjunktivitis, zentrale Hornhauttrübungen

Die granuläre Hornhautdystrophie vom Typ 2 beginnt im ersten Lebensjahrzehnt mit feinen weißlichen kornealen Punkttrübungen, aus denen sich rundliche oder sternförmige Trübungen im Hornhautstroma entwickeln. Dr. Simon Trick und Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) berichten über den Fall einer 45-jährigen Patientin, die sich in der augenärztlichen Notfallambulanz vorstellte. Sie klagt über eine akute Visusminderung im Rahmen einer seit mehreren Tagen andauernden Bindehautentzündung des rechten Auges. Allgemeinerkrankungen werden verneint, Medikamente werden nicht eingenommen. Die Patientin gibt allerdings an, Trägerin des fragilen X-Syndroms zu sein.

Das Licht des Augenarztes

Serie zur Sammlung Roth (Folge 128)
Für eine Untersuchung des Auges muss die Ausleuchtung optimal sein. Die Inspektion der vorderen Augenabschnitte ist nämlich nur dann möglich, wenn es gelingt, ausreichend helles Licht, am besten über ein optisches System gebündelt, mit Hilfe einer Lupe, Spaltlampe oder eines Augenspiegels auf das Auge zu richten. Für eine Inspektion der vorderen Augenabschnitte oder gar der Netzhaut reichte das Öllämpchen der Antike nicht aus.