Aus der aktuellen Ausgabe

Besteuerung der Pkw-Aufwendungen

In aller Regel benutzt der niedergelassene Augenarzt seinen Pkw beruflich und privat. Da das Finanzamt nur den beruflich veranlassten Teil der Aufwendungen für den Pkw als Praxisausgaben anerkennt, ist eine Aufteilung der Gesamt-aufwendungen entsprechend der Nutzungsverhältnisse erforderlich. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (Sankt Augustin) erläutert anhand von Beispielen die Kriterien.

Grenzen und Möglichkeiten der Kontaktoptik

Seit über 120 Jahren sind Kontaktlinsen eine wertvolle Sehhilfe bei Brechungsfehlern des Auges und fungieren auch als wichtiges Therapeutikum: Sie dienen als durchsichtiger Verband und Medikamentenspeicher in der Behandlung von Augenerkrankungen. Doch nur eine präzise Herstellung, eine strenge Qualitätskontrolle sowie höchste Sorgfalt bei der Anpassung und die konsequente Nachkontrolle durch den in der Kontaktoptik erfahrenen Augenarzt gewährleisten langfristig ein beschwerdefreies Linsentragen. Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Alice Nietgen und Dr. Gregor Nietgen (Ulm) weisen auf Kontraindikationen und besondere Risiken hin.

RDK-Lösungen für die Kontaktlinsenpflege

Vergleich von Testmethoden zur Überprüfung der Augenverträglichkeit (Teil 1)
Die Kontaktlinsenhygiene dient der weitgehenden Beseitigung von Verunreinigungen sowie Keimen auf Kontaktlinsen, insbesondere von Bakterien, Pilzen und Protozoen, und zur Verhinderung von Keratitiden. Neben den Linsen muss sich die Reinigung und Desinfektion auch auf deren Aufbewahrungsgefäße beziehen. Aus Gründen der Sparsamkeit und Praktikabilität werden von den Kontaktlinsenträgern, vor allem seit Einführung der Silikonhydrogellinsen, mehr und mehr Reinigungs-Desinfektions-Kombinations-Lösungen (RDKL) bevorzugt. Dr. Dieter Schnell (Ruppichteroth) hat einige Testmethoden zur Überprüfung der Augenverträglichkeit von RDK-Lösungen einem Vergleich unterzogen und stellt seine Erkenntnisse vor.

Uveitis bei juveniler idiopathischer Arthritis

Therapie mit Biologika sowie deren Einfluss auf den Krankheitsverlauf
Gelenkrheuma im Kindesalter beziehungsweise die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Kindesalters, ihre Neuerkrankungsrate wird mit zehn pro 100.000 Kinder unter 16 Jahren angegeben. Unterschiedlich häufig tritt bei den einzelnen Arthritisformen auch eine Uveitis auf. Dr. Kirsten Minden (Berlin) und Prof. Dr. Arnd Heiligenhaus (Münster) erläutern die Therapie mit Biologika sowie deren Einfluss auf den Krankheitsverlauf der juvenilen idiopathischen Arthritis.

Bevacizumab bei Strahlenmakulopathie

Für die Therapie einer Strahlenretinopathie beziehungsweise einer Strahlenmakulopathie stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, die bislang mit nur begrenztem Erfolg Anwendung finden. Hierzu gehören die fokale Laserkoagulation, die Photodynamische Therapie und lokale oder systemische Kortikosteroide. Noch wenig untersucht ist der Einsatz von Anti-VEGF-Wirkstoffen. Priv.-Doz. Dr. Rainer Guthoff (Düsseldorf) stellt eigene Daten zur Anwendung von Bevacizumab beim Makulaödem nach Strahlenträgerbehandlung vor.

Fall: Schwere toxische Keratopathie beim KL-Träger

Schwere toxische Keratopathien treten zwar selten auf, sie finden sich aber bevorzugt beim Träger weicher hydrophiler Kontaktlinsen. Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) stellt den Fall eines Mixed-Solution-Syndroms vor, bei dem sich eine unbekannte toxische Substanz durch die im Linsenmaterial aufgenommenen, nicht kompatiblen Flüssigkeiten zur Reinigung, Desinfektion sowie Nachbenetzung bildete und zu einer schweren Keratopathie führte.

Das OCT in der Praxis des niedergelassenen Augenarztes

Ein Anwenderbericht
Mit der Optischen Kohärenztomographie (OCT) steht ein Untersuchungsverfahren zur Verfügung, das retinale Mikrostrukturen in einer noch nie dagewesenen Bildqualität darstellt. Die neue Technologie liefert eine sehr detailgetreue Rekonstruktion der Netzhaut und ermöglicht es dem Arzt auch, seinem Patienten die Erkrankung und den Verlauf anschaulich zu vermitteln. Der besondere Leistungsumfang dieser modernen OCT-Technologie ist mit hohen Anschaffungskosten verbunden, so dass vorwiegend Kliniken und ambulante Zentren und nur wenige Augenarztpraxen über ein solches Gerät verfügen. Dr. Michael Illert (Düsseldorf) berichtet über seine Erfahrung mit einem kompakten und portablen OCT für den niedergelassenen Augenarzt.

Serie Auge und Sehen: Die ersten Skleralschalen

Serie zur Sammlung Roth
Die Erfindung der Kontaktlinse reicht gerade in das Jahr 1888 zurück. In dieser Zeit entwickelte Eugen Fick die so genannte Kontaktbrille, die später als Kontaktschale, Haftschale oder Skleralschale bezeichnet wurde. Parallel zu dieser Entwicklung gelang es Artur Müller, im Zentrum dieser Schalen eine optische brechende Zone einzuschleifen, um so zum Beispiel eine Myopie auszugleichen. Er nannte seine Gläser Hornhautlinsen.

Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft in Aachen

Austausch zwischen experimentellen und klinischen Retinologen
Am 17. und 18. Juni fand im Technologiezentrum am Europaplatz in Aachen die 24. Jahrestagung der Retinologi-schen Gesellschaft statt, zu der Grundlagenforscher und Retinologen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie weiteren europäischen Ländern anreisten. Insgesamt 62 Vorträge bunt durch die Retinologie verteilt, mit einem hohen Anteil grundlagenorientierter Forschungsbeiträge, luden ein zu einer konstruktiven Kommunikation zwischen Klinikern und Wissenschaftlern über ein weites Spektrum der experimentellen sowie klinischen Retinologie. Im Tagungsprogramm wurden weiterhin die aktuellen Aspekte der intraokularen Pharmakotherapie im Rahmen eines IVOM-Zertifizierungskurses aufgearbeitet. Ein Beitrag von Dr. Antonis Koutsonas (Aachen).

Ergebnisse der Umfrage 2010 von BDOC, BVA, DGII und DOG

Aktuelle Trends in der ambulanten Intraokularchirurgie
Jedes Jahr werden von der DGII in Zusammenarbeit mit dem BVA und BDOC, diesmal auch von der DOG mitgetragen, Fragebögen an alle deutschsprachigen Ophthalmochirurgen zum Operationsverhalten versandt. Ausgewertet wurde der Rücklauf in diesem Jahr von Prof. Dr. Martin Wenzel (Trier), Prof. Dr. Thomas Reinhard (Freiburg), Prof. Dr. Thomas Kohnen (Frankfurt), Dr. Armin Scharrer (Fürth), Dr. Kaweh Schayan-Araghi (Dillenburg) und Dr. Johannes Klasen (Dillenburg). Einige Ergebnisse werden in dieser Ausgabe vorgestellt.