Aus der aktuellen Ausgabe

10. Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober 2011

„Sehen, was geht!“
Die Woche des Sehens ist eine Aufklärungskampagne, die zur breiten Beteiligung einlädt, um öffentlichkeitswirksam einmal jährlich mit vielfältigen Aktionen bundesweit auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam zu machen. Michael Herbst zeigt die Beteiligungsmöglichkeiten beim diesjährigen zehnten Jubiläum auf.

Besteuerung der Pkw-Aufwendungen

In aller Regel benutzt der niedergelassene Augenarzt seinen Pkw beruflich und privat. Da das Finanzamt nur den beruflich veranlassten Teil der Aufwendungen für den Pkw als Praxisausgaben anerkennt, ist eine Aufteilung der Gesamt-aufwendungen entsprechend der Nutzungsverhältnisse erforderlich. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (Sankt Augustin) erläutert anhand von Beispielen die Kriterien.

Grenzen und Möglichkeiten der Kontaktoptik

Seit über 120 Jahren sind Kontaktlinsen eine wertvolle Sehhilfe bei Brechungsfehlern des Auges und fungieren auch als wichtiges Therapeutikum: Sie dienen als durchsichtiger Verband und Medikamentenspeicher in der Behandlung von Augenerkrankungen. Doch nur eine präzise Herstellung, eine strenge Qualitätskontrolle sowie höchste Sorgfalt bei der Anpassung und die konsequente Nachkontrolle durch den in der Kontaktoptik erfahrenen Augenarzt gewährleisten langfristig ein beschwerdefreies Linsentragen. Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Alice Nietgen und Dr. Gregor Nietgen (Ulm) weisen auf Kontraindikationen und besondere Risiken hin.

Serie Auge und Sehen: Praxis-Phiolen

Serie zur Sammlung Roth
Nicht nur die Erfindung des Augenspiegels im Jahr 1851 beeinflusste als wichtiges diagnostisches Instrument den Weg der Augenheilkunde zum eigenen Fachgebiet, sondern es waren auch die Chemie und Pharmazie, welche in diesen Jahren die Entwicklung der Ophthalmologie förderten. So gab es in der Mitte des vorletzten Jahrhunderts noch nicht einmal ein Dutzend Medikamente zur Anwendung am Auge, gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts hatte sich ihre Zahl bereits vervielfacht.

Fall: Seltene Ursache einer einseitigen Protrusio

Der solitäre fibröse Tumor ist eine seltene mesenchymale Neoplasie mit meist benignem Wachstumsverhalten. Dr. Susanne Kaskel-Paul und Maria José García Velasco schildern den Fall einer 35-jährigen Patientin, die sich mit einem seit etwa vier Monaten bestehenden schmerzlosen linksseitigen massiven Exophthalmus, einer Visusminderung und Doppelbildern beim Blick nach oben an der Augenklinik am Klinikum Lüdenscheid vorstellte.

Interview mit Prof. Dr. Thomas Reinhard zum DOG-Kongress 2011

“Herausforderung, aber vor allem auch große Chance”
„Herausforderungen in der Augenheilkunde“ lautet das Thema der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Traditionell wird in Berlin getagt und nachdem der letztjährige DOG-Kongress im Rahmen des frühsommerlich tagenden WOC stattfand, kehrt er nun mit herbstlichem Termin (29. September bis 2. Oktober) wieder ins gewohnte Fahrwasser zurück. Neu hingegen ist die Programmgestaltung der diesjährigen Tagung. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem amtierenden DOG-Präsidenten Prof. Dr. Thomas Reinhard (Freiburg) über die Neuerungen im Programm und Herausforderungen des Faches.

Das europäische Facharztexamen

Um europaweit die ophthalmologischen Ausbildungsprogramme zu standardisieren und jungen Ophthalmologen eine kontinuierliche medizinisch hochwertige Ausbildung zu ermöglichen, wurde 1995 das vom European Board of Ophthalmology (EBO) getragene europäische Facharztexamen etabliert. Daniel M. Handzel, FEBO (Fulda), erläutert die Anforderungen an die EBO-Absolventen sowie die Akzeptanz der Prüfung auf nationaler Ebene.

Hausberufung in Heidelberg

Interview mit Prof. Dr. Gerd U. Auffarth zu seiner Hausberufung in Heidelberg
Seit dem 1. April leitet Prof. Dr. Gerd U. Auffarth (46) als Ärztlicher Direktor die Universitäts-Augenklinik Heidelberg, an der er bereits seit 15 Jahren mit Schwerpunkt intraokulare Linsen und Kataraktchirurgie tätig ist, habilitierte, und der er zuletzt zwei Jahre kommissarisch als ärztlicher Direktor vorgestanden hatte. Diese in Deutschland seltene Hausberufung erfolgte nach einer externen Ausschreibung und einem externen akademischen Auswahlverfahren der Universität Heidelberg. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Gerd U. Auffarth über den im hiesigen Wissenschaftsbetrieb akademischen Ausnahmefall.

18. Berliner Immunologie Seminar (BIS) 2011

Komplikationen entzündlicher Augenerkrankungen
Infektionen und Entzündungen des Auges können zu Komplikationen führen, die rasche Entscheidungen erfordern. Oft stellen sie Notfallsituationen dar, deren Verlauf und Ausgang entscheidend von Sofortmaßnahmen abhängt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Berliner Immunologie Seminars (BIS) zum Thema „Komplikationen entzündlicher Augen-erkrankungen“ standen daher die Vermittlung von Grundlagen und konkreten Handlungshinweisen zur Prävention und Behandlung von Komplikationen. Priv.–Doz. Dr. Dieter E. Moeller (Berlin) fasst die Inhalte zusammen.

Kommunikationstraining in der Hornhautspendenakquise

Bedarfsanalyse und Entwicklung eines speziellen Trainings für Augenärzte
Gespräche mit der Bitte um das stellvertretende Einverständnis von Angehörigen in eine Hornhautspende scheinen eine große Belastung – nicht nur für Angehörige, sondern auch für das Fachpersonal. In einer Fragebogenerhebung bei Augenärzten, die in der Spendenakquise tätig sind, wurde eine Bedarfsanalyse für ein Kommunikationstraining erhoben und anschließend ein darauf basierendes Training entwickelt. Das Training wurde inzwischen erfolgreich implementiert, mit zahlreichen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Hornhautbanken in Deutschland durchgeführt und aktuell mittels Begleitforschung auf Wirksamkeit überprüft. Ein Beitrag von Dr. Stephanie Stiel, Sabine Salla, Dr. André Steinfeld, Prof. Dr. Lukas Radbruch, Prof. Dr. Peter Walter und Dr. Martin Hermel.