Aus der aktuellen Ausgabe

Das Susac-Syndrom aus ophthalmologischer Sicht

Das Susac-Syndrom manifestiert sich symptomatisch im Zentralnervensystem (ZNS), im Innenohr und an der Retina. Charakteristisch ist die Trias aus Enzephalopathie, Innenohrschwerhörigkeit und Sehstörungen. Diese Symptome treten selten gemeinsam auf, teilweise sind Jahre zwischen den einzelnen Manifestationsformen. In der Universitäts-Augenklinik Münster stellte sich ein Großteil der in Deutschland bekannten Fälle vor. Dr. Julia Promesberger, Dr. Ilka Kleffner, Dr. Jan Dörr und Prof. Dr. Nicole Eter erläutert das Susac-Syndrom aus ophthalmologischer Sicht.

Retinopathia praematurorum – Inzidenz, Verlauf und Therapie

Eine prospektive Untersuchung zum Auftreten der ROP im Helios Klinikum Berlin-Buch (Teil 2)
Die Retinopathia praematurorum ist eine multifaktorielle Gefäßerkrankung der Netzhaut, bei der infolge Frühgeburtlichkeit die normale Entwicklung und Ausbildung der Netzhautgefäße gestört ist. Die postnatale Entwicklung der Netzhautgefäße kann regelrecht voranschreiten oder aber über Blutungen, Proliferationen und Ablatio retinae bis zum Verlust der Sehkraft führen. Nach Vorstellung eigener Daten einer prospektiven Untersuchung im Helios Klinikum Berlin-Buch diskutieren Dr. Helge Breuß und Priv.-Doz. Dr. Jörn Kuchenbecker in diesem zweiten Teil die Ergebnisse vor dem Hintergrund der aktuellen ROP-Leitlinie.

Serie Auge und Sehen: Die Brille in der Fotografie

Serie zur Sammlung Roth
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es große Mode, sich fotografisch ablichten zu lassen. Eine Flut von Porträtaufnahmen ist uns aus diesen Jahren erhalten. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis endlich auch die ersten Brillen auf den Bildern auftauchen. Will man etwas über das Aussehen und die Funktionsweise historischer Brillen erfahren, bleiben hierfür nur ihre wenigen Abbildungen. Noch seltener sind uns Originale der Zeit erhalten. Die ersten Darstellungen von Sehhilfen finden sich in Fresken, man sieht sie in Kirchenfenstern oder als Frühdrucke im Holzschnitt. Doch auch diese Abbildungen sind seltene Raritäten, es war früher nicht üblich, seinen Sehfehler im Bild zu dokumentieren.

174. RWA-Versammlung in Essen

Austausch und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Rund 730 Teilnehmer kamen zur 174. Versammlung des Vereins der Rheinisch-Westfälischen Augenärzte (RWA) am 27. und 28. Januar zusammen, zu der Dr. Andreas Scheider nach Essen eingeladen hatte. Neben Vorträgen und Diskussionen zu den unterschiedlichsten Themen des Faches galt das diesjährige Hauptthema den „ophthalmologischen Erkrankungen aus der Sicht kooperierender Fachdisziplinen“. Ein Bericht von Katica Djakovic.

Zeitmanagement und Arbeitsorganisation

Zeit ist ein knappes Gut – so heißt es im Volksmund und insbesondere der Arbeitsalltag scheint oft durch zu wenig Zeit und zu viel Arbeit geprägt zu sein. Allerdings kommen manche Menschen gut zurecht, andere leiden permanent unter Zeitnot. Ist dies ein objektives Problem oder eine Folge der Prioritätensetzung? Dr. phil. Walter Pfeifer (Ahaus) verfügt über langjährige Erfahrung zu Fragen des Managements im Gesundheitswesen und erläutert einige Aspekte zu typischen Zeitfressern und organisatorischen Hilfsmitteln, die die persönliche Arbeitssituation verbessern können.

Retinopathia praematurorum – Inzidenz, Verlauf und Therapie

Eine prospektive Untersuchung zum Auftreten der ROP im Helios Klinikum Berlin-Buch (Teil 1)
Die Retinopathia praematurorum ist eine multifaktorielle Gefäßerkrankung der Netzhaut, bei der infolge Frühgeburtlichkeit die normale Entwicklung und Ausbildung der Netzhautgefäße gestört ist. Die postnatale Entwicklung der Netzhautgefäße kann regelrecht voranschreiten oder aber über Blutungen, Proliferationen und Ablatio retinae bis zum Verlust der Sehkraft führen. Dr. Helge Breuß und Priv.-Doz. Dr. Jörn Kuchenbecker stellen eigene Daten einer prospektiven Untersuchung im Helios Klinikum Berlin-Buch vor und erläutern Inzidenz, Verlauf und Therapie anhand aktueller ROP-Leitlinien.

Serie Auge und Sehen: Warnung vor übertragbarer Augenentzündung

Serie zur Sammlung Roth
Es sind nicht nur Gegenstände wie Sehhilfen, Untersuchungs­geräte oder Rezepturen, die dem Medizinhistoriker einen Einblick in die Vergangenheit der Augenheilkunde geben, sondern es sind auch schriftliche Zeugnisse wie Bücher, wissenschaftliche Abhandlungen oder Dissertationen, die uns von den Krankheiten des Auges, ihren Symptomen oder ihren Behandlungsmethoden berichten. Mitteilungen über ansteckende Erkrankungen, vor allem aber über Krankheiten des Auges, fiden sich dagegen in der Laienpresse der letzten Jahrhunderte nur selten.

Vorderabschnittskomplikationen durch Glaskörperersatzmaterialien

Die Vitrektomie, als häufigste chirurgische Technik der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie, wurde bezüglich Instrumentation sowie Beleuchtung und Mikroskopie für den verbesserten Einblick in den letzten beiden Jahrzehnten wesentlich verbessert. Auch die Entwicklung und der häufige Gebrauch von Glaskörperersatzmaterialien haben die Netzhautchirurgie sicherer gemacht und die anatomischen und funktionellen Ergebnisse verbessert. Prof. Dr. Peter Wiedemann (Leipzig) beschreibt die Eigenschaften und die klinischen Indikationen der verwendeten Stoffe sowie mögliche Komplikationen am Augenvorderabschnitt.

Fallbericht: Keratoplastik bei Morbus Bowen

Morbus Bowen, auch als Konjunktivale intraepitheliale Neoplasie (CIN) oder conjunctiva-cornea intraepitheliale Neoplasie (CCIN) bekannt, ist ein intraepitheliales Carcinoma in situ, das vorwiegend am Limbus corneae zu finden ist. Es betrifft häufiger Männer als Frauen und tritt überwiegend ab dem 40. Lebensjahr auf. Zu den ätiologischen Faktoren zählen UV-Strahlung, chemische Stoffe (Arsen) und Viren (HPV). Vivian Jensen-Blunk, Angela Ehmer und Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld berichten über den Fall einer 51-jährigen Patientin, die sich bereits 2003 mit Photophobie und Schmerzen erstmalig im Klinikum Ernst von Bergmann (Potsdam) vorstellte und zunächst mit Verdacht auf Keratitis metaherpetica behandelt wurde.