Aus der aktuellen Ausgabe

Fall: Schwere toxische Keratopathie beim KL-Träger

Schwere toxische Keratopathien treten zwar selten auf, sie finden sich aber bevorzugt beim Träger weicher hydrophiler Kontaktlinsen. Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) stellt den Fall eines Mixed-Solution-Syndroms vor, bei dem sich eine unbekannte toxische Substanz durch die im Linsenmaterial aufgenommenen, nicht kompatiblen Flüssigkeiten zur Reinigung, Desinfektion sowie Nachbenetzung bildete und zu einer schweren Keratopathie führte.

Das OCT in der Praxis des niedergelassenen Augenarztes

Ein Anwenderbericht
Mit der Optischen Kohärenztomographie (OCT) steht ein Untersuchungsverfahren zur Verfügung, das retinale Mikrostrukturen in einer noch nie dagewesenen Bildqualität darstellt. Die neue Technologie liefert eine sehr detailgetreue Rekonstruktion der Netzhaut und ermöglicht es dem Arzt auch, seinem Patienten die Erkrankung und den Verlauf anschaulich zu vermitteln. Der besondere Leistungsumfang dieser modernen OCT-Technologie ist mit hohen Anschaffungskosten verbunden, so dass vorwiegend Kliniken und ambulante Zentren und nur wenige Augenarztpraxen über ein solches Gerät verfügen. Dr. Michael Illert (Düsseldorf) berichtet über seine Erfahrung mit einem kompakten und portablen OCT für den niedergelassenen Augenarzt.

Serie Auge und Sehen: Die ersten Skleralschalen

Serie zur Sammlung Roth
Die Erfindung der Kontaktlinse reicht gerade in das Jahr 1888 zurück. In dieser Zeit entwickelte Eugen Fick die so genannte Kontaktbrille, die später als Kontaktschale, Haftschale oder Skleralschale bezeichnet wurde. Parallel zu dieser Entwicklung gelang es Artur Müller, im Zentrum dieser Schalen eine optische brechende Zone einzuschleifen, um so zum Beispiel eine Myopie auszugleichen. Er nannte seine Gläser Hornhautlinsen.

60. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte in Neubrandenburg

„Augenheilkunde in der Manege“
Zur 60. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte hatte in diesem Jahr Prof. Dr. Helmut Höh, Chefarzt der Augenklinik des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums in Neubrandenburg, Ende Juni nach Neubrandenburg eingeladen. Rund 240 Teilnehmer folgten der Einladung zur Tagung, die unter dem Titel „Augenheilkunde in der Manege“ einen originellen Vortragsraum gewählt hatte: Während die Wetlabs und Kurse in der angrenzenden Stadthalle angeboten wurden, präsentierten die Referenten ihre Vorträge in einem lichtundurchlässigen Zirkuszelt. Dr. Udo Hennighausen (Heide) berichtet über die Tagung.

10. Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober 2011

„Sehen, was geht!“
Die Woche des Sehens ist eine Aufklärungskampagne, die zur breiten Beteiligung einlädt, um öffentlichkeitswirksam einmal jährlich mit vielfältigen Aktionen bundesweit auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam zu machen. Michael Herbst zeigt die Beteiligungsmöglichkeiten beim diesjährigen zehnten Jubiläum auf.

Besteuerung der Pkw-Aufwendungen

In aller Regel benutzt der niedergelassene Augenarzt seinen Pkw beruflich und privat. Da das Finanzamt nur den beruflich veranlassten Teil der Aufwendungen für den Pkw als Praxisausgaben anerkennt, ist eine Aufteilung der Gesamt-aufwendungen entsprechend der Nutzungsverhältnisse erforderlich. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (Sankt Augustin) erläutert anhand von Beispielen die Kriterien.

Grenzen und Möglichkeiten der Kontaktoptik

Seit über 120 Jahren sind Kontaktlinsen eine wertvolle Sehhilfe bei Brechungsfehlern des Auges und fungieren auch als wichtiges Therapeutikum: Sie dienen als durchsichtiger Verband und Medikamentenspeicher in der Behandlung von Augenerkrankungen. Doch nur eine präzise Herstellung, eine strenge Qualitätskontrolle sowie höchste Sorgfalt bei der Anpassung und die konsequente Nachkontrolle durch den in der Kontaktoptik erfahrenen Augenarzt gewährleisten langfristig ein beschwerdefreies Linsentragen. Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Alice Nietgen und Dr. Gregor Nietgen (Ulm) weisen auf Kontraindikationen und besondere Risiken hin.

Serie Auge und Sehen: Praxis-Phiolen

Serie zur Sammlung Roth
Nicht nur die Erfindung des Augenspiegels im Jahr 1851 beeinflusste als wichtiges diagnostisches Instrument den Weg der Augenheilkunde zum eigenen Fachgebiet, sondern es waren auch die Chemie und Pharmazie, welche in diesen Jahren die Entwicklung der Ophthalmologie förderten. So gab es in der Mitte des vorletzten Jahrhunderts noch nicht einmal ein Dutzend Medikamente zur Anwendung am Auge, gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts hatte sich ihre Zahl bereits vervielfacht.

Fall: Seltene Ursache einer einseitigen Protrusio

Der solitäre fibröse Tumor ist eine seltene mesenchymale Neoplasie mit meist benignem Wachstumsverhalten. Dr. Susanne Kaskel-Paul und Maria José García Velasco schildern den Fall einer 35-jährigen Patientin, die sich mit einem seit etwa vier Monaten bestehenden schmerzlosen linksseitigen massiven Exophthalmus, einer Visusminderung und Doppelbildern beim Blick nach oben an der Augenklinik am Klinikum Lüdenscheid vorstellte.

Interview mit Prof. Dr. Thomas Reinhard zum DOG-Kongress 2011

“Herausforderung, aber vor allem auch große Chance”
„Herausforderungen in der Augenheilkunde“ lautet das Thema der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Traditionell wird in Berlin getagt und nachdem der letztjährige DOG-Kongress im Rahmen des frühsommerlich tagenden WOC stattfand, kehrt er nun mit herbstlichem Termin (29. September bis 2. Oktober) wieder ins gewohnte Fahrwasser zurück. Neu hingegen ist die Programmgestaltung der diesjährigen Tagung. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem amtierenden DOG-Präsidenten Prof. Dr. Thomas Reinhard (Freiburg) über die Neuerungen im Programm und Herausforderungen des Faches.