Die Endokrine Orbitopathie (EO) ist die häufigste extrathyreoidale Manifestation der autoimmunen Hyperthyreose vom Typ Basedow. Nicht alle Patienten bedürfen einer chirurgischen Intervention. Das Hervorstehen der Augen stellt jedoch sowohl in funktioneller als auch in psychosozialer Hinsicht eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität dar, so dass der chirurgischen Dekompression der Orbita eine besondere Bedeutung zukommt. Durch die „balancierte Orbitadekompression“ kann unter weitgehender Vermeidung von Bulbusfehlstellungen eine erhebliche Exophthalmusreduktion erreicht werden. Dr. Annett Sandner (1), Dr. Antja Spens (2) und Dr. Jens Heichel (3) stellen die Daten einer retrospektiven Analyse von Patienten aus einer interdisziplinären Orbitasprechstunde vor.
(1) Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie; (2) Klinik für Innere Medizin II (Endokrinologie/Diabetologie); (3) Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg.