Aus der aktuellen Ausgabe

Osmolaritätsmessung des Tränenfilms

Ein hyperosmolarer Tränenfilm kann Ausdruck einer reduzierten Tränenproduktion mit veringertem Tränenumsatz oder einer erhöhten Verdunstungsrate sein. Die Messung der Tränenfilmosmolarität gilt als der beste Einzeltest in der Diagnostik der moderaten bis schweren Keratokonjunktivitis sicca, allerdings ist die Messung nach wie vor proble­matisch. Priv.-Doz. Dr. Elisabeth M. Messmer (München) erläutert Grenzen und Möglichkeiten der Osmolari­tätsmessung des Tränenfilms.

Immunpathogenese und antientzündliche Therapie des Trockenen Auges

Im aktuellen Verständnis der Immunpathogenese des Trockenen Auges spielt die Entzündung der Augenoberfläche eine zentrale Rolle, sie ist jedoch im klinischen Alltag nur schwierig zu graduieren. Sebastian Siebelmann, Volkan Tahmaz, Prof. Dr. Birgit Gathof, Prof. Dr. Claus Cursiefen und Priv.-Doz. Dr. Philipp Steven geben einen Überblick über die aktuelle topische und systemische Therapie des Trockenen Auges sowie einen Ausblick auf die neuen, sich in der Entwicklung befindlichen Therapieansätze.

XXVI. Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Zürich (Teil 2)

Ophthalmo-Geschichte in der Zwingli-Stadt
Im zweiten Teil des zusammenfassenden Berichtes zur Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft, die sich mit der Geschichte der Augenheilkunde beschäftigt, stellt Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) weitere referierte Themenaspekte vor, zu deren breitem Spektrum unter anderem die anatomischen und physiologischen Untersuchungen Leonardo da Vincis zum Thema Auge und Adolph Barkans Rolle bei der Entwicklung der Spaltlampe gehörten.

Zirkulierende Tumorzellen bei uvealen Melanomen – ein neues diagnostisches Tool?

Das uveale Melanom ist der häufigste primär intraokulare Tumor des Erwachsenen, wobei es bei etwa 50 Prozent der betroffenen Patienten im Verlauf ihrer Erkrankung zu einer systemischen Metastasierung kommt, für die derzeit keine effektiven Therapieformen existieren. Die Metastasierungsrate zeigt sich unverändert, so dass trotz Fortschritten in der Behandlung des primären Tumors bei uvealen Melanomen nur eine geringe Überlebenszeit besteht. Als einer der wichtigsten prognostischen Marker wird die Monosomie-3 verwendet. Priv.-Doz. Dr. Julia Lüke, Dr. Aysegül Tura, ­Priv.-Doz. Dr. Matthias Lüke und Prof. Dr. Salvatore Grisanti (Lübeck) berichten über eigene Studien zu zirkulierenden malignen Zellen als neuem diagnostischen Tool bei der Identifikation und im Rahmen der Behandlung von Hochrisikopatienten, bei denen eine metastatische Absiedlung wahrscheinlich ist.

RAP-Läsionen und polypoidale ­Veränderungen bei AMD

Frühzeitige Diagnostik und abweichende Behandlungsempfehlung zur Anti-VEGF-Therapie (Teil 2)
Trotz überwiegend positiver Behandlungsergebnisse nach intravitrealer Therapie der exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) mit Anti-VEGF-Präparaten kann in der Praxis ein teilweise sehr unterschiedliches Ansprechen der Patienten auf die Therapie hinsichtlich der wesentlichen Erfolgskriterien wie Visuserhalt, Injektionsfrequenz und der Eindämmung des Erkrankungsprozesses beobachtet werden. In der Gruppe mit eher enttäuschenden Ergebnissen finden sich dabei immer wieder Patienten mit besonderen Unterformen der Erkrankung. Prof. Dr. Heinrich Heimann (Royal Liverpool University Hospital) fasst die wesentlichen Merkmale dieser beiden Patientengruppen und aktuelle Behandlungsempfehlungen zusammen.

Feuerstar beim Lokomotivheizer – eine aussterbende Berufserkrankung

Grauer Star durch Infrarotstrahlung, besser ausgedrückt durch Strahlungsenergie, ist etwa seit 200 Jahren bei bestimmten Berufsgruppen bekannt. Das Problem des Feuerstars – auch Hitze-, Wärme-, Infrarot-, Ultrarot-, Glasbläser-, Strahlen- oder Berufsstar genannt – hat Augenärzte, Physiker und die Arbeitshygiene lange Zeit sogar streitbar beschäftigt. Neben Glasbläsern, Industrieschmieden und anderen Hitzearbeitern waren auch die Heizer auf den ehemaligen Dampflokomotiven gefährdet. Priv.-Doz. Dr. Manfred Jähne (Chemnitz) stellt im Folgenden diese seltene Form der berufsbedingten Katarakt dar.

Serie Auge und Sehen: Die Schusterkugel

Serie zur Sammlung Roth
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war die so genannte Schusterkugel in den Werkstätten von Schuhmachern oder Uhrmachern ein wichtiges Hilfsmittel, um trotz schlechter Beleuchtung noch genügend sehen zu können. Nach der Erkenntnis, dass sich eine wassergefüllte Hohlkugel aus Glas dazu eignet, Lichtstrahlen zu konzentrieren, konnte schon das Licht eines Kienspans, einer Öllampe oder Kerze ausreichen, um bei Dunkelheit noch feine Arbeiten im Nahbereich durchzuführen. Später wurden die mit Wasser gefüllten Kugeln durch die weniger zerbrechlichen massiven Glaskugeln ersetzt. Das Prinzip der Lichtbündelung bleibt dabei gleich. Auf dem Markt finden sich gut erhaltene Schusterkugeln heute nur noch äußerst selten, Originale erzielen Spitzenpreise. Diese hier, ihr Durchmesser beträgt 19 cm, wurde in einem Antiquitätenladen in Rottach-Egern entdeckt und für die Sammlung erworben.

 

Jubiläumsfeier der weltweit ersten Universitäts-Augenklinik

200 Jahre Augenklinik Wien
Mit der ART 2012 (ART: Advanced Retinal Therapy) feierte die Wiener Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie unter dem Motto „Past – Present – Perspectives in Ophthalmology“ ihr 200-jähriges Bestehen. Zu der akademischen Feier und Fortbildungsveranstaltung mit internationaler Besetzung, in der der Bogen von der Gründung der Wiener Augenklinik über aktuelle Themen des Faches bis hin zu zukunftsweisenden Projekten gespannt wurde, hatte die Klinikdirektorin Prof. Dr. Ursula Schmidt-Erfurth eingeladen. Dr. Udo Hennighausen (Heide) berichtet über die Veranstaltung.

Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf

Entscheidet man sich für den Arztberuf, der mit Schichtdienst und Wochenendeinsätzen, Facharztausbildung oder Forschungsprojekten sehr zeitintensiv ist, stellt sich vor allem für Frauen früher oder später die Frage: Karriere oder Familie? Oder vielleicht auch beides? Welche Rahmenbedingungen treffen Frauen bei ihren Entscheidungen an und wie lassen sich diese verbessern, um Karrierewege zu ermöglichen, die der Qualifikation entsprechen und die vergleichbare Chancen ­bieten wie männliche Karriereverläufe? Dr. Christiane Schumacher (Heiligenhaus) ist diesen Fragen nachgegangen.

RAP-Läsionen und polypoidale ­Veränderungen bei AMD

Frühzeitige Diagnostik und abweichende Behandlungsempfehlung zur Anti-VEGF-Therapie (Teil 1)
Trotz überwiegend positiver Behandlungsergebnisse nach intravitrealer Therapie der exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) mit Anti-VEGF-Präparaten, kann in der Praxis ein teilweise sehr unterschiedliches Ansprechen der Patienten auf die Therapie hinsichtlich der wesentlichen Erfolgskriterien wie Visuserhalt, Injektionsfrequenz und der Eindämmung des Erkrankungsprozesses beobachtet werden. In der Gruppe mit eher enttäuschenden Ergebnissen finden sich dabei immer wieder Patienten mit besonderen Unterformen der Erkrankung. Prof. Dr. Heinrich Heimann (Royal Liverpool University Hospital) fasst die wesentlichen Merkmale dieser beiden Patientengruppen und aktuelle Behandlungsempfehlungen zusammen.