Aus der aktuellen Ausgabe

Aktuelle Trends in der ambulanten Intraokularchirurgie

Ergebnisse der Umfrage 2012 von BDOC, BVA, DGII und DOG
Jedes Jahr werden von der DGII in Zusammenarbeit mit dem BVA und BDOC sowie der DOG Fragebögen an alle deutschsprachigen Ophthalmochirurgen zum Operationsverhalten versandt. Ausgewertet wurde der Rücklauf in diesem Jahr von Prof. Dr. Martin Wenzel (Trier), Prof. Dr. Thomas Kohnen (Frankfurt), Dr. Armin Scharrer (Fürth), Dr. Kaweh Schayan-Araghi (Dillenburg), Dr. Johannes Klasen (Dillenburg) und Prof. Dr. Thomas Reinhard (Freiburg). Einige Ergebnisse werden hier zusammengefasst.

Wo stehen wir heute mit der Kontaktlinse?

Zahlen und Fakten zu Linsentypen und Anwendergewohnheiten
Seit 1993 hat sich die Zahl der Kontaktlinsenträger in Deutschland von 2,7 auf 5,3 Prozent fast verdoppelt. Dr. Herbert Staber, Dr. Karoline Rippel und Dr. Gudrun Bischoff (Hamburg) stellen Zahlen und Fakten zu Kontaktlinsen unter anderem in Bezug auf Tragehäufigkeit und bevorzugte Linsentypen wie auch Ort der Erstanpassung und Bezugsquellen dar.

Kontaktlinsen beim Kind

Indikationen, Anpassung, Erfahrungen
Die Kontaktlinsenversorgung beim Kind stellt die größte Herausforderung der medizinischen Kontaktoptik dar. Dies gilt in besonderem Maße für die ersten Lebensmonate, später ergänzen refraktive Chirurgie und Linsenimplantation die Therapie. Patienten, die schon seit dem Kindesalter harte oder weiche Kontaktlinsen tragen und selbst nach Jahrzehnten noch volle Sehschärfe auf einem ursprünglich blinden Auge erreichen, sind heute keine Seltenheit. Dr. Hans-Walter- Roth, Dr. Gregor Nietgen und Dr. Alice Nietgen (Ulm) zeigen Indikationen, Anpassung und Erfahrungen bei der Kontaktlinsenversorgung von Kindern auf.

50 Jahre Augenklinik Neubrandenburg

Im Jahr 1963 und damit vor genau 50 Jahren wurde die Augenklinik Neubrandenburg gegründet. Der heutige Chefarzt Prof. Dr. Helmut Höh nahm das Jubiläum als Anlass, um ehemalige und derzeitige Klinik-Mitarbeiter, Augenärzte und Kooperationspartner sowie Gäste und Freunde der Klinik zu einem wissenschaftlichen Symposium nach Neubrandenburg einzuladen. Von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

Vernarbendes Schleimhautpemphigoid

Klinische Varianz der okulären Manifestation
Das vernarbende Schleimhautpemphigoid ist eine Autoimmunerkrankung, die durch Autoantikörper gegen diverse Strukturproteine der dermoepidermalen Übergangszone charakterisiert ist. Klinisch zeichnet sich die okuläre Manifestation meist durch einen schleichenden Beginn mit nahezu immer beidseitiger, rezidivierender konjunktivaler Hyperämie aus. Dr. Mahdy Ranjbar, Prof. Dr. Salvatore Grisanti und Dr. Anne Brüggemann (Lübeck) erläutern die klinische Varianz des vernarbenden Schleimhautpemphigoids mit okulärer Beteiligung.

Anti-VEGF-Therapie: Fehlindikationen und Off-Label-Einsatz

Zur Behandlung feuchter Makulaerkrankungen mit intravitrealen Injektionen gibt es klar definierte Empfehlungen der Fachgesellschaften. Doch ist die Beurteilung zur Indikation nicht immer einfach. Zudem weisen neuere wissenschaftliche Daten auf einen vielversprechenden IVOM-Einsatz bei weiteren Krankheitsbildern außerhalb des Zulassungsbereiches hin.
Dr. Christine Kusserow-Napp, Dr. Stefanie Pape und Priv.-Doz. Dr. Silvia Bopp (Bremen) problematisieren die Anti-VEGF-Therapie bei feuchten Makulaerkrankungen hinsichtlich Fehlindikationen und Off-Label-Therapien.

Anwenderbericht: Neuartige Silikon-Verbandslinse

Hohe Sauerstoffdurchlässigkeit verbessert Wundheilung
Verbandslinsen werden zur Wundbehandlung nach Augenoperationen und zum Schutz nach Augenverletzungen oder bei Erkrankungen mit Beteiligung der Hornhaut eingesetzt. Eine Verbandslinse stellt hohe Ansprüche an Hygiene und Sorgfalt. Bisher gab es keine offiziell als Medizinprodukt „Verbandslinse“ zugelassene Kontaktlinse. Vor diesem Hintergrund entwickelte das Berliner Medizintechnikunternehmen LensWista eine neuartige Verbandslinse aus reinem Silikon. Tim Otto, Matthias Maus (Augenzentrum Sehkraft Köln) und Martin Utsch (AugenZentrum Siegburg) wenden die Verbandslinse seit einem Jahr an und fassen ihre Erfahrungen zusammen

Fallbericht: Okuläres Masqueradesyndrom

Unter dem Masqueradesyndrom versteht man eine Gruppe von meist malignen Erkrankungen, die das Bild einer okulären Entzündung vortäuschen. Dr. Eva Biewald, Dr. Markus Holdt und Prof. Dr. Norbert Bornfeld (Essen) stellen den Fall eines zehnjährigen, ansonsten gesunden Jungen vor, der mit der Verdachtsdiagnose einer unilateralen Panuveitis in die Universitäts-Augenklinik Essen überwiesen wurde.

Serie Auge und Sehen: Halbautomatisches Perimeter

Serie zur Sammlung Roth
Mit der Entdeckung des erhöhten Augeninnendrucks als Ursache eines schleichenden Gesichtsfeldverfalls wurde die Perimetrie zur Verlaufskontrolle des Glaukoms unerlässlich. Die frühen Geräte bestanden lediglich aus einem um die Mittelachse drehbaren Halbbogen. Farbige Messpunkte verschiedenen Durchmessers, manuell entlang des Bogens geführt, mussten vom Patienten erkannt werden. Vor allem die Geduld von Untersucher und Patient entschied über die Qualität der Gesichtsfeldprüfung. Versierte Techniker konstruierten daher die verschiedensten Geräte, um die Perimetrie und vor allem die Registrierung der Befunde zu vereinfachen. Eine Wiener Firma baute das hier abgebildete halbautomatische Gerät. Es ist ein früher Vorläufer der heutigen vollautomatischen computergesteuerten Perimeter.

EUNOS 2013 tagte in Oxford (Teil 2)

Zum 11th European Neuro-Ophthalmological Society Meeting hatte in diesem Jahr Professor Christopher Kennard nach Oxford eingeladen. In den historischen Hallen der zwischen 1876 und 1881 erbauten Oxford Examination Schools fanden sich vom 10. bis 13. April mehr als 300 internationale Teilnehmer zum „EUNOS Meeting 2013“ ein. Von Dr. Udo Hennighausen (Heide).