Aus der aktuellen Ausgabe

Fallbericht: Echte konjunktivale -Membranen im Rahmen einer KCE

Im Zusammenhang mit Keratokonjunktivitis epidemica (KCE) kommt es in etwa 60 Prozent zum Auftreten von Pseudomembranen oder echten Membranen. Dr. Eva Schmitt, Dr. Michael Müller und Prof. Dr. Thomas Kohnen stellen den Fall eines 63-jährigen Patienten vor, der in der Ambulanz der Augenklinik der Goethe-Universität Frankfurt mit einer seit Tagen bestehenden Augenrötung beidseits vorstellig wurde.

Serie Auge und Sehen: Spritze für Tränenwegspülung

Serie zur Sammlung Roth
Nachdem die Anatomie der ableitenden Tränenwege erforscht und ihre Funktionsweise geklärt war, gab es auch erste Versuche, diese bei Verstopfung zu durchstoßen, um dadurch einen freien Abfluss herzustellen. Schließlich wagte man es, sie auch durchzuspülen. Hierzu kamen zu Beginn des 18. Jahrhunderts besondere Tränenwegspritzen mit feinen, an ihrem Ende abgestumpften Kanülen sowie Metallsonden in Gebrauch. Die Abbildung zeigt eine solche Spritze aus der Zeit um 1750. Diese frühen Instrumente sind im Original äußerst selten und für den Sammler kaum erreichbar, noch seltener finden sich die Nadeln oder Sonden.

Strabologie und Neuroophthalmologie

Gemeinsame Tagung von Bielschowsky-Gesellschaft und BOD
Rund 380 Besucher nahmen an der gemeinsamen Tagung der Bielschowsky-Gesellschaft für Schielforschung und Neuroophthalmologie und des Berufsverbandes der Orthoptistinnen Deutschlands (BOD) teil, zu der Dr. Christian Kandzia, Oberarzt und Leiter der Sehschule der Universitäts-Augenklinik Kiel, in die Fördestadt eingeladen hatte. Im Mittelpunkt dieser praxisorientierten Zusammenkunft standen Amblyopiebehandlung, operative Therapie und neuro-ophthalmologische Fragestellungen. Von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

Berufsbedingte Haltungsschäden bei Augenärzten

Spezifische augenärztliche Tätigkeiten zwingen Augenärzte oft zu unphysiologischen Körperhaltungen mit Überbelastungen an Gelenken und Wirbelsäule – chronische Probleme sind eine häufige Folge. Dieser Umstand, aber auch eigene Erfahrungen führten zu dem AAD-Kursangebot „Die richtige Haltung als Augenarzt – Prophylaxe von Wirbelsäulenschäden“, zu dem Prof. Dr. Hans Hoerauf, Göttingen, und Priv.-Doz. Dr. Silvia Bopp, Bremen, gemeinsam mit der Physiotherapeutin (B.Sc.) Lise-Lott Sagebiel, Lübeck, eingeladen hatten. Dr. Christiane Schumacher fasst den Kurs zusammen.

FDT-Perimetrie in der -Glaukomfrüherkennung

Studie zum Stellenwert von Matrix und HEP
Die Weiß-auf-Weiß-Perimetrie ist und bleibt der Goldstandard für die Diagnosestellung und Verlaufskontrolle beim manifesten Glaukom. Jedoch werden Veränderungen erst manifest, wenn mehr als 50 Prozent der Nervenfasern bereits betroffen sind. Ein neueres Testverfahren stellt die Frequency-Doubling-Technologie (FDT) dar, mit der selektiv die M-Typ-Ganglienzellen stimuliert werden, die aufgrund ihrer dickeren Axone vermutlich anfälliger für einen glaukomatösen Schaden sind. Dr. Verena Prokosch-Willing (Münster) erläutert das FDT-Verfahren und stellt Ergebnisse einer an der Universitäts-Augenklinik Münster durchgeführten Studie zum Stellenwert der HEP- und Matrix-Perimetrie in der Glaukomfrüherkennungsdiagnostik vor.

Therapie- und Verlaufskontrolle des Glaukoms

In den vergangenen 30 Jahren wurden bei der Diagnose und vor allem der Behandlung des Glaukoms erhebliche Fortschritte gemacht. Die Einführung von wirksameren und auch besser verträglichen Medikamenten bedeutet, dass Patienten mit Glaukom eine verbesserte Therapie unter Berücksichtigung von minimalen Nebenwirkungen geboten werden kann, was letztlich auch zu einer besseren Lebensqualität führt. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Glaukomverdacht oder auch die Diagnose und die damit verbundene Therapieeinleitung ein Leben lang kontrolliert werden. Prof. Dr. Markus Kohlhaas (Dortmund) gibt einen Überblick zur Diagnosestellung sowie Therapie- und Verlaufskontrolle des Glaukoms.

Postoperative Glaukombehandlung

Komplikationsvermeidung durch intensive Nachbetreuung
Neben der präoperativen Vorbehandlung ist eine sorgfältige postoperative Betreuung für den Erfolg einer Glaukomchirurgie ebenso entscheidend wie der Eingriff selber. Dr. Caroline Gesser-Wendt und Prof. Dr. Maren Klemm (Hamburg) stellen im Folgenden die Behandlungsstandards der Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) vor, mit denen eine erfolgreiche und dauerhafte postoperative Augeninnendrucksenkung gewährleistet werden soll.

30. Innsbrucker Ophthalmologisches Wochenende

Wie auch in den Vorjahren hatte Prof. Dr. Nikolaos E. Bechrakis, Direktor der Universitäts-Klinik für Augenheilkunde und Optometrie Innsbruck, erneut zum Innsbrucker Ophthalmologischen Wochenende (IOW) Anfang Februar nach Seefeld geladen. Zur Leitfrage „Was haben wir 2012 in der Augenheilkunde gelernt?“ wurden für die rund 140 Teilnehmer, die vor allem aus Österreich und dem gesamten Alpenraum angereist waren, die neuesten Erkenntnisse und Therapieempfehlungen zusammengefasst. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) berichtet über die Fortbildung.

Interview mit Prof. Dr. Gerd. U. Auffarth zum DGII-Kongress 2013

Vom 11. bis 13. April tagt die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) und lädt in diesem Jahr nach Heidelberg ein. Diskutiert werden im Rahmen des zweitägigen wissenschaftlichen Programms mit Kursen, Wet-Labs und Symposien unter anderem die Zukunft von Katarakt- und Presbyopiechirurgie, Vor- und Nachteile der lamellären Techniken in der Hornhauttransplantation, Kontroversen der modernen Hornhautchirurgie oder auch die mikroinvasive Glaukomchirurgie. DER AUGENSPIEGEL sprach mit DGII-Tagungspräsident Prof. Dr. Gerd U. Auffarth (Heidelberg).

Kongress AAD 2013

Unmut vor der Wahl
Regungslos grau war der Himmel während der AAD und verhangen die Stimmung: Berufspolitisch drückt der Unmut, aber zum Auftakt des Bundestagswahljahres lässt sich wenig bewegen. Bezeichnend dafür: Zum berufspolitischen Symposium waren keine Gesprächspartner aus der Gesundheitspolitik zu einer Teilnahme bereit. Dabei wachsen die Sorgen angesichts des demografischen Wandels in der Augenheilkunde. Aber ohne eine Aufstockung der finanziellen und personellen Ressourcen sowie verbesserte Arbeitsbedingungen, um für Nachwuchsärzte attraktiv zu bleiben, wird die steigende Nachfrage nach augenheilkundlicher Versorgung kaum weiterhin auf hohem Niveau zu befriedigen sein, lautete dann auch der öffentliche Appell des Berufsverbandsvorsitzenden Prof. Dr. Bernd Bertram. Von Ulrike Lüdtke.