Aus der aktuellen Ausgabe

Therapie- und Verlaufskontrolle des Glaukoms

In den vergangenen 30 Jahren wurden bei der Diagnose und vor allem der Behandlung des Glaukoms erhebliche Fortschritte gemacht. Die Einführung von wirksameren und auch besser verträglichen Medikamenten bedeutet, dass Patienten mit Glaukom eine verbesserte Therapie unter Berücksichtigung von minimalen Nebenwirkungen geboten werden kann, was letztlich auch zu einer besseren Lebensqualität führt. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Glaukomverdacht oder auch die Diagnose und die damit verbundene Therapieeinleitung ein Leben lang kontrolliert werden. Prof. Dr. Markus Kohlhaas (Dortmund) gibt einen Überblick zur Diagnosestellung sowie Therapie- und Verlaufskontrolle des Glaukoms.

Postoperative Glaukombehandlung

Komplikationsvermeidung durch intensive Nachbetreuung
Neben der präoperativen Vorbehandlung ist eine sorgfältige postoperative Betreuung für den Erfolg einer Glaukomchirurgie ebenso entscheidend wie der Eingriff selber. Dr. Caroline Gesser-Wendt und Prof. Dr. Maren Klemm (Hamburg) stellen im Folgenden die Behandlungsstandards der Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) vor, mit denen eine erfolgreiche und dauerhafte postoperative Augeninnendrucksenkung gewährleistet werden soll.

30. Innsbrucker Ophthalmologisches Wochenende

Wie auch in den Vorjahren hatte Prof. Dr. Nikolaos E. Bechrakis, Direktor der Universitäts-Klinik für Augenheilkunde und Optometrie Innsbruck, erneut zum Innsbrucker Ophthalmologischen Wochenende (IOW) Anfang Februar nach Seefeld geladen. Zur Leitfrage „Was haben wir 2012 in der Augenheilkunde gelernt?“ wurden für die rund 140 Teilnehmer, die vor allem aus Österreich und dem gesamten Alpenraum angereist waren, die neuesten Erkenntnisse und Therapieempfehlungen zusammengefasst. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) berichtet über die Fortbildung.

Triple-pKPL versus Triple-DMEK

Kombinationsverfahren bei Endotheldystrophie und Katarakt
Sowohl die klassische perforierende Keratoplastik (pKPL) als auch die moderne posteriore lamelläre Keratoplastik (DMEK) bieten die Möglichkeit, eine bestehende Visusbeeinträchtigung aus Hornhaut- und Linsentrübung in einem Eingriff zu beseitigen. Priv.-Doz. Dr. Sigrid Roters (Universitäts-Augenklinik Köln) erläutert Vor- und Nachteile der beiden kombinierten hornhaut- und linsenchirurgischen Verfahren und stellt die Ergebnisse einer Untersuchung an der Uni-versitäts-Augenklinik Köln nach Triple-DMEK vor.

Fallbericht: Echte konjunktivale -Membranen im Rahmen einer KCE

Im Zusammenhang mit Keratokonjunktivitis epidemica (KCE) kommt es in etwa 60 Prozent zum Auftreten von Pseudomembranen oder echten Membranen. Dr. Eva Schmitt, Dr. Michael Müller und Prof. Dr. Thomas Kohnen stellen den Fall eines 63-jährigen Patienten vor, der in der Ambulanz der Augenklinik der Goethe-Universität Frankfurt mit einer seit Tagen bestehenden Augenrötung beidseits vorstellig wurde.

Serie Auge und Sehen: Spritze für Tränenwegspülung

Serie zur Sammlung Roth
Nachdem die Anatomie der ableitenden Tränenwege erforscht und ihre Funktionsweise geklärt war, gab es auch erste Versuche, diese bei Verstopfung zu durchstoßen, um dadurch einen freien Abfluss herzustellen. Schließlich wagte man es, sie auch durchzuspülen. Hierzu kamen zu Beginn des 18. Jahrhunderts besondere Tränenwegspritzen mit feinen, an ihrem Ende abgestumpften Kanülen sowie Metallsonden in Gebrauch. Die Abbildung zeigt eine solche Spritze aus der Zeit um 1750. Diese frühen Instrumente sind im Original äußerst selten und für den Sammler kaum erreichbar, noch seltener finden sich die Nadeln oder Sonden.

Strabologie und Neuroophthalmologie

Gemeinsame Tagung von Bielschowsky-Gesellschaft und BOD
Rund 380 Besucher nahmen an der gemeinsamen Tagung der Bielschowsky-Gesellschaft für Schielforschung und Neuroophthalmologie und des Berufsverbandes der Orthoptistinnen Deutschlands (BOD) teil, zu der Dr. Christian Kandzia, Oberarzt und Leiter der Sehschule der Universitäts-Augenklinik Kiel, in die Fördestadt eingeladen hatte. Im Mittelpunkt dieser praxisorientierten Zusammenkunft standen Amblyopiebehandlung, operative Therapie und neuro-ophthalmologische Fragestellungen. Von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

Berufsbedingte Haltungsschäden bei Augenärzten

Spezifische augenärztliche Tätigkeiten zwingen Augenärzte oft zu unphysiologischen Körperhaltungen mit Überbelastungen an Gelenken und Wirbelsäule – chronische Probleme sind eine häufige Folge. Dieser Umstand, aber auch eigene Erfahrungen führten zu dem AAD-Kursangebot „Die richtige Haltung als Augenarzt – Prophylaxe von Wirbelsäulenschäden“, zu dem Prof. Dr. Hans Hoerauf, Göttingen, und Priv.-Doz. Dr. Silvia Bopp, Bremen, gemeinsam mit der Physiotherapeutin (B.Sc.) Lise-Lott Sagebiel, Lübeck, eingeladen hatten. Dr. Christiane Schumacher fasst den Kurs zusammen.

Fallbericht: Kataraktentwicklung in einem pseudophaken Auge?

Eintrübungen in einer hydrophilen Intraokularlinse ist ein selten beschriebenes Phänomen nach Kataraktoperation. Ursachen einer Eintrübung können intraoperativer Stress, postoperative Entzündungsreaktionen sowie systemische Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder arterieller Hypertonus sein. Dr. Julia Rosbach, Dr. L. Choritz, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer und Prof. Dr. Hagen Thieme stellen den Fall einer 84-jährigen Patientin mit irreversibler Trübung im Zentrum der IOL-Optik 15 Jahre nach komplikationsloser Kataraktoperation vor

Serie Auge und Sehen: Fläschchen für Augentropfen

Serie zur Sammlung Roth
Augentropfen waren bereits in der Antike begehrte Medizinprodukte. Ihre Aufbewahrung war im Altertum jedoch schwierig, die Gefäße mussten klein und gut verschließbar sein. Die ältesten Tropfenbehälter sind einfache geblasene Fläschchen aus Glas. Später gibt es solche Behältnisse zwar auch aus Edelmetall, Zinn oder Blei, durchgesetzt hat sich über drei Jahrtausende jedoch nur der Tropfenbehälter aus Glas. Die hier gezeigten Gläschen für Augentropfen sind aus der Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts und stammen von diversen Flohmärkten, wo sie auch heute noch für wenig Geld erworben werden können.