Aus der aktuellen Ausgabe

Mehrkostenregelung bei Sonderlinsen

Aktueller Stand zur Mehrkostenregelung für Kataraktpatienten
Seit der Einführung der Erstattungsregelung ist der Einsatz von Premiumlinsen einfacher geworden, der Patient übernimmt lediglich die Mehrkosten für die IOL mit Zusatznutzen. Doch welche Kosten sind ansetzbar? Und bei welchem Patienten sind diese Linsen wirklich sinnvoll? Dr. Stefanie Schmickler (Ahaus) erläutert anhand von Beispielen die Mehrkostenregelung für Kataraktpatienten und zeigt auf, dass Sonderlinsen nicht nur eine logistische Herausforderung für den OP darstellen.

175. RWA-Versammlung in Bochum

„Innovative Augenheilkunde“
Zur diesjährigen Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) lud Prof. Dr. H. Burkhard Dick, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bochum, am 1. und 2. Februar ins Ruhrgebiet nach Bochum ein. Rund 700 Besucher nahmen an der Tagung teil, die mit dem Sonderthema „Innovative Augenheilkunde“ die therapeutischen und diagnostischen Neuerungen des Faches in den Vordergrund rückte. Von Katica Djakovic.

6. Orbita-Symposium in München

Zum 6. Orbita-Symposium der Universitäts-Augenklinik München hatten Prof. Dr. Christoph Hintschich und Prof. Dr. Anselm Kampik in die bayerische Hauptstadt eingeladen. 118 Teilnehmer aus 15 Nationen, sowohl aus dem ärztlichen Bereich als auch aus der Okularistik, folgten Ende November der Einladung zum jährlichen Orbita-Austausch. Dr. Udo Hennighausen (Heide) fasst die Tagungsinhalte zusammen.

Anti-VEGF bei nAMD

Studienanwendung versus Versorgungsrealität
Die Therapiestudien zur Behandlung der neovaskulären AMD (nAMD) zeigen mehrheitlich signifikante Visusanstiege, die über Zeiträume von zwei Jahren stabil bleiben. Dagegen ist in der klinischen Versorgung häufig ein protrahierter- Verlust des initialen Funktionsgewinnes zu beobachten. Im Rahmen einer klinischen Verlaufsbeobachtung an der Universitäts-Augenklinik Köln wurden Patienten mit nAMD über einen Zeitraum von einem Jahr mit Ranibizumab nach -morphologischen Kriterien bedarfstherapiert. Anhand klinischer Parameter sowie subjektiver Funktionsänderungen wurden Rezidiverkennung und Therapieerfolg evaluiert. Priv.-Doz. Dr. Philipp S. Müther (Köln) stellt die Ergebnisse vor.

Das deutsche Akanthamöben-Register

Erste Resultate und Aufruf zur Beteiligung
Im September 2011 gründete die Sektion Kornea der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) das erste Akanthamöben-Register Deutschlands. Die Daten dieser multizentrischen Erhebung werden an der Universitäts-Augenklinik Homburg/Saar gesammelt. Die retrospektive und prospektive Datenerhebung soll dazu beitragen, eine standardisierte diagnostische und therapeutische Herangehensweise für diese seltene, aber schwerwiegende Augenerkrankung zu gewährleisten. Ein Projekt von Loay Daas, Priv.-Doz. Dr. Nora Szentmàry, Dr. Barbara Puhm, Dr. Timo Eppig, Prof. Dr. Achim Langenbucher und Prof. Dr. Berthold Seitz.

Jubiläumsfeier der weltweit ersten Universitäts-Augenklinik

200 Jahre Augenklinik Wien
Mit der ART 2012 (ART: Advanced Retinal Therapy) feierte die Wiener Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie unter dem Motto „Past – Present – Perspectives in Ophthalmology“ ihr 200-jähriges Bestehen. Zu der akademischen Feier und Fortbildungsveranstaltung mit internationaler Besetzung, in der der Bogen von der Gründung der Wiener Augenklinik über aktuelle Themen des Faches bis hin zu zukunftsweisenden Projekten gespannt wurde, hatte die Klinikdirektorin Prof. Dr. Ursula Schmidt-Erfurth eingeladen. Dr. Udo Hennighausen (Heide) berichtet über die Veranstaltung.

Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf

Entscheidet man sich für den Arztberuf, der mit Schichtdienst und Wochenendeinsätzen, Facharztausbildung oder Forschungsprojekten sehr zeitintensiv ist, stellt sich vor allem für Frauen früher oder später die Frage: Karriere oder Familie? Oder vielleicht auch beides? Welche Rahmenbedingungen treffen Frauen bei ihren Entscheidungen an und wie lassen sich diese verbessern, um Karrierewege zu ermöglichen, die der Qualifikation entsprechen und die vergleichbare Chancen ­bieten wie männliche Karriereverläufe? Dr. Christiane Schumacher (Heiligenhaus) ist diesen Fragen nachgegangen.

Osmolaritätsmessung des Tränenfilms

Ein hyperosmolarer Tränenfilm kann Ausdruck einer reduzierten Tränenproduktion mit veringertem Tränenumsatz oder einer erhöhten Verdunstungsrate sein. Die Messung der Tränenfilmosmolarität gilt als der beste Einzeltest in der Diagnostik der moderaten bis schweren Keratokonjunktivitis sicca, allerdings ist die Messung nach wie vor proble­matisch. Priv.-Doz. Dr. Elisabeth M. Messmer (München) erläutert Grenzen und Möglichkeiten der Osmolari­tätsmessung des Tränenfilms.

Immunpathogenese und antientzündliche Therapie des Trockenen Auges

Im aktuellen Verständnis der Immunpathogenese des Trockenen Auges spielt die Entzündung der Augenoberfläche eine zentrale Rolle, sie ist jedoch im klinischen Alltag nur schwierig zu graduieren. Sebastian Siebelmann, Volkan Tahmaz, Prof. Dr. Birgit Gathof, Prof. Dr. Claus Cursiefen und Priv.-Doz. Dr. Philipp Steven geben einen Überblick über die aktuelle topische und systemische Therapie des Trockenen Auges sowie einen Ausblick auf die neuen, sich in der Entwicklung befindlichen Therapieansätze.

XXVI. Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Zürich (Teil 2)

Ophthalmo-Geschichte in der Zwingli-Stadt
Im zweiten Teil des zusammenfassenden Berichtes zur Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft, die sich mit der Geschichte der Augenheilkunde beschäftigt, stellt Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) weitere referierte Themenaspekte vor, zu deren breitem Spektrum unter anderem die anatomischen und physiologischen Untersuchungen Leonardo da Vincis zum Thema Auge und Adolph Barkans Rolle bei der Entwicklung der Spaltlampe gehörten.