Aus der aktuellen Ausgabe

Messung des Pupillendurchmessers

Vergleich dreier Pupillenmessgeräte bei verschiedenen Lichtintensitäten
Die Pupillendiagnostik ist nicht nur eine Voraussetzung für die Refraktive Chirurgie, sondern auch Grundpfeiler in der neuroophthalmologischen Diagnostik. Seit Kurzem steht ein neues Pupillenmessgerät zur Verfügung, das am Dortmunder St.-Johannes-Hospital einem Vergleich mit zwei weiteren Geräten unterzogen wurde. Dr. Thomas Schilde, Prof. Dr. Thomas Bende, Michael Matallana und Prof. Dr. Markus Kohlhaas stellen die Daten der Vergleichsmessungen vor.

Presbyopiekorrektur mittels kornealer Inlays

Ähnlich der Laserchirurgie kann die Form der Hornhaut auch mittels kornealer Inlays so geändert werden, dass eine erhöhte Schärfentiefe erzeugt und somit die Lesefähigkeit verbessert wird. Die drei derzeit verfügbaren Inlays werden in Kombination mit einer LASIK in der Regel am nichtdominanten Auge eingesetzt und nutzen alle als Grundlage die Monovision, da nur ein Auge zum Lesen verwendet wird. Prof. Dr. Michael C. Knorz (Mannheim) erläutert Möglichkeiten und Grenzen von intrakornealen Inlays zur Korrektur der Presbyopie.

Strabologie und Neuroophthalmologie

Gemeinsame Tagung von Bielschowsky-Gesellschaft und BOD
Rund 380 Besucher nahmen an der gemeinsamen Tagung der Bielschowsky-Gesellschaft für Schielforschung und Neuroophthalmologie und des Berufsverbandes der Orthoptistinnen Deutschlands (BOD) teil, zu der Dr. Christian Kandzia, Oberarzt und Leiter der Sehschule der Universitäts-Augenklinik Kiel, in die Fördestadt eingeladen hatte. Im Mittelpunkt dieser praxisorientierten Zusammenkunft standen Amblyopiebehandlung, operative Therapie und neuro-ophthalmologische Fragestellungen. Von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

Berufsbedingte Haltungsschäden bei Augenärzten

Spezifische augenärztliche Tätigkeiten zwingen Augenärzte oft zu unphysiologischen Körperhaltungen mit Überbelastungen an Gelenken und Wirbelsäule – chronische Probleme sind eine häufige Folge. Dieser Umstand, aber auch eigene Erfahrungen führten zu dem AAD-Kursangebot „Die richtige Haltung als Augenarzt – Prophylaxe von Wirbelsäulenschäden“, zu dem Prof. Dr. Hans Hoerauf, Göttingen, und Priv.-Doz. Dr. Silvia Bopp, Bremen, gemeinsam mit der Physiotherapeutin (B.Sc.) Lise-Lott Sagebiel, Lübeck, eingeladen hatten. Dr. Christiane Schumacher fasst den Kurs zusammen.

FDT-Perimetrie in der -Glaukomfrüherkennung

Studie zum Stellenwert von Matrix und HEP
Die Weiß-auf-Weiß-Perimetrie ist und bleibt der Goldstandard für die Diagnosestellung und Verlaufskontrolle beim manifesten Glaukom. Jedoch werden Veränderungen erst manifest, wenn mehr als 50 Prozent der Nervenfasern bereits betroffen sind. Ein neueres Testverfahren stellt die Frequency-Doubling-Technologie (FDT) dar, mit der selektiv die M-Typ-Ganglienzellen stimuliert werden, die aufgrund ihrer dickeren Axone vermutlich anfälliger für einen glaukomatösen Schaden sind. Dr. Verena Prokosch-Willing (Münster) erläutert das FDT-Verfahren und stellt Ergebnisse einer an der Universitäts-Augenklinik Münster durchgeführten Studie zum Stellenwert der HEP- und Matrix-Perimetrie in der Glaukomfrüherkennungsdiagnostik vor.

Therapie- und Verlaufskontrolle des Glaukoms

In den vergangenen 30 Jahren wurden bei der Diagnose und vor allem der Behandlung des Glaukoms erhebliche Fortschritte gemacht. Die Einführung von wirksameren und auch besser verträglichen Medikamenten bedeutet, dass Patienten mit Glaukom eine verbesserte Therapie unter Berücksichtigung von minimalen Nebenwirkungen geboten werden kann, was letztlich auch zu einer besseren Lebensqualität führt. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Glaukomverdacht oder auch die Diagnose und die damit verbundene Therapieeinleitung ein Leben lang kontrolliert werden. Prof. Dr. Markus Kohlhaas (Dortmund) gibt einen Überblick zur Diagnosestellung sowie Therapie- und Verlaufskontrolle des Glaukoms.

Postoperative Glaukombehandlung

Komplikationsvermeidung durch intensive Nachbetreuung
Neben der präoperativen Vorbehandlung ist eine sorgfältige postoperative Betreuung für den Erfolg einer Glaukomchirurgie ebenso entscheidend wie der Eingriff selber. Dr. Caroline Gesser-Wendt und Prof. Dr. Maren Klemm (Hamburg) stellen im Folgenden die Behandlungsstandards der Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) vor, mit denen eine erfolgreiche und dauerhafte postoperative Augeninnendrucksenkung gewährleistet werden soll.

30. Innsbrucker Ophthalmologisches Wochenende

Wie auch in den Vorjahren hatte Prof. Dr. Nikolaos E. Bechrakis, Direktor der Universitäts-Klinik für Augenheilkunde und Optometrie Innsbruck, erneut zum Innsbrucker Ophthalmologischen Wochenende (IOW) Anfang Februar nach Seefeld geladen. Zur Leitfrage „Was haben wir 2012 in der Augenheilkunde gelernt?“ wurden für die rund 140 Teilnehmer, die vor allem aus Österreich und dem gesamten Alpenraum angereist waren, die neuesten Erkenntnisse und Therapieempfehlungen zusammengefasst. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) berichtet über die Fortbildung.

Triple-pKPL versus Triple-DMEK

Kombinationsverfahren bei Endotheldystrophie und Katarakt
Sowohl die klassische perforierende Keratoplastik (pKPL) als auch die moderne posteriore lamelläre Keratoplastik (DMEK) bieten die Möglichkeit, eine bestehende Visusbeeinträchtigung aus Hornhaut- und Linsentrübung in einem Eingriff zu beseitigen. Priv.-Doz. Dr. Sigrid Roters (Universitäts-Augenklinik Köln) erläutert Vor- und Nachteile der beiden kombinierten hornhaut- und linsenchirurgischen Verfahren und stellt die Ergebnisse einer Untersuchung an der Uni-versitäts-Augenklinik Köln nach Triple-DMEK vor.

Fallbericht: Echte konjunktivale -Membranen im Rahmen einer KCE

Im Zusammenhang mit Keratokonjunktivitis epidemica (KCE) kommt es in etwa 60 Prozent zum Auftreten von Pseudomembranen oder echten Membranen. Dr. Eva Schmitt, Dr. Michael Müller und Prof. Dr. Thomas Kohnen stellen den Fall eines 63-jährigen Patienten vor, der in der Ambulanz der Augenklinik der Goethe-Universität Frankfurt mit einer seit Tagen bestehenden Augenrötung beidseits vorstellig wurde.