Aus der aktuellen Ausgabe

Digitalradio mit Sprachausgabe

Technische Bewertung und Tauglichkeit für Sehbehinderte
Bei dem neuen Konzept des Noxon dRadio 110 wird die neuartige Digitalradiotechnik (DAB+) mit einer sinnvollen und innovativen Bedienungshilfe für Blinde und Sehbehinderte verbunden: Das Radio verfügt über eine Sprachausgabe, die sowohl Sender als auch die Bedienschritte und Menüpositionen mit einer natürlichen Stimme ansagt. Dr. Georg Niepel und Klaus Spielvogel stellen das Gerät vor und bewerten den möglichen Nutzen für Sehbehinderte.

Posttraumatische Aniridie und Aphakie

Neue Behandlungsstrategie mittels IOL-Haptikfixierung an Irisprothese
Die Behandlung der posttraumatischen Aniridie bei Aphakie stellt oftmals eine Herausforderung dar. Die Patienten kla­gen neben einem Verlust an Sehschärfe über Blendung und Photophobie, wobei vor allem die beiden letzteren Symp­tome häufig als besonders störend empfunden werden. Prof. Dr. Martin S. Spitzer und Prof. Dr. Karl U. Bartz-Schmidt (Tübingen) stellen im Folgenden eine neue Behandlungsstrategie vor, bei der die Haptik einer faltbaren IOL an eine maßangefertigte und faltbare Irisprothese (Artificial Iris) fixiert wird.

RAP-Läsionen und polypoidale ­Veränderungen bei AMD

Frühzeitige Diagnostik und abweichende Behandlungsempfehlung zur Anti-VEGF-Therapie (Teil 1)
Trotz überwiegend positiver Behandlungsergebnisse nach intravitrealer Therapie der exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) mit Anti-VEGF-Präparaten, kann in der Praxis ein teilweise sehr unterschiedliches Ansprechen der Patienten auf die Therapie hinsichtlich der wesentlichen Erfolgskriterien wie Visuserhalt, Injektionsfrequenz und der Eindämmung des Erkrankungsprozesses beobachtet werden. In der Gruppe mit eher enttäuschenden Ergebnissen finden sich dabei immer wieder Patienten mit besonderen Unterformen der Erkrankung. Prof. Dr. Heinrich Heimann (Royal Liverpool University Hospital) fasst die wesentlichen Merkmale dieser beiden Patientengruppen und aktuelle Behandlungsempfehlungen zusammen.

Fallbericht: Atopische Keratokonjunktivitis

Weltweit leidet etwa ein Drittel der Bevölkerung an allgemeinen allergischen Symptomen. Zwischen 40 und 80 Prozent der Allergiker zeigen gleichzeitig okuläre allergische Erkrankungen, zu denen unter anderem die atopische Keratokonjunktivitis zählt. Dr. Melanie Bödemann und Dr. Burkhard von Jagow (Frankfurt/Main) stellen den Fall eines 49-jährigen Patienten mit schwerer atopischer Dermatitis vor, der seit etwa drei Jahren linksseitig betont an konjunktivalen Injektionen mit Riesenpapillen, mukopurulenter Sekretion und einer Keratopathie mit rezidivierenden Erosiones bis hin zu stromalen Defekten der Hornhaut leidet.

Abschied nach 30 Jahren in Lahan

Dr. Albrecht Hennig beendet seine augenärztliche Tätigkeit in Nepal
Vor 30 Jahren verließ Dr. Albrecht Hennig Deutschland, um als Augenarzt vorübergehend für die Christoffel-Blindenmission (CBM) zunächst in Pakistan, dann in Nepal zu arbeiten. Aus dem geplanten Kurzzeitaufenthalt wurde ein erfolgreiches Lebenswerk: Hennig blieb und gründete das Sagarmatha Choudary Augenhospital in Lahan, heute die zweitgrößte Augenklinik der Welt, sowie 2006 eine weitere Augenklinik in Biradnagha. Nach drei Jahrzehnten produktiven Schaffens unter schwierigen Umständen hat er nun seine Aufgaben und die Klinikleitung an einen nepalesischen Nachfolger übergeben. Dr. Hannsjürgen Trojan (Marburg) fasst die außergewöhnlichen Leistungen des deutschen Augenarztes in Nepal zusammen.

Serie Auge und Sehen: Die Brille in der Karikatur

Serie zur Sammlung Roth
Die französischen Karikaturisten des ersten Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts machten sich die Schaulust der Oberschicht zu eigen, zahllose Karikaturen überschwemmten jetzt den Markt und verulkten den vornehmen Brillenträger. Diese Chromolithografie von Louis-Léopold Boilly aus der Zeit kurz nach der französischen Revolution ist ein klassisches Beispiel für den Niedergang der Bourgeoisie. Das originelle Blatt wurde in einem Antiquariat in Paris erworben.

Kongress AAD 2013

Interview mit BVA-Vorsitzendem Prof. Dr. Bernd Bertram
„Volkskrankheiten in der Augenheilkunde“ stehen im Mittelpunkt der diesjährigen AAD, die vom 27. Februar bis 2. März wie gewohnt ins CCD Düsseldorf zur Fortbildung einlädt. Die gemeinsame Tagung von Berufsverband der Augenärzte (BVA) und Deutscher Ophthalmologischer Gesellschaft (DOG) widmet sich dabei nicht nur den epidemiologischen und therapeutischen Aspekten des Themas, sondern auch den berufspolitischen Spannungsfeldern. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem 1. Vorsitzenden des BVA, Prof. Dr. Bernd Bertram (Aachen), über Befürchtungen und Perspektiven angesichts der aktuellen Entwicklungen.

Das vitreomakuläre Traktionssyndrom

Pharmakologische Vitreolyse als zukünftige Therapieoption?
Das vitreomakuläre Traktionssyndrom (VMTS) ist gekennzeichnet durch eine anomale hintere Glaskörperabhebung mit per-sistierender Glaskörperadhäsion an der Makula und wird bis heute chirurgisch behandelt. Moderne bildgebende Verfahren wie das hochauflösende Spectral-Domain-OCT (SD-OCT) ermöglichen mittlerweile einen immer detaillierteren Einblick in die retinale Mikrostruktur und den vitreoretinalen Übergang. So konnte in jüngsten Studien zur pharmakologischen Vitreolyse bei Patienten mit symptomatischer vitreomakulärer Adhäsion und Traktion ein therapeutischer Effekt nachgewiesen werden – ein wichtiger Schritt hin zu einer pharmakologischen Behandlung. Priv.-Doz. Dr. Mathias Maier, Dr. Nikolaus Feucht und Prof. Dr. Dr. Chris P. Lohmann (München) fassen die aktuellen Studienergebnisse zum VMTS zusammen.

XXVI. Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Zürich (Teil 1)

Ophthalmo-Geschichte in der Zwingli-Stadt
Vom 12. bis 14. Oktober fand in Zürich die XXVI. Zusammenkunft der ophthalmo-historischen Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) statt, organisiert von Prof. Dr. Balder P. Gloor (Zürich) und mit Unterstützung auch in diesem Jahr durch den JHG-Geschäftsführer Frank Krogmann (Thüngersheim). Auch der 26. Kongress der Gesellschaft verzeichnete zahlreiche internationale Referenten und Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern und den USA. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) fasst die Tagungsinhalte zusammen.

Oberlid-Blepharoplastik

Aktuelle chirurgische Konzepte
Die Oberlid-Blepharoplastik ist eine der am häufigsten durchgeführten ästhetischen Eingriffe. Während einer Oberlid-Blepharoplastik gilt es, gerade aus augenärztlicher Sicht, einige wichtige Punkte zu beachten, um einerseits die Funktion des Lides nicht zu beeinträchtigen, das kosmetische Outcome für die Patienten zu optimieren und nicht zuletzt um intra- und postoperative Komplikationen zu vermeiden. Dies beginnt schon beim Erstkontakt mit dem Patienten und in der präoperativen Planung des Eingriffes. Dr. Matthias Keserü (Hamburg) erläutert die wichtigsten Aspekte der Oberlid-Blepharoplastik hinsichtlich Indikationsstellung, Operationstechnik, Nachbetreuung und Komplikationsmanagement.